NDR Info Nachrichtenarchiv
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Magdeburg: In Sachsen-Anhalt laufen die Vorbereitungen für eine spektakuläre Aktion, mit der weiteren Überflutungen durch das Elbe-Hochwasser vorgebeugt werden soll. Experten wollen vor der Deichbruchstelle bei Fischbeck zwei Schiffe sprengen. Der Krisenstab hofft, dass die Trümmer den gebrochenen Deich schließen. Zur Stunde werfen Hubschrauber Panzersperren und Basaltsteine über dem Einsatzort ab. Sie sollen verhindern, dass die Wrackteile weggeschwemmt werden. Dann bugsiert ein erfahrener Kapitän die beiden Schiffe vor die Deichbruchstelle. Nachdem er mit einem Hubschrauber in Sicherheit gebracht worden ist, werden die beiden Schiffe gesprengt. Seit dem Deichbruch bei Fischbeck vor sechs Tagen strömt Wasser ungehindert ins Hinterland. In den norddeutschen Hochwassergebieten entspannt sich dagegen die Lage weiter. Heute früh konnten die ersten Bewohner der geräumten Altstadt von Lauenburg in Schleswig-Holstein in ihre Häuser zurückkehren.| 15.06.2013 15:15 Uhr
Istanbul: Ein Ende der Proteste in der türkischen Stadt ist nicht in Sicht. Die Besetzer des Gezi-Parks teilten mit, sie würden ihre Aktion fortsetzen. Man habe nach mehrstündigen Beratungen entschieden, dass der Widerstand angesichts der Ungerechtigkeiten in der Türkei weitergehen müsse. Damit reagierten die Demonstranten auch auf die Ergebnisse eines Treffens mit Ministerpräsident Erdogan am Donnerstag. Der türkische Regierungschef hatte zugesagt, das Bauprojekt im Gezi-Park solange auszusetzen, bis ein Gericht endgültig über einen Baustopp entschieden hat. Anschließend sollen die Bürger Istanbuls in einer Volksbefragung über die Zukunft des Geländes abstimmen. Die Baupläne für den Gezi-Park hatten die Proteste vor 18 Tagen ausgelöst. In der Folge kam es mehrfach zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei.| 15.06.2013 15:15 Uhr
Teheran: Bei der Präsidentenwahl im Iran zeichnet sich ein Sieg des als gemäßigt geltenden Kandidaten Ruhani ab. Nach Auszählung von etwa zwei Dritteln der Stimmen komme der Anführer der Reformbewegung auf einen Anteil von rund 50 Prozent, teilte ein Sprecher der Wahlkommission mit. Mit deutlichem Abstand folgt der Bürgermeister von Teheran, Ghalibaf auf Platz zwei. Insgesamt hatten sich sechs überwiegend konservative Kandidaten für das Präsidentenamt beworben. Der bisherige Staatschef Ahmadinedschad durfte nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal antreten. Sollte Ruhani im ersten Wahlgang nicht die absolute Mehrheit bekommen, findet am Freitag die Stichwahl statt.| 15.06.2013 15:15 Uhr
Berlin: Im Ringen um ein Endlagersuchgesetz hat Bundesumweltminister Altmaier einem Medienbericht zufolge den Atomkonzernen Zugeständnisse gemacht. Wie das Magazin "Focus" berichtet, hatten E.on, RWE, Vattenfall und EnBW mehrere Forderungen gestellt. So soll der Bund unter anderem die Kosten für die Zwischenlagerung weiterer Castor-Behälter übernehmen. Von 2015 an werden 26 Castoren aus den Wiederaufbereitungsanlagen im britischen Sellafield und im französischen La Hague erwartet. Der Kostenübernahme habe die schwarz-gelbe Koalition bei einem Treffen vor zwei Tagen zugestimmt. Im Gegenzug verzichten die Energiekonzerne dem Bericht zufolge auf eine weitere Einlagerung in das Zwischenlager Gorleben.| 15.06.2013 15:15 Uhr