NDR Info Nachrichten vom 15.06.2013:

Hochwasser: Erste Lauenburger kehren zurück

Hitzacker: Die Deiche in den norddeutschen Hochwasser-Gebieten halten weiter. In der Nacht habe es keine besonderen Vorkommnisse gegeben, sagte ein Sprecher für den Landkreis Lüchow-Dannenberg. Die Pegelstände der Elbe in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sind seit Mitternacht um weniger als zehn Zentimeter gefallen. Eine Entwarnung wollen die Behörden vorerst nicht geben. Die Gefahr von Deichbrüchen sei noch hoch. In Mecklenburg-Vorpommern soll der Katastrophenalarm frühestens Anfang der kommenden Woche aufgehoben werden. In der schleswig-holsteinischen Stadt Lauenburg können die ersten Bewohner der Altstadt heute früh in ihre Wohnungen zurückkehren. Zuvor sollen Experten die Häuser auf mögliche Wasserschäden hin untersuchen. Die wegen des Hochwassers gesperrte Elbbrücke Lauenburg konnte in der Nacht wieder für den Verkehr geöffnet worden.| 15.06.2013 09:15 Uhr

Rösler lobt Freihandels-Kompromiss

Berlin: Bundeswirtschaftsminister Rösler hat sich mit dem Kompromiss der EU-Staaten zu Freihandelsverhandlungen mit den USA zufrieden gezeigt. Rösler betonte, Verzögerungen bei den Gesprächen wären das falsche Signal gewesen. Der Ressortchef äußerte sich, nachdem sich die EU-Handelsminister in Luxemburg auf eine gemeinsame Linie geeinigt hatten. Sie hatten den audiovisuellen Kulturbereich vorerst aus dem Verhandlungsmandat für die Europäische Kommission ausgeklammert. Frankreich und Deutschland hatten mögliche Nachteile für die Kulturförderung geltend gemacht, etwa bei Subventionen für Filme. Eine Freihandelszone EU-USA soll nach Berechnungen der EU-Kommission zu 400.000 neuen Arbeitsplätzen in Europa führen.| 15.06.2013 09:15 Uhr

Reformer Ruhani führt im Iran

Teheran: Bei der Präsidentenwahl im Iran liegt der als gemäßigt geltende Kandidat Rohani ersten Zwischenergebnissen zufolge in Führung. Nach der Auszählung von zehn Prozent aller Stimmen entfielen auf Rohani knapp 50 Prozent, teilte ein Sprecher der Wahlkommission mit. Mit deutlichem Abstand folgt der Bürgermeister von Teheran, Ghalibaf, der bislang rund 17 Prozent erreicht. Auf Platz drei liegt der Atomunterhändler Dschalili mit 14 Prozent. Insgesamt hatten sich sechs überwiegend konservative Kandidaten für das Päsidentenamt beworben. Mahmud Ahmadinedschad durfte nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal antreten.| 15.06.2013 09:15 Uhr

Teilbetrieb von ERT möglich

Athen: Griechenlands Ministerpräsident Samaras will nach den massiven Protesten wegen der überraschenden Abschaltung des staatlichen Rundfunks ERT einen Teil des Sendebetriebs wieder aufnehmen. Ein unabhängiges Gremium könnte einige Redakteure einstellen, damit bestimmte Programme ab sofort wieder gesendet würden, schlug der Regierungschef vor. Er reagierte damit auch auf die Streiks und die Kritik seiner beiden Koalitionspartner, den Sozialisten und der Demokratischen Linken. Die Abschaltung soll nach Angaben der Regierung dazu beitragen, die Auflagen des Sparprogramms zu erfüllen, das die internationalen Geldgeber dem hoch verschuldeten Land auferlegt haben.| 15.06.2013 09:15 Uhr

Offshore-Leaks-Daten sind online

Hamburg: Im Internet sind Namen und weitere Daten von mehr als einhunderttausend Treuhandgesellschaften und Firmen in Steueroasen veröffentlicht worden. Wie der internationale Verband investigativer Journalisten über den Kurzmitteilungsdienst Twitter mitteilte, ist die Offshore-Leaks-Datenbank online verfügbar. Ziel sei es, einen Beitrag zur Transparenz in Steueroasen zu leisten, sagte ICIJ-Chef Ryle dem NDR. Er betonte, dass sensible Daten wie etwa Passkopien, Kontonummern oder vertrauliche Korrespondenzen nicht veröffentlicht würden. Auch die Quellen würden nicht genannt. In den vergangenen Monaten hatten Journalisten weltweit insgesamt rund 2,5 Millionen Datensätze ausgewertet und umfassend darüber berichtet.| 15.06.2013 09:15 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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