NDR Info Nachrichten vom 15.06.2013:

Noch keine Entwarnung an Elbe

Dömitz: In den norddeutschen Hochwasser-Gebieten sind die Einsatzkräfte trotz sinkender Wasserstände weiter in Alarmbereitschaft. In der Elb-Region von Mecklenburg-Vorpommern soll der Katastrophenalarm erst in der kommenden Woche aufgehoben werden. Voraussichtlich am Dienstag öffnen dort die Schulen wieder. Eine Entwarnung könne erst bei Wasserständen von unter 6,50 Metern gegeben werden, sagte ein Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Aktuell liegen die Pegelstände in Boizenburg bei etwa 6,77 Meter und in Dömitz bei 6,58 Meter. In der schleswig-holsteinischen Stadt Lauenburg können die Bewohner im Laufe des Tages in ihre Häuser zurückkehren. Die Behörden warnen eindringlich vor Hochwasser-Tourismus am Wochenende. Die Deiche dürften nicht betreten oder befahren werden. Jede noch so kleine Beschädigung der Schutzanlagen könne verheerende Folgen haben.| 15.06.2013 07:45 Uhr

Streit über Flutfinanzierung

Berlin: Regierung und Opposition streiten über die Finanzierung der Hilfe für die Flutschäden. Der haushaltspolitische Sprecher der SPD, Schneider, verlangte in der "Berliner Zeitung", nicht einfach mehr Schulden aufzunehmen. Kanzlerin Merkel hatte zuvor höhere Steuern oder Abgaben wie einen Flut-Solidaritätszuschlag ausgeschlossen. Allerdings kündigte Merkel einen nationalen Fonds mit bis zu acht Milliarden Euro an. Am kommenden Dienstag verhandeln die Finanzminister von Bund und Ländern nach Angaben der bayerischen Staatsregierung über die Einzelheiten der Finanzierung.| 15.06.2013 07:45 Uhr

Beratungen im Syrienkonflikt

Washington: US-Präsident Obama hat seine Syrien-Strategie mit seinen europäischen Kollegen abgestimmt. In einer Videokonferenz informierte er Kanzlerin Merkel und die Regierungschefs aus Großbritannien, Frankreich und Italien. Einzelheiten sind nicht bekannt. Die USA sehen es als erwiesen an, dass der syrische Machthaber Assad die Rebellen mit chemischen Waffen angegriffen hat. Die Amerikaner wollen die Rebellen deshalb mit Waffen unterstützen. UN-Generalsekretär Ban ist strikt dagegen. US-Präsident Obama will beim G-8-Gipfel Anfang nächster Woche in Nordirland Einzelheiten über den Einsatz von Chemiewaffen im Syrien-Konflikt vorlegen.| 15.06.2013 07:45 Uhr

Linken-Parteitag in Dresden

Dresden: Die Linke will heute auf ihrem Parteitag ihr Programm für die Bundestagswahl beschließen. Darin werden unter anderem ein Spitzensteuersatz von 53 Prozent und höhere Steuern auf Erbschaften sowie große Vermögen gefordert. Mit den zusätzlichen Einnahmen will die Partei das Rentenniveau um zehn Prozent und den Hartz-IV-Regelsatz anheben. Zum Auftakt des dreitägigen Treffens war die Linke gestern auf Konfrontationskurs zur SPD gegangen. Der Parteivorsitzende Riexinger warf den Sozialdemokraten eine kindische Abgrenzungspolitik nach links vor.| 15.06.2013 07:45 Uhr

DB fährt nach London

Paris: Die Deutsche Bahn darf künftig Züge durch den Euro-Tunnel unter dem Ärmelkanal fahren lassen. Um die Genehmigung hatte es jahrelang Streit gegeben. Die Regierung in Paris und ein französisches Transportunternehmen hatten versucht, die Zulassung für die Konkurrenz zu verhindern. Bislang durften nur Personenzüge aus französischer Produktion den Euro-Tunnel befahren. Die Deutsche Bahn will eine regelmäßige Verbindung nach London ab 2016 anbieten. Erst dann werden die benötigten Züge ausgeliefert.| 15.06.2013 07:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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