NDR Info Nachrichten vom 15.06.2013:

Hochwasserlage im Norden

Hitzacker: Die Lage in norddeutschen Hochwassergebieten entspannt sich langsam. In Hitzacker in Niedersachsen konnten die Bewohner gestern in ihre Häuser zurückkehren. Im schleswig-holsteinischen Lauenburg setzen die Einsatzkräfte derzeit Pumpen ein, um die Straßen vom Wasser zu befreien. Die Evakuierung der Altstadt soll heute früh aufgehoben werden. Der Druck auf die Dämme ist jedoch überall unverändert hoch. Eine Entwarnung könne nicht gegeben werden, so die Katastrophenstäbe. Auch in Dömitz und Boizenburg in Mecklenburg-Vorpommern sinkt das Wasser stetig, steht jedoch noch immer rund fünf Meter über Normal. Es lägen weiterhin schwierige Tage vor Anwohnern und Helfern, so Ministerpräsident Sellering.| 15.06.2013 05:30 Uhr

Hochwasser im Osten

Fischbeck: Das Elb-Hochwasser hat weitere Gebiete im Norden Sachsen-Anhalts überflutet. Das Wasser breitet sich noch immer im Landkreis Stendal aus, nachdem hier eine Landstraße aufgebrochen worden war. Katastrophenhelfer hatten mit dem Durchbruch der Straßen versucht, ein Abfließen der über das Land strömenden Flut in Richtung Havelpolder zu ermöglichen. Zuvor angelegte Notdeiche konnten jedoch ein Einbrechen in die Orte nicht verhindern. Ursache für die Überflutung weiter Landstriche trotz sinkender Pegelstände ist der Deichbruch in der Nähe von Fischbeck. Durch ihn fließt weiterhin Wasser ins Hinterland. In den Morgenstunden wollen Katastrophenhelfer den Deich wieder verschließen. Zwei Lastkähne sollen an der Bruchstelle versenkt werden und den Durchfluss versperren.| 15.06.2013 05:30 Uhr

Streit um Schadensausgleich

Berlin: Zwischen Regierung und Opposition zeichnet sich Streit in der Frage der Finanzierung des Flut-Hilfe-Fonds ab. Führende SPD-Politiker warfen der Bundesregierung vor, für die Beseitigung der Hochwasser-Schäden Schulden in Milliardenhöhe in Kauf zu nehmen. Kanzlerin Merkel hatte zuvor Bundesanleihen angekündigt, um die zusätzlichen Ausgaben zu finanzieren. Höhere Steuern lehnte sie dagegen ab. Nordrhein-Westfalens Finanzminister Walter-Borjans kritisiert Merkels Vorschlag als Wahlkampftaktik. Sinnvoller sei eine befristete Anhebung der Körperschaftssteuer, wie sie bereits nach der Flut von 2002 eingeführt worden war. Diese nimmt auch Unternehmen stärker in die Pflicht. Ähnlich äußerte sich der haushaltspolitische Sprecher der SPD, Schneider, in der "Berliner Zeitung". Auch die Forderung der Justizminister der Länder nach einer Pflichtversicherung gegen Naturkatastrophen sorgt für Uneinigkeit. Die Versicherungsbranche lehnte eine solche Versicherung strikt ab. Sie nehme Anreize für eigene Schutzmaßnahmen in den Gefahrenzonen, kritisiert der Branchenverband GDV.| 15.06.2013 05:30 Uhr

Wetterschlagzeile

Das Wetter: Nach freundlichem Tagesbeginn Wolkenbildung mit teils kräftigen Schauern. Örtlich Gewitter möglich bei Höchstwerten zwischen 17 Grad auf den Nordfriesischen Inseln und 23 Grad im Wendland. Das waren aktuelle Informationen aus den Hochwassergebieten| 15.06.2013 05:30 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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