NDR Info Nachrichtenarchiv
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Berlin: Zwei Wochen nach Beginn des Hochwasser zeichnet sich Streit um eine Pflichtversicherung für Hausbesitzer ab. Der Präsident des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft, Erdland, kritisierte entsprechende Forderungen. Erdland sagte der "Rheinischen Post", eine Pflichtversicherung gegen Naturkatastrophen nehme Anreize für eigene Schutzmaßnahmen. Der Verband warb statt dessen dafür, verstärkt in den Hochwasserschutz zu investieren. Unterdessen sollen in Sachsen-Anhalt durch eine spektakuläre Aktion weitere Überflutungen durch das Elbe-Hochwasser verhindert werden. Nach Angaben des Krisenstabs wollen Experten von heute früh an versuchen, den gebrochenen Deich bei Fischbeck durch zwei dort versenkte Schiffe zu versperren. Auf die Barriere sollen danach Hubschrauber hunderte große Sandpakete abwerfen. In den norddeutschen Hochwassergebieten entspannt sich die Lage langsam. Gestern konnten in Hitzacker in Niedersachsen die Bewohner in ihre Häuser zurückkehren. Heute früh soll auch im schleswig-holsteinischen Lauenburg die Evakuierung der Altstadt aufgehoben werden.| 15.06.2013 04:00 Uhr
Berlin: Bundeswirtschaftsminister Rösler hat sich mit dem Kompromiss der EU-Staaten zu Freihandelsverhandlungen mit den USA zufrieden gezeigt. Rösler betonte, Verzögerungen bei den Gesprächen wären das falsche Signal gewesen. Der Ressortchef äußerte sich, nachdem sich die EU-Handelsminister in Luxemburg auf eine gemeinsame Linie geeinigt hatten. Sie hatten den audiovisuellen Kulturbereich vorerst aus dem Verhandlungsmandat für die Europäische Kommission ausgeklammert. Frankreich hatte mögliche Nachteile für die Kulturförderung geltend gemacht, etwa bei Subventionen für Filme. Eine Freihandelszone EU-USA soll insgesamt 800 Millionen Bürger umfassen. Nach Berechnungen der EU-Kommission würde sie zu 400 000 neuen Arbeitsplätzen in Europa und zu einem jährlichen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukt von 0,5 Prozent führen.| 15.06.2013 04:00 Uhr
Berlin: Kanzlerin Merkel hat mit US-Präsident Obama und weiteren Regierungschefs der G8-Gruppe in einer Videokonferenz die Lage in Syrien erörtert. Daran nahmen auch der französische Präsident Hollande, der britische Premier Cameron und Italiens Ministerpräsident Letta teil. Die Spitzen der acht großen Industriestaaten kommen am kommenden Montag in Nordirland zu einem Gipfel zusammen. Dann will Obama einer Sprecherin des US-Außenministeriums zufolge auch dem russischen Staatschef Putin detaillierte Beweise für den Einsatz von Chemiewaffen im Syrien-Konflikt vorlegen. Die US-Regierung hatte am Donnerstag erstmals einen Giftgasgebrauch durch die syrische Armee bestätigt und eine militärische Unterstützung der Rebellen angekündigt. Frankreich und Großbritannien setzen sich seit Wochen für Waffenlieferungen an die Aufständischen ein. Deutschland lehnt dies dagegen ab.| 15.06.2013 04:00 Uhr
Washington: US-Präsident Obama hat einen neuen US-Botschafter für Deutschland nominiert. Dem Weißen Haus zufolge soll der Jurist und Investmentbanker John Emerson in Obamas zweiter Amtszeit die Interessen der Vereinigten Staaten in der Bundesrepublik vertreten. Emerson folgt auf Philip Murphy, der das Amt 2009 angetreten hatte. Beide hatten Wahlkampfspenden für den Präsidenten eingeworben. Emersons Nominierung muss noch vom Senat bestätigt werden. Obama kommt am Dienstag erstmals als US-Präsident zu einem Besuch nach Berlin.| 15.06.2013 04:00 Uhr
Hamburg: Namen und weitere Daten von mehr als einhunderttausend Treuhandgesellschaften und Firmen in Steueroasen sind von heute an für jeden Internetnutzer zugänglich. Nach Informationen des Norddeutschen Rundfunks und der Süddeutschen Zeitung wird das Internationale Konsortium für Investigativen Journalismus ICIJ einen Teil der so genannten „Offshore-Leaks“-Daten im Laufe des Tages im Internet veröffentlichen. Ziel sei es, einen Beitrag zur Transparenz in Steueroasen zu leisten, sagte ICIJ-Chef Ryle dem NDR. Er betonte, dass sensible Daten wie etwa Passkopien, Kontonummern oder vertrauliche Korrespondenzen nicht veröffentlicht würden. Auch sei der Quellenschutz weiter gesichert. In den vergangenen Monaten hatten Journalisten weltweit insgesamt rund 2,5 Millionen Datensätze ausgewertet und umfassend darüber berichtet.| 15.06.2013 04:00 Uhr
Das Wetter: Es ist anfangs noch leicht bewölkt, im Verlauf aber gebietsweise klar und trocken. Tiefstwerte zwischen 12 Grad auf Hiddensee, 10 Grad im Ruhrgebiet und 7 Grad in der Lüneburger Heide. Am Tage nach freundlichem Beginn Wolkenbildung mit teils kräftigen Schauern, in Nordrhein-Westfalen schwach ausfallend. Örtlich Gewitter möglich bei Höchstwerten zwischen 17 Grad auf den Nordfriesischen Inseln, 21 Grad im Kölner Raum und 23 Grad im Wendland. In Schauer- und Gewitternähe stark böiger Süd- bis Südwestwind. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag ein Wechsel aus Sonne und Wolken bei 16 bis 23 Grad. Am Montag heiter mit erhöher Schauerneigung. Von Nord nach Süd 18 bis 28 Grad.| 15.06.2013 04:00 Uhr