NDR Info Nachrichten vom 14.06.2013:

G8-Videokonferenz zur Lage in Syrien

Berlin: Bundeskanzlerin Merkel hat mit US-Präsident Obama und weiteren Regierungschefs der G8-Gruppe in einer Videokonferenz über die Lage in Syrien diskutiert. Das Thema sei Schwerpunkt des Gesprächs am Abend gewesen, erklärte eine Regierungssprecherin, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. An der Konferenz nahmen auch der französische Präsident Hollande, der britische Premier Cameron und Italiens Ministerpräsident Letta teil. Die Spitzen der acht großen Industriestaaten kommen am kommenden Montag in Nordirland zu einem Gipfeltreffen zusammen. Die US-Regierung hatte gestern erstmals einen Giftgaseinsatz durch die syrische Armee bestätigt und eine militärische Unterstützung der Rebellen angekündigt. Frankreich und Großbritannien setzen sich seit Wochen für Waffenlieferungen an die Aufständischen ein. Deutschland lehnt dies dagegen ab.| 14.06.2013 23:00 Uhr

Parteitag: Linke geht auf Distanz zur SPD

Dresden: Die Linke ist zum Auftakt ihres Parteitags auf Konfrontationskurs zur SPD gegangen. Parteichef Riexinger warf den Sozialdemokraten eine hirnlose und kindische Abgrenzungspolitik nach links vor. Vor den 550 Delegierten in Dresden betonte Riexinger, die Linke werbe im Bundestagswahlkampf nicht für eine Koalition mit SPD und Grünen, sondern für ihre eigenen Positionen. Morgen soll auf dem Parteitag das Wahlprogramm verabschiedet werden. Zentrale Forderungen sind eine Millionärsteuer, ein Mindestlohn von zehn Euro, die Abschaffung des Hartz-Vier-Systems und die Anhebung der Renten. Kontroverse Debatten werden über die Forderung einiger Linker nach einer Abkehr vom Euro erwartet. Vize-Fraktionschefin Wagenknecht forderte in ihrer Parteitagsrede einen radikalen Kurswechsel in der EU.| 14.06.2013 23:00 Uhr

Einige Offshore-Leaks-Daten werden zugänglich

Hamburg: Namen und weitere Daten von mehr als einhunderttausend Treuhandgesellschaften und Firmen in Steueroasen sind von morgen an für jeden Internetnutzer zugänglich. Nach Informationen des Norddeutschen Rundfunks und der Süddeutschen Zeitung wird das Internationale Konsortium für Investigativen Journalismus ICIJ einen Teil der so genannten „Offshore-Leaks“-Daten im Laufe des Sonnabends im Internet veröffentlichen. Ziel sei es, einen Beitrag zur Transparenz in Steueroasen zu leisten, sagte ICIJ-Chef Ryle dem NDR. Er betonte, dass sensible Daten wie etwa Passkopien, Kontonummern oder vertrauliche Korrespondenzen nicht veröffentlicht würden. Auch sei der Quellenschutz weiter gesichert. In den vergangenen Monaten hatten Journalisten weltweit insgesamt rund 2,5 Millionen Datensätze ausgewertet und umfassend darüber berichtet.| 14.06.2013 23:00 Uhr

Versenkte Schiffe sollen Deichbruch füllen

Magdeburg: In Sachsen-Anhalt sollen durch eine spektakuläre Aktion weitere Überflutungen durch das Elbe-Hochwasser verhindert werden. Nach Angaben des Krisenstabs wollen Experten von morgen früh an versuchen, den gebrochenen Deich bei Fischbeck durch zwei Schiffe zu versperren. Dazu soll ein Schubverband vor die Bruchstelle fahren und durch Sprengungen versenkt werden. Auf die Barriere sollen danach Hubschrauber hunderte große Sandpakete abwerfen. In den norddeutschen Hochwassergebieten entspannt sich die Lage langsam. Heute konnten in Hitzacker in Niedersachsen die Bewohner in ihre Häuser zurückkehren. Morgen früh soll auch im schleswig-holsteinischen Lauenburg die Evakuierung der Altstadt aufgehoben werden.| 14.06.2013 23:00 Uhr

Präsidentenwahl im Iran

Teheran: Im Iran ist ein neuer Staatspräsident gewählt worden. Wegen des unerwartet großen Andrangs blieben die Wahllokale zwei Stunden länger geöffnet. Die hohe Wahlbeteiligung könnte darauf hindeuten, dass Anhänger des Reformlagers auf ein Wahlboykott verzichtet und stattdessen für einen der gemäßigteren Kandidaten gestimmt haben. Für die Nachfolge von Präsident Ahmadinedschad, der nicht wieder antreten durfte, standen sechs Kandidaten zur Auswahl. Mit einem Ergebnis wird erst morgen gerechnet. Möglicherweise kommt es in einer Woche zu einer Stichwahl.| 14.06.2013 23:00 Uhr

Samaras: ERT soll Notprogramm aufnehmen

Athen: Wenige Tage nach der überraschenden Schließung des griechischen Staatssenders ERT will Regierungschef Samaras einen Teil des Sendebetriebs wieder aufnehmen. Eine parteiübergreifende Kommission könne einige wenige Redakteure einstellen, damit Nachrichtenprogramme sofort wieder gesendet werden könnten, erklärte der Ministerpräsident am Abend. Er reagierte damit auf die landesweiten heftigen Proteste gegen die Abschaltung. Nach der Einstellung aller staatlichen Fernseh- und Rundfunkprogramme vor drei Tagen werden in Griechenland praktisch keine Nachrichten mehr gesendet. Zahlreiche Journalisten traten aus Solidarität mit ihren ERT-Kollegen in den Streik.| 14.06.2013 23:00 Uhr

Wettervorhersage

Das Wetter: Es ist zunächst noch gebietsweise wolkig, später nur noch geringe Bewölkung und örtlich auch sternenklar. Tiefstwerte zwischen 12 und 7 Grad. Morgen zunächst noch freundlich, im Verlauf viele Wolken und teils kräftig ausfallende Schauer. Örtlich auch Gewitter möglich. Höchstwerte zwischen 17 und 23 Grad. In Schauer- und Gewitternähe stark böiger Süd- bis Südwestwind. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag ein Wechsel aus Sonne und Wolken, aber meist trocken. 16 bis 23 Grad. Am Montag heiter und kaum Niederschlag bei 19 bis 25 Grad.| 14.06.2013 23:00 Uhr

Meldungsarchiv
Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

NDR Info Nachrichtenarchiv

Alle NDR Info Nachrichten zum Nachlesen. mehr