NDR Info Nachrichtenarchiv
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Berlin: Ungeachtet der US-Berichte über einen Einsatz chemischer Waffen durch die syrische Führung setzt die Bundesregierung weiter auf eine politische Lösung des Konflikts. Außenminister Westerwelle sagte im Bundestag, Deutschland werde weiterhin keine Waffen nach Syrien liefern. Die Regierung respektiere aber, wenn Partnerstaaten zu einer anderen Bewertung kämen. Diese müssten allerdings sicherstellen, dass die Waffen nicht in falsche Hände gerieten. Bundeskanzlerin Merkel sprach sich in einem Interview dafür aus, dass sich der UN-Sicherheitsrat möglichst bald mit der neuen Entwicklung befasst. Die USA wollen die Aufständischen in Syrien militärisch stärker unterstützen. Präsident Obama begründete dies mit Geheimdienst-Erkenntnissen, nach denen syrische Regierungstruppen mehrfach das Nervengift Sarin eingesetzt haben.| 14.06.2013 19:45 Uhr
Dresden: Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken, Wagenknecht, hat einen radikalen Kurswechsel in der Europäischen Union gefordert. Wenn alles weitergehe wie bisher, fahre Europa an die Wand, sagte Wagenknecht zum Auftakt des Bundesparteitags. Sie beklagte, dass Renten und Löhne gesenkt und Sozialleistungen gekürzt würden. Partei-Chef Riexinger griff die SPD an. Wer stolz auf die Reform-Agenda 2010 sei, mache sich als linke Kraft unglaubwürdig, so Riexinger. Zugleich kritisierte er die Abgrenzungspolitik der Sozialdemokraten gegenüber der Linken und erklärte, es sei höchste Zeit für einen Lagerwahlkampf.| 14.06.2013 19:45 Uhr
Berlin: Die Bundesregierung hat den Ländern angeboten, die acht Milliarden Euro Fluthilfe komplett vorzufinanzieren. Dafür würde es einen Nachtrags-Haushalt geben, wie das Finanzministerium mitteilte. Für die Länder brächte dieses Angebot den Vorteil, dass sie von den günstigen Zinsen profitieren, die der Bund auf dem Kapitalmarkt erhält. Gestern hatten sich Bund und Länder auf einen gemeinsamen Fonds für die Hochwasser-Schäden geeinigt.| 14.06.2013 19:45 Uhr
Ankara: Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat die Demonstranten im Istanbuler Gezi-Park aufgefordert, das Gelände binnen weniger Stunden zu räumen. Er wies darauf hin, dass die Arbeiten für eine Bebauung des Areals gestoppt seien. Für die Demonstranten gebe es daher keinen Grund mehr, dort auszuharren. Erdogan bekräftigte, dass die Bauarbeiten im Gezi-Park so lange ruhen werden, bis ein Gericht über das Projekt entschieden habe.| 14.06.2013 19:45 Uhr
Luxemburg: Die Verhandlungen zwischen der EU und den USA über eine transatlantische Freihandelszone können möglicherweise nicht wie geplant in diesem Sommer beginnen. In den Beratungen der EU-Handelsminister in Luxemburg verweigert Frankreich bislang die erforderliche Zustimmung zu einem Verhandlungsmandat für die EU-Kommission. Paris droht mit einem Veto, sollte der Kulturbereich mit Film- und Musikproduktion nicht ausdrücklich von den Verhandlungen ausgenommen werden. Frankreich will dadurch die heimischen Kulturschaffenden schützen.| 14.06.2013 19:45 Uhr
Das Wetter: Nachts anfangs gebietsweise wolkig, später nur noch geringe Bewölkung und örtlich auch sternenklar. Tiefstwerte zwischen 12 und 7 Grad. Morgen zunächst noch freundlich, im Verlauf viele Wolken und teils kräftig ausfallende Schauer. Örtlich auch Gewitter möglich. Höchstwerte zwischen 17 und 23 Grad. In Schauer- und Gewitternähe stark böiger Süd- bis Südwestwind. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag ein Wechsel aus Sonne und Wolken, aber meist trocken. 16 bis 23 Grad. Am Montag heiter und kaum Niederschlag bei 19 bis 25 Grad.| 14.06.2013 19:45 Uhr