NDR Info Nachrichten vom 14.06.2013:

Linke berät über Wahlprogramm

Dresden: Zum Auftakt ihres Bundesparteitags berät die Linke über das Programm für die Bundestagswahl. Im Entwurf des Parteivorstands wird eine Reichensteuer, die Abkehr vom bisherigen Hartz-IV-System und eine weitgehende Mietpreisbremse verlangt. Partei-Chef Riexinger griff in seiner Eröffnungsrede die SPD an. Wer stolz auf die Reform-Agenda 2010 sei mache sich als linke Kraft unglaubwürdig, so Riexinger. Zugleich kritisierte er die Abgrenzungspolitik der Sozialdemokraten gegenüber der Linken und erklärte, es sei höchste Zeit für einen Lagerwahlkampf. Kontroverse Debatten werden auf dem Parteitag in Dresden über das Thema Euro erwartet.| 14.06.2013 16:15 Uhr

Russland: US-Vorwürfe an Syrien nicht glaubhaft

Moskau: Russland hat die Erkenntnisse der USA über einen Chemiewaffen-Einsatz durch syrische Regierungssoldaten als nicht überzeugend bezeichnet. Der außenpolitische Berater von Präsident Putin sagte, die von den USA übermittelten Informationen könnten kaum als Fakten bezeichnet werden. Russland ist der engste Verbündete des syrischen Präsidenten Assad. Die Regierung in Damaskus bezeichnete die Vorwürfe der USA als "Lügen". US-Präsident Obama hat entschieden, die Aufständischen in Syrien militärisch stärker zu unterstützen und dies damit begründet, dass Regierungstruppen nach Erkenntnissen amerikanischer Geheimdienste mehrfach das Nervengift Sarin eingesetzt haben.| 14.06.2013 16:15 Uhr

Präsidenten-Wahl im Iran

Teheran: Im Iran läuft die Präsidenten-Wahl. Bei der Abstimmung zeichnet sich eine größere Beteiligung ab als zunächst erwartet. Das könnte darauf hindeuten, dass Anhänger des Reform-Lagers auf einen Wahl-Boykott verzichten und stattdessen dem Kandidaten Hassan Ruhani die Stimme geben, der als vergleichsweise gemäßigt gilt. Insgesamt gibt es für die Nachfolge von Präsident Ahmadinedschad sechs Bewerber. Möglicherweise wird eine Stichwahl nötig. Ahmadinedschad darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Die Bundesregierung erhofft sich von dem neuen iranischen Präsidenten, dass mit ihm eine Lösung des Atomstreits leichter wird.| 14.06.2013 16:15 Uhr

Gedenken an 17. Juni

Berlin: Der Bundestag hat am Vormittag an den Volksaufstand in der DDR vor 60 Jahren erinnert. Bundespräsident Gauck würdigte den 17. Juni 1953 als Symbol der Freiheitstradition der Deutschen. Ebenso wie Gauck zog in der Gedenkstunde auch Bundestagspräsident Lammert eine historische Linie vom 17. Juni bis zum Fall der Mauer. 1989 sei vollendet worden, was mit dem Ruf des Volkes nach Freiheit 1953 begonnen habe, so Lammert. In der DDR hatten sich vor sechzig Jahren in zahlreichen Städten rund eine Million Menschen an Streiks und Demonstrationen gegen das Regime beteiligt. Bei der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste durch sowjetische Truppen und Volkspolizei kamen mehr als 50 Demonstranten ums Leben.| 14.06.2013 16:15 Uhr

Fluthilfe: Bund will vorfinanzieren

Berlin: Die Bundesregierung hat den Ländern angeboten, die acht Milliarden Euro Fluthilfe komplett vorzufinanzieren. Dafür würde es einen Nachtrags-Haushalt geben, wie das Finanzministerium mitteilte. Für die Länder brächte dieses Angebot den Vorteil, dass sie von den günstigen Zinsen profitieren, die der Bund auf dem Kapitalmarkt erhält.| 14.06.2013 16:15 Uhr

Börse Kompakt

Zur Börse: Der Dax liegt bei 8.176 Punkten. Das ist ein Plus von 1 Prozent. Der Dow Jones zu Handelsbeginn: 15.199 Punkte; plus 0,2 Prozent. Der Euro wird mit einem Dollar 33 38 gehandelt.| 14.06.2013 16:15 Uhr

Meldungsarchiv
Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

NDR Info Nachrichtenarchiv

Alle NDR Info Nachrichten zum Nachlesen. mehr