NDR Info Nachrichten vom 14.06.2013:

USA: Giftgas-Einsatz in Syrien bewiesen

Washington: Die USA sind nun auch davon überzeugt, dass im Bürgerkrieg in Syrien Giftgas zum Einsatz gekommen ist. Der stellvertretende Sicherheitsberater des Weißen Hauses, Rhodes, sagte, nach intensiven Untersuchungen gehe der US-Geheimdienst davon aus, dass das Assad-Regime chemische Waffen eingesetzt habe. Bei mehreren Angriffen mit dem Nervengas Sarin seien bis zu 150 Menschen getötet worden. Der Kongress sei über die neue Einschätzung der Regierung informiert. US-Präsident Obama hatte den Einsatz von Chemiewaffen durch die syrische Regierung als "rote Linie" für ein Eingreifen in den Bürgerkrieg bezeichnet.| 14.06.2013 00:00 Uhr

Flutopfer erhalten Milliardenhilfe

Berlin: Die vom Hochwasser betroffenen Regionen erhalten für den Wiederaufbau finanzielle Hilfe in Höhe von insgesamt acht Milliarden Euro. Auf diese Summe einigten sich Bund und Länder, die einen gemeinsamen Fonds einrichten wollen. Kanzlerin Merkel regte an, das Geld mithilfe einer Deutschland-Anleihe aufzubringen. Bisher hat der Bund 100 Millionen Euro Soforthilfe für die Folgen der Flut bereitgestellt. Außerdem werden den Ländern die Kosten für Leistungen des Technischen Hilfswerks, der Bundeswehr und Bundespolizei erlassen. Die aktuelle Lage in den Hochwassergebieten bleibt trotz sinkender Pegelstände angespannt. Vielerorts besteht wegen aufgeweichter Dämme weiter die Gefahr von Deichbrüchen. Nach Informationen unserer Korrespondenten können die Bewohner der Altstadt im niedersächsischen Hitzacker hoffen, im Laufe des Tages wieder in ihre Häuser zurück zu dürfen. Dafür ist es notwendig, dass der Pegelstand der Elbe unter die Marke von sieben Meter 76 sinkt.| 14.06.2013 00:00 Uhr

Keine Castoren nach Lubmin

Lubmin: Das atomare Zwischenlager in dem Ort in Mecklenburg-Vorpommern wird keine Castor-Behälter aufnehmen. Bundeskanzlerin Merkel sagte der "Ostsee-Zeitung", der Standort komme als Ziel für die 26 noch ausstehenden Atommülltransporte aus den Wiederaufbereitungsanlagen in England und Frankreich definitiv nicht infrage. Darin sei sie sich mit Ministerpräsident Sellering einig. Die Bundesregierung hatte sich gestern mit den Regierungschefs der Länder auf einen Weg geeinigt, um das Gesetz für die Suche nach einem Atommüll-Endlager doch noch vor der Bundestagswahl zu verabschieden. Nach Angaben von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig wird die strittige Frage der Zwischenlagerung der Castor-Behälter vorerst ausgeklammert.| 14.06.2013 00:00 Uhr

Verheerende Waldbrände in Colorado

Denver: Im US-Bundesstaat Colorado sind die verheerenden Waldbrände völlig außer Kontrolle geraten. Die Behörden sprechen vom schlimmsten Feuer in der Geschichte des Staates. Demnach wurden in der Nähe von Colorado Springs bereits mehr als 360 Häuser durch die Flammen zerstört. Etwa 38.000 Menschen wurden aufgefordert, die Gegend zu verlassen. Die Wälder waren am Dienstag aus noch unbekannter Ursache in Brand geraten. Die Flammen werden von Trockenheit begünstigt und immer wieder von starkem Wind angefacht.| 14.06.2013 00:00 Uhr

Streit über IWF-Krisenpolitik

Berlin: Der Leiter des Euro-Krisenfonds ESM, Regling, hat die Rolle des Internationalen Währungsfonds in der Schuldenkrise infrage gestellt. Regling sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", der IWF mache mit seiner Kritik der Griechenland-Rettung den Stabilitätspakt lächerlich. Auf Dauer müssten die Euro-Staaten Hilfsprogramme für notleidene Staaten ohne den Währungsfonds stemmen. Von Seiten des IWF war zuvor unter anderem bemängelt worden, dass die EU-Kommission zu wenig auf Wachstum achte.| 14.06.2013 00:00 Uhr

FBI ermittelt gegen Informant Snowden

Washington: In der Affäre um die Enthüllung von Spähprogrammen ihrer Geheimdienste treiben die US-Behörden die Strafverfolgung des Informanten Snowden voran. FBI-Chef Mueller erklärte, es seien Ermittlungen gegen Snowden eingeleitet worden. Der 29-Jährige ist vermutlich in Hongkong untergetaucht. Er hatte mehreren Medien Informationen über ein Überwachungsprogramm zugespielt. Damit wertet der US-Geheimdienst NSA offenbar die Nutzerdaten großer Internetkonzerne aus.| 14.06.2013 00:00 Uhr

Karstadt hält an Strategie fest

Essen: Karstadt will an seiner derzeitigen Sanierungsstrategie festhalten. Der scheidene Chef des Warenhauskonzerns, Jennings, erklärte, auch der besonders strittige Ausstieg aus dem Tarifvertrag solle Bestand haben. Jennings äußerte sich nach einer Sitzung des Aufsichtsrats in Essen. Die Gewerkschaft Verdi hatte vor der Zusammenkunft des Gremiums erneut eine Rückkehr zur Tarifbindung gefordert. Zudem müsse Eigner Berggruen investieren und die Warenhäuser modernisieren.| 14.06.2013 00:00 Uhr

Wettervorhersage

Das Wetter: Es ist stark bewölkt mit teils anhaltendem Regen. Tiefstwerte 14 bis 11 Grad. Tagsüber wechselnd bewölkt, örtlich noch einzelne Regenschauer, später weitgehend trocken. Maximal 16 bis 21 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonnabend und Sonntag wechselhaft und örtlich kurze Schauer, am Sonnabend vereinzelt auch Gewitter. Höchstwerte 16 bis 23 Grad.| 14.06.2013 00:00 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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