NDR Info Nachrichten vom 13.06.2013:

Acht Milliarden Euro für die Flutgebiete

Berlin: Die vom Hochwasser betroffenen Regionen können auf Finanzmittel in Höhe von acht Milliarden Euro hoffen. Bund und Länder einigten sich darauf, einen gemeinsamen Fonds einzurichten. Kanzlerin Merkel regte an, das Geld mithilfe einer Deutschland-Anleihe aufzubringen. Finanzminister Schäuble stellte klar, dass eine solche Anleihe allein vom Bund ausgegeben würde. Zuvor war berichtet worden, dass auch die Länder daran beteiligt seien könnten. Bisher hat der Bund 100 Millionen Euro Soforthilfe für die Folgen der Flut bereitgestellt. Außerdem werden den Ländern die Kosten für Leistungen des Technischen Hilfswerks, der Bundeswehr und Bundespolizei erlassen. In den norddeutschen Flutgebieten bleibt die Situation angespannt. Die Pegelstände gingen zwar zentimeterweise zurück. Doch besteht wegen aufgeweichter Dämme weiter die Gefahr von Deichbrüchen.| 13.06.2013 22:00 Uhr

Merkel zu Lubmin-Castoren

Rostock: Kanzlerin Merkel hat erklärt, dass keine Castoren in das bundeseigene Zwischenlager Lubmin gebracht werden. Merkel sagte der "Ostsee-Zeitung" wörtlich, sie habe diese Frage auch mit Ministerpräsident Sellering geklärt. Der Standort in Vorpommern komme für die 26 noch ausstehenden Castoren mit Atommüll aus den Wiederaufbereitungsanlagen in England und Frankreich definitiv nicht infrage. Die Kanzlerin äußerte sich nach einem Treffen mit den Regierungschefs der Länder. In diesem Rahmen hatten sich Bund und Länder auf einen Weg geeinigt, um das Gesetz für die Suche nach einem Atommüll-Endlager noch vor der Bundestagswahl verabschieden zu können. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig bestätigte, dass die strittige Frage der Zwischenlagerung von 26 noch erwarteten Castor-Behältern vorerst ausgeklammert wird.| 13.06.2013 22:00 Uhr

Schritte gegen Snowden

Washington: In der Affäre um die Enthüllung von Spähprogrammen ihrer Geheimdienste treiben die US-Behörden die Strafverfolgung des Informanten Snowden voran. FBI-Chef Mueller erklärte, es seien Ermittlungen gegen Snowden eingeleitet worden. Der 29-jährige ist vermutlich in Hongkong untergetaucht. Er hatte mehreren Medien Informationen über ein Überwachungsprogramm zugespielt. Damit wertet der US-Geheimdienst NSA offenbar die Nutzerdaten großer Internetkonzerne aus. Unterdessen haben die Bundesminister Rösler und Leutheusser-Schnarrenberger Firmen wie Google für morgen zu einem Krisengespräch in Berlin eingeladen.| 13.06.2013 22:00 Uhr

Streit um IWF-Krisenpolitik

Berlin: Der Leiter des Euro-Krisenfonds ESM, Regling, hat die Rolle des Internationalen Währungsfonds in der Schuldenkrise infrage gestellt. Regling sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", der IWF mache mit seiner Kritik der Griechenland-Rettung den Stabilitätspakt lächerlich. Auf Dauer müssten die Euro-Staaten Hilfsprogramme für notleidene Staaten ohne den Währungsfonds stemmen. Von Seiten des IWF war zuvor unter anderem bemängelt worden, dass die EU-Kommission zu wenig auf Wachstum achte.| 13.06.2013 22:00 Uhr

Zugunfall in Argentinien

Buenos Aires: Bei einem Zugunglück in Argentinien sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Zudem gab es laut Innenministerium mehr als 150 Verletzte. Ein Passagierzug war demnach rund 30 Kilometer westlich der Hauptstadt Buenos Aires auf leere Waggons aufgefahren. Die Ursache ist noch unklar. Der Vorfall ereignete sich auf der Sarmiento-Strecke. Dort waren beim bislang schwersten Bahnunglück in der Geschichte Argentiniens im Februar vergangenen Jahres 51 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 700 verletzt worden.| 13.06.2013 22:00 Uhr

Karstadt hält an Strategie fest

Essen: Karstadt will an seiner derzeitigen Sanierungsstrategie festhalten. Der scheidene Chef des Warenhauskonzerns, Jennings, erklärte, auch der besonders strittige Ausstieg aus dem Tarifvertrag solle Bestand haben. Jennings äußerte sich nach einer Sitzung des Aufsichtsrats in Essen. Die Gewerkschaft Verdi hatte vor der Zusammenkunft des Gremiums erneut eine Rückkehr zur Tarifbindung gefordert. Zudem müsse Eigner Berggruen investieren und die Warenhäuser modernisieren.| 13.06.2013 22:00 Uhr

Tagebücher Rosenbergs aufgetaucht

Washington: US-Behörden haben nach eigenen Angaben die Tagebücher des Hitler-Vertrauten Rosenberg wiederentdeckt. Die 400 handbeschriebenen Seiten wurden im Bundesstaat Delaware der Öffentlichkeit vorgestellt. Experten bezeichnen Rosenberg als NS-Chefideologen. Seine Tagebücher waren Beweismittel im Kriegsverbrecherprozess 1945 in Nürnberg. Rosenberg wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet. Danach galten die Unterlagen als verschwunden.| 13.06.2013 22:00 Uhr

Wasserstandsvorhersage

Die Wasserstandsvorhersage: Am Freitag werden das Morgen-Hochwasser an der Deutschen Nordseeküste und in Emden 2 bis 4 Dezimeter höher, und das Vormittag-Hochwasser in Bremen und Hamburg etwa einen halben Meter höher als das mittlere Hochwasser eintreten.| 13.06.2013 22:00 Uhr

Wettervorhersage

Das Wetter: Nachts stark bewölkt und zeitweise Regen. Im Verlauf allmählich trockener, in Vorpommern noch bis zum Morgen regnerisch. Tiefstwerte 14 bis 10 Grad. Morgen wechselhaft, vor allem im Norden noch einzelne Regenschauer. Maximal 16 bis 21 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonnabend und Sonntag örtlich kurze Schauer, vereinzelt auch Gewitter, ansonsten überwiegend heiter. Höchstwerte zwischen 16 und 23 Grad.| 13.06.2013 22:00 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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