NDR Info Nachrichtenarchiv
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Berlin: Der Fluthilfe-Fonds von Bund und Ländern wird bis zu acht Milliarden Euro umfassen. Das sagte Kanzlerin Merkel nach einem Treffen mit den 16 Ministerpräsidenten. Die Kosten wollen sich Bund und Länder teilen. Noch offen ist die genaue Ausgestaltung und Finanzierung des Fonds. Dies soll bis zum 5. Juli geklärt sein. Merkel lobte erneut die gute Zusammenarbeit der zahlreichen Einsatzkräfte und freiwilligen Helfer. Deutschland habe in der Katastrophe einmal mehr seine große Stärke gezeigt, im entscheidenden Moment zusammenzustehen. Obwohl die Pegelstände in den Flutgebieten sinken, gibt es noch keine Entwarnung. Durch den anhaltenden Wasserdruck besteht weiterhin die Gefahr von Deichbrüchen.| 13.06.2013 17:45 Uhr
Berlin: Bund und Länder haben sich auf einen Weg geeinigt, um das Gesetz für die Suche nach einem Atommüll-Endlager noch vor der Bundestagswahl verabschieden zu können. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig bestätigte, dass die strittige Frage der Zwischenlagerung von 26 noch erwarteten Castor-Behältern vorerst ausgeklammert wird. Eine Entscheidung soll es nun bis Anfang 2014 geben. Ursprünglich war die definitive Klärung der Zwischenlagerung an das Endlagersuchgesetz geknüpft.| 13.06.2013 17:45 Uhr
Berlin: Die Zuwanderung nach Deutschland hat seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich zugelegt. Nach einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - OECD - kommen besonders viele Menschen aus den Krisenländern. So sei zwischen 2007 und 2011 der Zuzug aus Griechenland um 73 Prozent angestiegen, aus Spanien um knapp 50 Prozent. Auffällig sei allerdings, dass viele offenbar nicht dauerhaft in die Bundesrepublik wollten, heißt es in der Studie weiter. Demnach blieb in den vergangenen Jahren nur jeder zweite Grieche und sogar nur jeder dritte Spanier länger als ein Jahr in Deutschland.| 13.06.2013 17:45 Uhr
Brüssel: Die EU-Kommission will die Sicherheit der Atomkraftwerke in Europa künftig alle sechs Jahre testen lassen. Dabei soll jedes Mal ein anderer Schwerpunkt gesetzt werden. So könnte beispielsweise untersucht werden, wie wirksam der Schutz gegen Hochwasser ist oder ob es genügend Vorkehrungen für den Fall eines Flugzeugabsturzes gibt. Den Gesetzentwurf dafür stellte Energiekommissar Oettinger vor. Die EU-Staaten müssen der Neuregelung zustimmen. Erstmals hatte die Europäische Union die AKW der Mitgliedsländer nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima einem Stresstest unterzogen. Allerdings war die Teilnahme freiwillig. Nun sollen die Tests verpflichtend werden.| 13.06.2013 17:45 Uhr
Athen: Mit Streiks in vielen Teilen Griechenlands haben Beschäftigte gegen das Aus für den staatlichen Fernseh- und Rundfunk-Sender ERT protestiert. In der Hauptstadt Athen standen Züge und Busse still. Öffentliche Einrichtungen blieben geschlossen. In Krankenhäusern gab es lediglich einen Notdienst. Tausende Demonstranten versammelten sich vor dem Zentralgebäude des Staatsrundfunks und bekundeten ihre Solidarität mit den ERT-Mitarbeitern. Die Regierung von Ministerpräsident Samaras hatte vorgestern überraschend den Sender abschalten lassen. Alle 2.700 Beschäftigten verloren ihre Arbeitsplätze. Samaras begründete den Schritt mit der schlechten Wirtschaftslage und den Sparzwängen.| 13.06.2013 17:45 Uhr