NDR Info Nachrichten vom 13.06.2013:

Vorsichtige Entspannung an der Elbe

Hitzacker: In den norddeutschen Hochwassergebieten entlang der Elbe zeichnet sich eine langsame Entspannung der Lage ab. Wie der Landkreis Lüchow-Dannenberg mitteilte, sinken die Pegelstände in Hitzacker, Schnackenburg und Neu Darchau. Auch im schleswig-holsteinischen Lauenburg und in Dömitz in Mecklenburg-Vorpommern gehen die Wassermassen leicht zurück. Entwarnung geben die Katastrophenlhelfer aber noch nicht, weil viele Deiche aufgeweicht sind. Sie drohen zu brechen. Ähnlich stellt sich die Lage in Sachsen-Anhalt dar. Am Nachmittag berät Kanzlerin Merkel in Berlin mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen. Mecklenburg-Vorpommernes Regierungschef Sellering sprach sich auf NDR Info für einen Fluthilfefonds aus. Bei der Finanzierung sei vor allem der Bund gefragt. Allerdings sollten auch die Länder einen Beitrag leisten, so der SPD-Politiker. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff brachte eine Anhebung des Solidaritäts-Zuschlags ins Gespräch.| 13.06.2013 10:45 Uhr

Atommüll-Endlager-Gesetz droht zu scheitern

Berlin: Bei dem Treffen von Bundeskanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten geht es auch um das geplante Gesetz für die Suche nach einem Atommüll-Endlager. Das Vorhaben droht zu scheitern, weil bislang unklar ist, wo der Atommüll zwischengelagert wird, den Deutschland in den nächsten Jahren aus den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield zurücknehmen muss. Bislang haben nur die Regierungen von Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg angeboten, einen Teil der 26 Castor-Behälter zwischenzulagern. Sie bestehen aber auf der Beteiligung eines dritten Bundeslandes. Niedersachsens Ministerpräsident Weil lehnte weitere Transporte in sein Land -etwa in das Atomkraftwerk Unterweser- ab. Auch aus den unions-geführten Ländern Bayern und Hessen kommt Widerstand.| 13.06.2013 10:45 Uhr

Erdogan macht erste Zugeständnisse

Ankara: Die türkische Regierung erwägt einen Volksentscheid über das umstrittene Bauprojekt im Istanbuler Gezi-Park. Ministerpräsident Erdogan sei dazu bereit, sagte ein Sprecher seiner konservativen Partei. Zuvor hatte sich der Regierungschef mit Vertretern der Protestbewegung getroffen. Die Räumung eines Camps im Gezi-Park war der Auslöser für die landesweiten Demonstrationen gegen die Politik Erdogans. Auch gestern abend versammelten sich wieder Hunderte Menschen auf dem Taksim-Platz in Istanbul. Hier blieb es ruhig. Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei wurden dagegen aus der Hauptstadt Ankara gemeldet.| 13.06.2013 10:45 Uhr

Solidaritätsstreik in Griechenland

Athen: In Griechenland sind zahlreiche Beschäftigte aus Protest gegen die Schließung des staatlichen Rundfunks ERT in den Streik getreten. Dies betrifft vor allem die öffentliche Verwaltung und den Verkehrssektor. Ministerien bleiben geschlossen, in Athen streiken die Busfahrer. Auch die Eisenbahner legten die Arbeit für 24 Stunden nieder. Die Fluglotsen wollen sich am Nachmittag an der Solidaritätsaktion beteiligen. Die Programme des Staatssenders hatten am Dienstag-Abend ihren Betrieb einstellen müssen. Das griechische Finanzministerium begründete dies mit Sparzwängen.| 13.06.2013 10:45 Uhr

Schwierige Sanierung bei Karstadt

Essen: Die Dienstleistungs-Gewerkschaft Ver.di hat weitere Investitionen für den angeschlagenen Warenhaus-Konzern Karstadt gefordert. Eigentümer Berggruen müsse mehr Geld zur Verfügung stellen, sagte eine Gewerkschafts-Funktionärin vor der heutigen Aufsichtsratssitzung. Zudem solle Berggruen die Tarifflucht des Betriebs zurücknehmen. Karstadt ist aus dem Flächentarifvertrag ausgestiegen, um Gehaltserhöhungen zu vermeiden. Bei der Aufsichtsrats-Sitzung geht es auch um den Wechsel an der Spitze des Konzerns. Der bisherige Chef Andrew Jennings soll Ende des Jahres gehen.| 13.06.2013 10:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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