NDR Info Nachrichtenarchiv
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Hitzacker: In den norddeutschen Hochwassergebieten entlang der Elbe zeichnet sich eine langsame Entspannung der Lage ab. Wie der Landkreis Lüchow-Dannenberg mitteilte, sinken die Pegelstände in Hitzacker, Schnackenburg und Neu Darchau. Auch im schleswig-holsteinischen Lauenburg und in Dömitz in Mecklenburg-Vorpommern gehen die Wassermassen leicht zurück. Entwarnung geben die Katastrophenlhelfer aber noch nicht, weil viele Deiche aufgeweicht sind. Sie drohen zu brechen. Ähnlich stellt sich die Lage in Sachsen-Anhalt dar. Am Nachmittag berät Kanzlerin Merkel in Berlin mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen. Mecklenburg-Vorpommernes Regierungschef Sellering sprach sich auf NDR Info für einen Fluthilfefonds aus. Bei der Finanzierung sei vor allem der Bund gefragt. Allerdings sollten auch die Länder einen Beitrag leisten, so der SPD-Politiker. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff brachte eine Anhebung des Solidaritäts-Zuschlags ins Gespräch.| 13.06.2013 09:45 Uhr
Ankara: Die türkische Regierung erwägt einen Volksentscheid über das umstrittene Bauprojekt im Istanbuler Gezi-Park. Ministerpräsident Erdogan sei dazu bereit, sagte ein Sprecher seiner konservativen Partei. Zuvor hatte sich der Regierungschef mit Vertretern der Protestbewegung getroffen. Die Räumung eines Camps im Gezi-Park war der Auslöser für die landesweiten Demonstrationen gegen die Politik Erdogans. Auch gestern abend versammelten sich wieder Hunderte Menschen auf dem Taksim-Platz in Istanbul. Hier blieb es ruhig. Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei wurden dagegen aus der Hauptstadt Ankara gemeldet.| 13.06.2013 09:45 Uhr
Tunis: In Tunesien sind drei Aktivistinnen der Frauenrechts-Bewegung "Femen" zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Die Deutsche aus Hamburg und zwei Französinnen müssen für vier Monate in Haft. Das zuständige Gericht bewertete eine Protestaktion der Frauen mit freiem Oberkörper als unsittliches Verhalten und damit als Straftat. Die Angeklagten hatten für die Freilassung einer 18-jährigen "Femen-Aktivistin" demonstriert. Die junge Frau sitzt seit zwei Wochen im Gefängnis, weil sie gegen eine Salafisten-Versammlung protestiert hatte.| 13.06.2013 09:45 Uhr
Athen: In Griechenland sind zahlreiche Beschäftigte aus Protest gegen die Schließung des staatlichen Rundfunks ERT in den Streik getreten. Dies betrifft vor allem die öffentliche Verwaltung und den Verkehrssektor. Ministerien bleiben geschlossen, in Athen streiken die Busfahrer. Auch die Eisenbahner legten die Arbeit für 24 Stunden nieder. Die Fluglotsen wollen sich am Nachmittag an der Solidaritätsaktion beteiligen. Die Programme des Staatssenders hatten am Dienstag-Abend ihren Betrieb einstellen müssen. Das griechische Finanzministerium begründete dies mit Sparzwängen.| 13.06.2013 09:45 Uhr
Essen: Die Dienstleistungs-Gewerkschaft Ver.di hat weitere Investitionen für den angeschlagenen Warenhaus-Konzern Karstadt gefordert. Eigentümer Berggruen müsse mehr Geld zur Verfügung stellen, sagte eine Gewerkschafts-Funktionärin vor der heutigen Aufsichtsratssitzung. Zudem solle Berggruen die Tarifflucht des Betriebs zurücknehmen. Karstadt ist aus dem Flächentarifvertrag ausgestiegen, um Gehaltserhöhungen zu vermeiden. Bei der Aufsichtsrats-Sitzung geht es auch um den Wechsel an der Spitze des Konzerns. Der bisherige Chef Andrew Jennings soll Ende des Jahres gehen.| 13.06.2013 09:45 Uhr