NDR Info Nachrichtenarchiv
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Hitzacker: In den norddeutschen Hochwassergebieten bleibt die Lage angespannt. Zwar stagnieren oder fallen die Pegelstände in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Sorge bereitet den Einsatzkräften aber weiterhin, ob die aufgeweichten Deiche dem hohen Wasserdruck standhalten. Weiterhin dramatisch ist die Lage in Teilen von Sachsen-Anhalt. Der Deichbruch in Fischbeck bei Stendal konnte bisher nicht geschlossen werden. Die Strömung riss die von Bundeswehr- Hubschraubern abgeworfenen Sandsäcke mit. Insgesamt waren rund 8000 Menschen im Landkreis aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen. Die vom Hochwasser geschädigten Menschen können nach den Worten von Bundeskanzlerin Merkel mit großer staatlicher Unterstützung rechnen. Man habe keine Obergrenze gezogen, bekräftigte Merkel bei einem Besuch im schleswig-holsteinischen Lauenburg. Morgen will die Kanzlerin gemeinsam mit allen 16 Ministerpräsidenten über die Fluthilfe beraten.| 12.06.2013 23:00 Uhr
Ankara: Der türkische Ministerpräsident Erdogan ist erstmals mit Vertretern der gesellschaftlichen Kräfte zu einem Gespräch zusammengekommen. Erdogan empfing die von ihm ausgewählten elf Teilnehmer am Hauptsitz seiner Partei AKP. Anschließend brachte ein Sprecher ein Referendum über die Bebauung des Istanbuler Gezi-Parks ins Gespräch. An den Plänen hatten sich die landesweiten Demonstrationen vor knapp zwei Wochen ursprünglich entzündet. Inzwischen haben sich die Proteste aber zu einer Bewegung gegen die Politik von Erdogan ausgeweitet. Auf dem Istanbuler Taksim-Platz und im angrenzenden Gezi-Park versammelten sich am Abend erneut tausende Menschen. Augenzeugen berichten, die Polizei habe mit Wasserwerfern Stellung bezogen. Erdogan steht wegen der Niederschlagung der regierungskritischen Proteste international in der Kritik. Außenminister Westerwelle sagte, Grundrechte wie die Meinungs- und Versammlungsfreiheit müssten gewährleistet sein.| 12.06.2013 23:00 Uhr
Karlsruhe: Vor dem Bundesverfassungsgericht ist die Anhörung zur Euro-Rettungspolitik der Europäischen Zentralbank zu Ende gegangen. Am zweiten Tag brachten Gegner und Befürworter nochmals ihre Argumente vor. Bundesbankpräsident Weidmann sprach sich für eine Beschränkung des geldpolitischen Mandats der EZB aus. Der bisherige Freiraum führe zu Glaubwürdigkeits-Problemen und Stabilitäts-Risiken. Das Direktoriumsmitglied der EZB, Asmussen, bezeichnete den Kauf von Staatsanleihen dagegen als ein normales Instrumentarium, das es auch in Zukunft geben müsse. Die Karlsruher Richter müssen nun entscheiden, ob die Europäische Zentralbank mit ihrem Programm zum Kauf von Staatsanleihen ihre Kompetenzen überschritten hat. Mit einem Urteil wird im Herbst gerechnet.| 12.06.2013 23:00 Uhr
Washington: Der US-Geheimdienst NSA hat die Rechtmäßigkeit seiner umstrittenen Überwachungsprogramme verteidigt. Diese seien strikten Richtlinien unterworfen und stünden unter Aufsicht, sagte NSA-Chef Alexander bei einer Anhörung im Kongress. Man operiere in einer Weise, die sicherstelle, dass das Vertrauen der amerikanischen Bevölkerung nicht missbraucht werde. Mehrere Zeitungen hatten in der vergangenen Woche über ein Spähprogramm berichtet, mit dem der US-Geheimdienst Internetnutzer überwachen kann. Einem Informanten zufolge greift die Behörde direkt auf die Server großer Internetfirmen wie Google oder Facebook zu.| 12.06.2013 23:00 Uhr
Tunis: In Tunesien sind drei Aktivistinnen der Frauenrechts-Bewegung "Femen" zu vier Monaten Haft verurteilt worden. Das zuständige Gericht bewertete eine Protestaktion der Frauen mit freiem Oberkörper als unsittliches Verhalten und damit als Straftat. Die Deutsche und zwei Französinnen hatten für die Freilassung einer 18-jährigen "Femen-Aktivistin" demonstriert. Die junge Frau sitzt seit zwei Wochen im Gefängnis, weil sie gegen eine Salafisten-Versammlung protestiert hatte.| 12.06.2013 23:00 Uhr
Zum Sport: Die deutschen Fußball-Junioren haben sich mit einem Sieg von der U21-Europameisterschaft in Israel verabschiedet. Das Team von DFB-Trainer Rainer Adrion gewann in Netanya sein letztes Gruppenspiel gegen Russland mit 2:1. Durch zwei vorangegangene Niederlagen hatte die U21-Nationalmannschaft allerdings zuvor ihre Halbfinalchance verspielt. Den deutschen Handballern droht das erstmalige Verpassen einer Europameisterschaft. Das Team verlor gegen Montenegro mit 25:27 und kann das Turnier im kommenden Januar in Dänemark nicht mehr aus eigener Kraft erreichen. Im letzten Qualifikationsspiel braucht die DHB-Auswahl einen Sieg gegen Israel und muss darauf hoffen, dass Montenegro in Tschechien gewinnt. In der Basketball-Bundesliga haben die EWE Baskets Oldenburg auch ihr zweites Play-Off-Finalspiel verloren. Die Niedersachsen verloren gegen Bamberg mit 61 zu 63.| 12.06.2013 23:00 Uhr
Das Wetter: Nachts von Westen her aufkommende Wolken und Regen, ganz im Osten noch trocken. Tiefstwerte 17 bis 13 Grad. Morgen viele Wolken und zeitweise Regen, vereinzelt auch Gewitter, bei maximal 17 bis 25 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Freitag nach Osten ziehende Schauer, von Westen her freundlicher, 16 bis 20 Grad. Am Wochenende Wechsel von Sonne und Wolken, dabei Schauer, vereinzelt auch Gewitter, 16 bis 23 Grad.| 12.06.2013 23:00 Uhr