NDR Info Nachrichtenarchiv
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Berlin: Bundeskanzlerin Merkel hat den türkischen Regierungschef Erdogan zum Gespräch mit der Opposition aufgerufen. Ein Sprecher der Kanzlerin sagte, nur dies könne die Lage dauerhaft entspannen. Bundesaußenminister Westerwelle erklärte, Versammlungs- und Meinungsfreiheit seien demokratische Grundrechte und müssten respektiert werden. Auch Bundespräsident Gauck äusserte sich besorgt. Nach einem Telefonat mit dem türkischen Staatschef Gül sagte Gauck, jetzt seien Dialog und Besonnenheit gefragt. In der Türkei gibt es seit zwei Wochen landesweit Proteste von Regierungskritikern. Erst in der vergangenen Nacht kam es in Istanbul und Ankara wieder zu Ausschreitungen.| 12.06.2013 15:15 Uhr
Lauenburg: Bundeskanzlerin Merkel besucht heute die norddeutschen Hochwassergebiete. Gemeinsam mit Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig informierte sich Merkel zunächst in Lauenburg über die aktuelle Situation und die Arbeit der Einsatzkräfte. In der Kleinstadt hatte die Elbe gestern Abend mit 9 Metern 63 vermutlich den Höchststand erreicht. Das Wasser soll aber voraussichtlich noch bis Anfang kommender Woche auf hohem Niveau bleiben. Am Nachmittag reist die Kanzlerin weiter nach Hitzacker in Niedersachsen. Auch dort ist das Hochwasser in den vergangenen Stunden nicht mehr gestiegen. In Teilen Mecklenburg-Vorpommerns sinken die Pegelstände inzwischen etwas. Morgen will Merkel bei einem Treffen mit den 16 Regierungschefs der Bundesländer über die Fluthilfe sprechen.| 12.06.2013 15:15 Uhr
Bonn: Nach heftiger Kritik schwächt die Telekom ihre Pläne für eine Tempobremse bei der Nutzung von Internetanschlüssen deutlich ab. Der Konzern kündigte an, dass die Geschwindigkeit von DSL-Verbindungen nur noch auf zwei Megabit in der Sekunde sinken soll, wenn ein bestimmtes Datenvolumen überschritten ist. Ursprünglich hatte die Telekom vor, das Tempo auf 384 Kilobit pro Sekunde herunterzufahren. Kritiker stufen die Änderung als ein rein taktisches Zugeständnis ein.| 12.06.2013 15:15 Uhr
Straßburg: Nach jahrelangem Streit hat die Europäische Union nun einheitliche Standards für die Aufnahme von Asylbewerbern. Das EU-Parlament stimmte heute für ein entsprechendes Gesetz. In Zukunft sollen Asylverfahren schneller und fairer bearbeitet werden. Die Neuregelung tritt demnach im zweiten Halbjahr 2015 in Kraft. Für Deutschland ändert sich kaum etwas. Anders sieht es in Griechenland aus. Dort ist der Zustrom von Flüchtlingen besonders stark. In den Staaten der EU waren im vergangenen Jahr gut 330.000 Aslybewerber registriert.| 12.06.2013 15:15 Uhr
Berlin: Der Untersuchungsausschuss zur Euro-Hawk-Affäre kommt Ende des Monats. Darauf haben sich die Bundestagsfraktionen von SPD, Grünen und Linken geeinigt. Der Antrag werde in der letzten Sitzungswoche des Parlaments vor der Sommerpause gestellt, teilte der SPD-Politiker Oppermann mit. Der Ausschuss soll aus Sicht der Opposition vor allem klären, wann Verteidigungsminister de Maiziere vom Scheitern des Euro-Hawk-Projekts erfahren hat.| 12.06.2013 15:15 Uhr
Bremerhaven: Das Ozonloch über der Antarktis wird nach neuesten Messungen immer kleiner. Die Lücke schließe sich, teilte das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven mit. Anzeichen für einen Heilungsprozess gebe es schon seit einigen Jahren. Als Grund für die verbesserten Ozonwerte nannten die Forscher das weltweite Verbot von Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffen.| 12.06.2013 15:15 Uhr
Zur Börse: Der Dax fällt um 0,1 Prozent auf 8.216. Der Euro wird mit einem Dollar 32 87 gehandelt.| 12.06.2013 15:15 Uhr