NDR Info Nachrichtenarchiv
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Lauenburg: In der schleswig-holsteinischen Stadt wird heute der Höchststand der Elbe erwartet. Prognosen zufolge wird er bei rund 9 Metern 60 liegen. Sorge bereiten die jahrhundertealten Häuser in der Altstadt. Das Hochwasser der Elbe könne die Standhaftigkeit der Gebäude beeinträchtigen, sagte ein Sprecher des Krisenstabs im Kreis Herzogtum Lauenburg. In Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern ist die Spitze des Hochwassers bereits erreicht worden. Experten gehen aber davon aus, dass das Elbwasser noch länger auf die Dämme drücken wird. Wie lange die Deiche dieser Belastung standhalten können, ist unklar. Das Gebiet um Dömitz und Boizenburg im Landkreis Ludwigslust-Parchim wurde gestern Nachmittag zur Sperrzone erklärt, damit Einsatzkräfte im Notfall schnell handeln können.| 12.06.2013 05:30 Uhr
Wittenberge: In der Prignitz in Brandenburg ist die Hochwasserlage weiter ernst. In der Nacht stand die Elbe in Wittenberge immer noch bei 7 Metern 65. Normal sind knapp 2 Meter 80. Unklar ist, wann und wie schnell das Wasser abfließen wird. In der Elbe-Niederung bei Stendal in Sachsen-Anhalt ist es Bundeswehr und Technischem Hilfswerk noch immer nicht gelungen, einen Deich wieder instand zu setzen. Er war in der Nacht zum Montag gebrochen. Noch immer stehen etwa 1.000 Quadratkilometer Land unter Wasser. Der Zugverkehr zwischen Berlin und Hannover ist nach einer Brückensperrung unterbrochen. ICE-Züge werden umgeleitet; es kommt zu Verspätungen.| 12.06.2013 05:30 Uhr
Berlin: Bundeskanzlerin Merkel wird heute Hochwassergebiete in Schleswig-Holsterin und Niedersachsen besuchen. Gemeinsam mit den Ministerpräsidenten Albig und Weil wird sie sich in Lauenburg und Hitzacker über die Hochwasserlage und die Arbeit der Einsatzkräfte informieren. Auch die Justizminister von Bund und Ländern werden sich heute mit den Schäden des Hochwassers beschäftigen. Bei einer Tagung im Saarland geht es unter anderem um den Versicherungsschutz in hochwassergefährdeten Gebieten. Für morgen ist ein Treffen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder geplant. Im Mittelpunkt steht hier die Koordination der Hilfszahlungen für die Hochwasseropfer. Schätzungen zufolge könnten die Kosten der Schäden rund zwölf Milliarden Euro betragen.| 12.06.2013 05:30 Uhr
Das Wetter: Es ist nur wenig bewölkt und trocken bei Temperaturen zwischen 13 und 6 Grad. Tagsüber viel Sonne, Höchstwerte 18 Grad auf Rügen bis 25 Grad im Raum Hannover. Das waren aktuelle Informationen aus den Hochwassergebieten.| 12.06.2013 05:30 Uhr