NDR Info Nachrichten vom 12.06.2013:

Merkel besucht Hochwassergebiete

Lauenburg: Bundeskanzlerin Merkel wird heute in den Hochwassergebieten in Norddeutschland erwartet. Gemeinsam mit den Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein und Niedersachsen, Albig und Weil, will sie sich in Lauenburg und Hitzacker über die Lage und die Arbeit der Einsatzkräfte informieren. Die Elbe hat in den meisten Hochwassergebieten im Norden ihren Höhepunkt inzwischen erreicht. Nach Angaben der Behörden haben sich die Pegelstände in den vergangenen Stunden kaum noch verändert. Von einer Entwarnung kann aber noch keine Rede sein, weil das Wasser den Prognosen zufolge nur langsam sinken und damit noch länger gegen die Deiche drücken wird. In Sachsen-Anhalt und Brandenburg sinken die Pegelstände inzwischen wieder leicht. Aber auch hier ist noch keine Entwarnung in Sicht. In der Elbe-Niederung bei Stendal wollen Helfer von Bundeswehr und Technischem Hilfswerk heute erneut versuchen, einen Deich wieder instand zu setzen. Er war in der Nacht zum Montag gebrochen. Mehrere Dörfer wurden überflutet.| 12.06.2013 03:00 Uhr

Einsatz gegen Demonstranten in Istanbul

Istanbul: Nach zehn Tagen friedlicher Proteste in der türkischen Stadt ist die Lage auf dem zentralen Taksim-Platz am Abend eskaliert. Die Polizei ging massiv mit Wasserwerfern und Tränengas gegen zehntausende Demonstranten vor, die sich auf dem Platz versammelt hatten, und trieben sie auseinander. Nach Angaben des Gouverneurs von Istanbul, Mutlu, wurden dabei mindestens 30 Menschen verletzt. Auch in den benachbarten Gezi-Park drang die Polizei ein, obwohl die Behörden zuvor versichert hatten, das dortige Protestlager nicht zu räumen. Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten wurden auch aus der türkischen Hauptstadt Ankara gemeldet.| 12.06.2013 03:00 Uhr

Widerstand gegen Daten-Klau in den USA

Washington: In der Geheimdienst-Affäre in den USA formiert sich ein immer größerer Widerstand gegen den Daten-Klau im Namen der Sicherheit. Der Internetkonzern Google kündigte an, künftig die Anfragen von US-Geheimdiensten zu veröffentlichen. Das Unternehmen will so dem Verdacht entgegentreten, man gewähre den Behörden uneingeschränkten Zugang zu seinen Systemen. Der Entwickler des Internet-Browsers Firefox, "Mozilla", startete gemeinsam mit Bürgerrechtlern eine Kampagne mit dem Titel "Hört auf, uns zu beobachten!" In einem Schreiben an den US-Kongress heißt es, das pauschale Sammeln von Daten kratze an den amerikanischen Grundwerten von Freiheit und Privatsphäre. Vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass US-Geheimdienste systematisch private E-Mails und Telefonate ausspähen. Betroffene Unternehmen wie Facebook, Google und Apple wiesen die Berichte zurück.| 12.06.2013 03:00 Uhr

ILO warnt vor Kinderarbeit in Haushalten

Genf: Die Internationale Arbeitsorganisation ILO warnt vor einer Ausbeutung von Kindern in Haushalten. Weltweit müssten 10,5 Millionen Kinder unter gefährlichen oder gar sklavenähnlichen Bedingungen als Hausangestellte arbeiten, teilte die ILO mit. Die Betroffenen befänden sich meist in starker Abhängigkeit vom Arbeitgeber, weil sie isoliert von ihren Familien seien. Das mache sie äußerst verwundbar für ausbeuterische Arbeitsbedingungen. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Löning, nannte die Zahl erschreckend. Er rief zu größeren Anstrengungen auf, um Kindern ein kindgerechtes Leben zu ermöglichen.| 12.06.2013 03:00 Uhr

Griechenland schließt staatlichen Rundfunk

Athen: In Griechenland ist der staatliche Rundfunk abgeschaltet worden. Die Fernseh- und Radioprogramme des Unternehmens ERT können seit dem späten Abend nicht mehr empfangen werden. Die griechische Regierung hatte das Ende des staatlichen Rundfunks zuvor mit den Auflagen des Sparprogramms begründet. In den nächsten Monaten soll ein neues Konzept für einen wesentlich kleineren Fernseh- und Radiosender erarbeitet werden. Mit dem Aus geht eine 75-jährige Ära in der Medienlandschaft Griechenlands zu Ende. Das erste staatliche Rundfunkprogramm war im Jahr 1938 ausgestrahlt worden.| 12.06.2013 03:00 Uhr

Amerikaner erhält "Buxtehuder Bullen"

Buxtehude: Der Jugendbuchpreis "Buxtehuder Bulle" geht in diesem Jahr an den amerikanischen Schriftsteller John Green. Der 35-Jährige erhält den mit 5.000 Euro dotierten Preis für seinen Roman "Das Schicksal ist ein mieser Verräter". Das Buch erzählt von der Liebe zweier Jugendlicher im Schatten einer schweren Krankheit. Insgesamt gingen 70 Titel ins Rennen um den renommierten Preis.| 12.06.2013 03:00 Uhr

Nord-West-Wetter

Das Wetter: Es ist locker oder gering bewölkt und trocken. Tiefstwerte 13 Grad am Niederrhein bis 6 Grad in der Holsteinischen Schweiz. Tagsüber viel Sonne, von Westen her aufziehende Wolken und westlich der Weser sowie in Nordrhein-Westfalen am Nachmittag vereinzelt etwas Regen möglich, sonst trocken. Höchstwerte 18 Grad auf Rügen bis 25 Grad im Raum Hannover. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag dichte Wolken, von Westen her Regen, örtlich auch Gewitter bei maximal 18 bis 25 Grad. Am Freitag nach Osten ziehende Schauer, von Westen her zunehmend freundlich, 17 bis 21 Grad.| 12.06.2013 03:00 Uhr

Meldungsarchiv
Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

NDR Info Nachrichtenarchiv

Alle NDR Info Nachrichten zum Nachlesen. mehr