NDR Info Nachrichtenarchiv
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Dömitz: In Norddeutschland bleibt die Lage in den Hochwassergebieten angespannt. Auch wenn in Mecklenburg-Vorpommern und zunehmend in Niedersachsen die Pegelstände stagnieren, kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Das Wasser wird noch lange auf hohem Niveau bleiben und entsprechend gegen die Deiche drücken. Damit wächst die Gefahr von Lecks, Rissen oder Deichbrüchen. Die Landesregierung in Hannover kündigte für die Flutopfer vierzig Millionen Euro Soforthilfe an, die Hälfte davon sind Bundesmittel. In Schleswig-Holstein wird es eine Million Euro geben, auf die sofort zugegriffen werden kann. Dort steigt in Lauenburg der Pegelstand der Elbe immer noch an, wenn auch nur noch langsam. Bundeskanzlerin Merkel will sich morgen in Hitzacker und Lauenburg ein Bild von der Lage machen.| 11.06.2013 19:15 Uhr
Karlsruhe: Das Bundesverfassungsgericht verhandelt seit heute über die Frage, ob die Europäische Zentralbank bei der Euro-Rettung ihre Kompetenzen überschritten hat. Dabei geht es um die Ankündigung der Bank, notfalls unbegrenzt Staatsanleihen hoch verschuldeter Krisenländer zu kaufen, um die gemeinsame Währung zu stützen. Mehrere Kläger monieren, die EZB bürde Deutschland und anderen Euro-Staaten unabsehbare Risiken auf. Sie sehen die im Grundgesetz verankerte Haushaltshoheit des Bundestages verletzt. Dem widersprach Bundesfinanzminister Schäuble. Er sagte in der Anhörung, es gebe keine Anzeichen dafür, dass die Europäische Zentralbank ihr Mandat verletzt habe.| 11.06.2013 19:15 Uhr
Istanbul: In der türkischen Stadt haben sich am Abend tausende Demonstranten auf den Weg zum symbolträchtigen Taksim-Platz gemacht. Sie folgten einem Aufruf der Taksim-Plattform, die das gewaltsame Vorgehen der Polizei gegen die Protestierenden kritisiert. Am Nachmittag hatten die Beamten den Platz geräumt. Dabei setzten sie Wasserwerfer und Tränengas gegen die Demonstranten ein. Seit fast zwei Wochen gehen in mehreren türkischen Städten tausende Menschen gegen die Politik von Ministerpräsident Erdogan auf die Straße. Morgen will sich Erdogan erstmals mit Vertretern der Regierungskritiker zu einem Gespräch treffen.| 11.06.2013 19:15 Uhr
Moskau: Wer in Russland in Anwesenheit von Kindern über Homosexualität spricht, riskiert künftig hohe Geldstrafen. Ein entsprechendes Gesetz hat die Staatsduma heute auf den Weg gebracht. Das Parlament nahm die umstrittene Novelle für ein landesweites Verbot sogenannter "Homosexuellen Propaganda" bei einer Enthaltung an. Gegenstimmen gab es nicht. Als Höchststrafe drohen danach künftig bis zu 25.000 Euro Geldbuße. Medien, die über Homosexualität berichten, können für drei Monate geschlossen, Journalisten des Landes verwiesen werden. Bürgerrechtler kritisierten das Gesetz. Es schüre den Hass gegen Schwule, Lesben und Transsexuelle.| 11.06.2013 19:15 Uhr
Berlin: Menschen über 65 Jahre bekommen nach Erkenntnissen der Krankenkasse Barmer-GEK häufig zu viele Medikamente gleichzeitig verordnet. Laut Arzneimittel-Report der Kasse nimmt jeder dritte Ältere mehr als fünf Medikamente täglich ein. Dies wird darauf zurückgeführt, dass sich unterschiedliche Ärzte zu wenig abstimmen. Die Autoren des Berichts weisen darauf hin, dass zu viele verschiedene Wirkstoffe zu Unverträglichkeiten führen.| 11.06.2013 19:15 Uhr