NDR Info Nachrichtenarchiv
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Bleckede: Die Einsatzkräfte in den norddeutschen Hochwasser-Gebieten werden sich trotz der zunehmend stagnierenden oder schon sinkenden Elbfluten vorerst nicht entspannen können. Zu stark drückt das Wasser auch in nächster Zeit noch mit enormem Druck gegen die Deiche. Größere Schäden blieben bisher aber aus. In Bleckede in Niedersachsen werden aber immer noch Evakuierungen für möglich gehalten. In Mecklenburg-Vorpommern ist weiterhin von einer hochgradigen Gefahrensituation die Rede. In Lauenburg in Schleswig-Holstein stieg das Wasser am Nachmittag kaum noch. Die Lage ist angespannt. Jedoch schöpfen die Einsatzmannschaften vorsichtig Hoffnung, dass der Scheitel der Elbfluten jetzt erreicht sein könnte. Bischöfin Fehrs bescheinigte bei einem Besuch in Lauenburg den Helfer, Übermenschliches geleistet zu haben Am Donnerstag wollen die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrem Treffen über ein umfangreiches Hilfspaket zur Bewältigung der Flutschäden beraten.| 11.06.2013 17:45 Uhr
Istanbul: Die türkische Polizei hat den symbolträchtigen Taksim-Platz im Zentrum der Metropole gewaltsam geräumt. Die Beamten setzten Tränengas, Gummigeschosse und Wasserwerfer gegen Demonstranten ein. Ministerpräsident Erdogan dankte den Polizisten für ihren Einsatz und erklärte, das Ende der Toleranz sei erreicht. Die Protestbewegung rief für den Abend zu einer neuen Kundgebung im Istanbuler Gezi-Park auf. Dort hatten die Demonstrationen gegen Erdogan vor knapp zwei Wochen ihren Ausgang genommen.| 11.06.2013 17:45 Uhr
Karlsruhe: Das Bundesverfassungsgericht verhandelt seit heute über die Frage, ob die Europäische Zentralbank bei der Euro-Rettung ihre Kompetenzen überschritten hat. Dabei geht es um die Ankündigung der Bank, notfalls unbegrenzt Staatsanleihen hoch verschuldeter Krisenländer zu kaufen, um die gemeinsame Währung zu stützen. Mehrere Kläger monieren, die EZB bürde Deutschland und anderen Euro-Staaten unabsehbare Risiken auf. Sie sehen die im Grundgesetz verankerte Haushaltshoheit des Bundestages verletzt. Dem widersprach Bundesfinanzminister Schäuble. Er sagte in der Anhörung, es gebe keine Anzeichen dafür, dass die Europäische Zentralbank ihr Mandat verletzt habe.| 11.06.2013 17:45 Uhr
Kabul: In der afghanischen Hauptstadt hat es einen schweren Anschlag gegeben. Ein Selbstmordattentäter steuerte sein mit Sprengstoff präpariertes Auto in einen Bus, der vor dem Obersten Gerichtshof parkte. Mindestens 14 Menschen, überwiegend Justizangestellte, kamen ums Leben. Weitere 38 wurden nach Angaben des afghanischen Innenministeriums verletzt. Erst gestern hatten Talibankämpfer in Kabul den internationalen Flughafen ins Visier genommen und sich ein Feuergefecht mit den Sicherheitskräften geliefert. Alle sieben Angreifer kamen ums Leben.| 11.06.2013 17:45 Uhr
Aurich: Das Amtsgericht hat einen 19-Jährigen wegen Aufrufs zur Selbstjustiz zu zwei Wochen Jugend-Arrest verurteilt. Hintergrund ist der Mord an der 11-jährigen Lena im März vergangenen Jahres. Nach der Festnahme eines vermeintlich Tatverdächtigen hatte der Angeklagte auf Facebook dazu aufgerufen, die Polizeiwache zu stürmen und den Mann anzugreifen. Das Gericht wertete dies als öffentlichen Aufruf zu einer Straftat. Allerdings konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden, ob die Menschenmenge, die sich damals vor der Polizeiwache versammelt hatte, dem Aufruf des 19-jährigen gefolgt war, oder ob es sich um Schaulustige handelte.| 11.06.2013 17:45 Uhr