NDR Info Nachrichten vom 11.06.2013:

Hochwasser - Vorsichtiges Aufatmen im Norden

Hitzacker: In den Hochwassergebieten Mecklenburg-Vorpommerns und Niedersachsens geht die Elblflut langsam zurück. Gleichwohl stehen die Deiche weiterhin unter einem enormen Druck der Wassermassen. Vorerst bleibt die Frage, ob sie standhalten können. Auch in Lauenburg in Schleswig-Holstein bleibt die Lage angespannt. Dort stieg der Pegelstand auch in den vergangenen Stunden noch. Schon am Montag hatten etwa 400 Bewohner der Altstadt das bedrohte Gebiet verlassen müssen. Unter Politikern läuft derweil die Debatte, wie die Milliarden-Schäden und der Ausbau des Hochwasserschutzes finanziert werden können. Wirtschaftsminister Rösler tritt dafür ein, die Flutopfer mit Pauschalzahlungen aus einem Hilfsfonds zu unterstützen. Bund und Länder sollten gleichermaßen in den Topf einzahlen, sagte er. Wieviel Geld aus dem Fonds an die Betroffenen fließen könnte, ließ Rösler offen.| 11.06.2013 15:15 Uhr

Hotline für Hochwasseropfer

Berlin: Das Bundesverbraucherministerium richtet eine zentrale Hotline für Hochwasser-Opfer ein. Von morgen an können Betroffene sich über die gebührenfreie Telefonverbindung von Experten der Verbraucherzentralen beraten lassen. Außer am Wochenende stehen die Fachleute in der Zeit zwischen 9 und 16 Uhr bereit, um insbesondere vertrags- und versicherungsrechtliche Fragen zu beantworten. Die zentrale Hotline für Hochwasser-Opfer hat die Telefonnummer 0800 100 3711.| 11.06.2013 15:15 Uhr

Gefahr von Islamisten und Rechten

Berlin: Der Verfassungsschutz stuft den islamistischen Terrorismus als eine der größten Gefahren für die innere Sicherheit Deutschlands ein. Die Bundesrepublik zähle nach wie vor zu den Anschlagzielen, sagte Verfassungsschutzpräsident Maaßen, der den Jahresbericht seiner Behörde vorstellte. Danach gelten rund eintausend Menschen aus der islamistischen Szene als gefährlich. Einige von ihnen werden rund um die Uhr bewacht. Eine Gefahr stellt nach wie vor auch der Rechtsterrorismus dar. Nach Angaben von Bundesinnenminister Friedrich haben rechtsextreme Gruppen zwar nicht mehr ganz soviele Anhänger wie bisher, jedoch gebe es unter ihnen eine hohe Zahl gewaltbereiter Personen. Vor diesem Hintergrund hält der Verfassungsschutz auch nach der Aufdeckung der NSU-Terrorzelle Anschläge von Rechts für möglich.| 11.06.2013 15:15 Uhr

Fluglotsenstreik in Frankreich

Paris: Flugreisende von und nach Frankreich müssen wegen eines Lotsenstreiks mit erheblichen Behinderungen rechnen. Wie die französischen Behörden mitteilten, wurden etwa 1.800 Verbindungen gestrichen. Bei der Deutschen Lufthansa fallen 174 Flüge aus. Neben den Flughäfen in Paris sind auch kleinere Airports wie Nizza, Lyon oder Marseille betroffen. Die Fluglotsen wehren sich gegen eine europaweite Umstrukturierung der Luftraumüberwachung, weil sie schlechtere Arbeitsbedingungen und Stellenstreichungen befürchten. Der Streik wird voraussichtlich bis Donnerstag dauern.| 11.06.2013 15:15 Uhr

Bau des Zentrums über Vertreibungen begonnen

Berlin: In der Hauptstadt haben die Bauarbeiten für die Dokumentationsstätte über Vertreibungen im 20. Jahrhundert begonnen. Dort sollen Flucht und Vertreibung im historischen Kontext dargestellt werden. Bundeskanzlerin Merkel sagte, dazu gehöre auch das Leid von 14 Millionen Deutschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verloren hatten. Dies wäre ohne den Nationalsozialismus und seine Expansionspolitik aber nicht geschehen, so Merkel weiter. Bauherrin des Dokumentationszentrum ist die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, die 2008 vom Bundestag beschlossen worden war. Sie geht zurück auf eine Forderung des Bundes der Vertriebenen.| 11.06.2013 15:15 Uhr

Börse Kompakt 15.15 UHR

Zur Börse: Der Dax fällt um 1,4 Prozent auf 8.188. Der Euro wird mit einem Dollar 32 38 gehandelt.| 11.06.2013 15:15 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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