NDR Info Nachrichtenarchiv
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Dömitz. Deichläufer und Hubschrauber inspizieren in Norddeutschland, welche Schäden das Hochwasser bisher an den Schutzwällen entlang der Elbe angerichtet hat. Nach wie vor ist die Sorge groß, dass die Dämme dem enormen und lang anhaltenden Wasserdruck nicht standhalten könnten. An zahlreichen Stellen gibt es Sickerpunkte. Größere Schäden blieben bislang aber aus. In Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen hat das Elbehochwasser seinen Höhepunkt erreicht. Die Wasserstände dürften aber noch einige Tage auf hohem Niveau bleiben. In Lauenburg in Schleswig-Holstein konzentrieren sich die Einsatzkräfte jetzt darauf, das Industriegebiet östlich der Altstadt zu sichern. Der Pegelstand der Elbe ist in Lauenburg seit gestern Abend ständig gestiegen. In der Altstadt steht das Wasser bereits kniehoch. Es hat sich einen Weg durch die Kanalisation gesucht. Alle Abpump-Versuche wurden aufgegeben.| 11.06.2013 14:45 Uhr
Berlin: Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat die Parteien vor Steuererhöhungen und teuren Wahlgeschenken gewarnt. Reformerfolge dürften nicht leichtsinnig verspielt werden, sagte der Verbandsvorsitzende Grillo auf einem Kongress in Berlin. Höhere Steuern schadeten den Unternehmen und behinderten Wachstum. Eventuelle Haushaltsüberschüsse sollten zur Stärkung von Investitionen verwandt werden. Bundeskanzlerin Merkel entgegnete, wenn die Steuereinnahmen so stark stiegen wie prognostiziert, seien Mehrausgaben im Sozialbereich möglich, ohne das Ziel der Haushaltskonsolidierung aufzugeben.| 11.06.2013 14:45 Uhr
Berlin: Die Gefahr des Rechtsterrorismus in Deutschland ist nach Ansicht der Bundesregierung trotz der aufgedeckten NSU-Terrorzelle nicht gebannt. Im aktuellen Verfassungsschutzbericht heißt es, die Zahl der Anhänger rechtsextremer Gruppen sei zwar leicht zurückgegangen. Doch fremdenfeindliche Delikte hätten im vergangenen Jahr zugenommen. Bundesinnenminister Friedrich sagte, 43 Prozent der bekannten Rechtsextremisten seien gewaltbereit. Weiterhin geht aus dem Bericht hervor, dass Islamistische Gruppierungen weitere Anhänger gewinnen.| 11.06.2013 14:45 Uhr
München: Vor dem Oberlandesgericht ist heute der NSU-Prozess weitergegangen. Der Vorsitzende Richter will erneut den Angeklagten Carsten S. vernehmen. Der 33-jährige Mann hat bereits gestanden, im Auftrag eines Mitangeklagten eine Pistole für die mutmaßlichen Neonazi-Terroristen besorgt zu haben. Mit einer solchen Waffe der Marke "Ceska" wurden neun Geschäftsleute türkischer und griechischer Herkunft ermordet.| 11.06.2013 14:45 Uhr
Istanbul: In der Türkei geht die Polizei weiter gewaltsam gegen Demonstranten vor. Die Beamten räumten den Taksim-Platz im Zentrum Istanbuls. Sie vertrieben Demonstranten, entfernten Spruchbänder und Barrikaden, die die Gegner von Ministerpräsident Erdogan errichtet hatten. Dabei setzten die Sicherheitskräfte auch Tränengas ein. Der Regierungschef verteidigte das Vorgehen der Polizei und warf den Protestierenden Vandalismus vor.| 11.06.2013 14:45 Uhr
Aurich: Das Amtsgericht hat einen 19-Jährigen wegen Aufrufs zur Selbstjustiz zu zwei Wochen Jugend-Arrest verurteilt. Hintergrund ist der Mord an der 11-jährigen Lena im März vergangenen Jahres. Nach der Festnahme eines vermeintlich Tatverdächtigen hatte der Angeklagte auf Facebook dazu aufgerufen, die Polizeiwache zu stürmen und den Mann anzugreifen. Das Gericht wertete dies als öffentlichen Aufruf zu einer Straftat. Allerdings konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden, ob die Menschenmenge, die sich damals vor der Polizeiwache versammelt hatte, dem Aufruf des 19-jährigen gefolgt war, oder ob es sich um Schaulustige handelte.| 11.06.2013 14:45 Uhr