NDR Info Nachrichtenarchiv
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Deggendorf: Ein Ende der Einsätze von Feuerwehr, THW, Bundeswehrsoldaten und freiwilligen Helfern in den deutschen Hochwassergebieten ist noch nicht abzusehen. Während in Bayern weitgehend schon Aufräumarbeiten angesagt sind, geht der Kampf gegen die Fluten vor allem an der Elbe in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Norddeutschland weiter. So ist auch die Lage in der Prignitz ernst. Die brandenburgischen Behörden gehen davon aus, dass die kommenden Stunden darüber entscheiden, ob Wittenberge eine Überflutung erspart bleibt. In Lauenburg in Schleswig-Holstein steht das Wasser in der Altstadt bereits kniehoch. Die Einsatzkräfte stellten heute früh die Abpumpversuche ein. In Mecklenburg-Vorpommern haben die Elbefluten offenbar schon ihren Höchststand erreicht. Das scheint mittlerweile auch für Niedersachsen zu gelten. Jetzt kommt alles darauf an, dass die Deiche dem noch länger anhaltenden hohen Wasserdruck nicht nachgeben.| 11.06.2013 13:00 Uhr
Berlin: Bundesumweltminister Altmaier hat die Bundesländer aufgefordert, beim Hochwasserschutz noch enger zusammenzuarbeiten. In der "Passauer Neuen Presse" plädierte der CDU-Politiker für Bauverbote an Flüssen. Außerdem müsse es mehr Flächen geben, die im Ernstfall geflutet werden können. Auch Enteignungen dürfe man in diesem Zusammenhang nicht ausschließen, so Altmaier. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Landsberg, sprach sich für ein entsprechendes Gesetz aus. Darin sollte klar werden, dass im Zweifel der Hochwasserschutz Vorrang habe, auch wenn der Naturschutz betroffen sei oder es Bürgerproteste gebe, sagte Landsberg der "Rheinischen Post".| 11.06.2013 13:00 Uhr
Istanbul: In der türkischen Metropole hat die Polizei den symbolträchtigen Taksim-Platz geräumt. Die Beamten vertrieben Demonstranten, entfernten Spruchbänder und Barrikaden, die die Gegner von Ministerpräsident Erdogan errichtet hatten. Dabei setzten die Sicherheitskräfte auch Tränengas ein. Der Regierungschef verteidigte das Vorgehen der Polizei und warf den Demonstranten Vandalismus vor. Seit fast zwei Wochen protestieren in zahlreichen türkischen Städten tausende Menschen gegen Erdogan. Sie werfen ihm eine zunehmend autoritäre Politik vor. Für morgen hat der Ministerpräsident erstmals Vertreter der Regierungskritiker zu einem Gespräch geladen.| 11.06.2013 13:00 Uhr
Karlsruhe: Das Bundesverfassungsgericht verhandelt über die Frage, ob die Europäische Zentralbank bei der Euro-Rettung ihre Kompetenzen überschritten hat. Dabei geht es um die Ankündigung der Bank, notfalls unbegrenzt Staatsanleihen hoch verschuldeter Krisenländer zu kaufen, um die gemeinsame Währung zu stützen. Mehrere Kläger monieren, die EZB bürde Deutschland und anderen Euro-Staaten unabsehbare Verlustrisiken auf. Sie sehen die im Grundgesetz verankerte Haushaltshoheit des Bundestages verletzt. Der Präsident des Verfassungsgerichts, Voßkuhle, machte zu Beginn der zweitägigen Verhandlung deutlich, dass es nicht darum gehe, zu beurteilen, ob die Euro-Rettungspolitik wirtschaftlich vernünftig sei. Das Gericht werde nur prüfen, ob die Zentralbank die Kompetenzen in Anspruch nimmt, die ihr von den Nationalstaaten übertragen wurden.| 11.06.2013 13:00 Uhr
Berlin: Die Gefahr des Rechtsterrorismus in Deutschland ist nach Ansicht der Bundesregierung trotz der aufgedeckten NSU-Terrorzelle nicht gebannt. Im aktuellen Verfassungsschutzbericht heißt es, die Zahl der Anhänger rechtsextremer Gruppen sei zwar leicht zurückgegangen. Doch fremdenfeindliche Delikte hätten im vergangenen Jahr zugenommen. Bundesinnenminister Friedrich sagte, 43 Prozent der bekannten Rechtsextremisten seien gewaltbereit. Weiterhin geht aus dem Bericht hervor, dass Islamistische Gruppierungen weitere Anhänger gewinnen.| 11.06.2013 13:00 Uhr
München: Vor dem Oberlandesgericht ist heute der NSU-Prozess weitergegangen. Der Vorsitzende Richter will erneut den Angeklagten Carsten S. vernehmen. Der 33-jährige Mann hat bereits gestanden, im Auftrag eines Mitangeklagten eine Pistole für die mutmaßlichen Neonazi-Terroristen besorgt zu haben. Mit einer solchen Waffe der Marke "Ceska" wurden neun Geschäftsleute türkischer und griechischer Herkunft ermordet.| 11.06.2013 13:00 Uhr
London: Spezialisten haben ein deutsches Kampfflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg aus dem Ärmelkanal geborgen. Ein Sprecher des Museums der britischen Luftwaffe sagte, die Dornier Do 17 sei die vermutlich einzige ihres Typs, die es noch gebe. Das Flugzeug war vor 70 Jahren vor der Küste von Kent abgeschossen worden. Das Wrack wurde erst 2008 von Tauchern entdeckt. Die Maschine lag in 15 Metern Tiefe auf dem Grund des Ärmelkanals. Das Flugzeug soll künftig im Luftwaffenmuseum in London zu sehen sein.| 11.06.2013 13:00 Uhr
Das Wetter: Neben Sonne teils dichtere Quellwolken, besonders zu Nordsee noch hochnebelartige Bewölkung, aber auflösend. Vereinzelt Schauer möglich. Höchstwerte 14 bis 22 Grad. Morgen viel Sonne, im Westen später mehr Wolken und vereinzelt etwas Regen, 20 bis 25 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag von Westen her Regen, örtlich auch Gewitter bei maximal 18 bis 25 Grad.| 11.06.2013 13:00 Uhr