NDR Info Nachrichten vom 11.06.2013:

Norddeutschland: Deiche halten noch

Dömitz. Deichläufer und Hubschrauber inspizieren in Norddeutschland, welche Schäden das Hochwasser bisher an den Schutzwällen entlang der Elbe angerichtet hat. Nach wie vor ist die Sorge groß, dass die Dämme dem enormen und lang anhaltenden Wasserdruck nicht standhalten könnten. An zahlreichen Stellen gibt es Sickerpunkte. Größere Schäden blieben bislang aber aus. In Mecklenburg-Vorpommern hat das Elbehochwasser offenbar schon seinen Höhepunkt erreicht. Der Pegelstand in Dömitz stagniert seit Stunden. Für Niedersachsen rechnen die Fachleute damit, dass die Wasserstände noch einige Tage auf hohem Niveau bleiben. In Lauenburg in Schleswig-Holstein konzentrieren sich die Einsatzkräfte jetzt darauf, das Industriegebiet östlich der Altstadt zu sichern. Der Pegelstand der Elbe ist in Lauenburg seit gestern Abend ständig gestiegen. In der Altstadt steht das Wasser bereits kniehoch. Alle Abpump-Versuche wurden aufgegeben.| 11.06.2013 12:45 Uhr

Gefahr von Islamisten und Rechten

Berlin: Der Verfassungsschutz stuft den islamistischen Terrorismus als eine der größten Gefahren für die innere Sicherheit Deutschlands ein. Die Bundesrepublik zähle nach wie vor zu den Anschlagzielen, sagte Verfassungsschutzpräsident Maaßen, der den Jahresbericht seiner Behörde vorstellte. Danach gelten rund eintausend Menschen aus der islamistischen Szene als gefährlich. Einige von ihnen werden rund um die Uhr bewacht. Eine Gefahr stellt nach wie vor auch der Rechtsterrorismus dar. Nach Angaben von Bundesinnenminister Friedrich haben rechtsextreme Gruppen zwar nicht mehr ganz soviele Anhänger wie bisher, jedoch gebe es unter ihnen eine hohe Zahl gewaltbereiter Personen. Vor diesem Hintergrund hält der Verfassungsschutz auch nach der Aufdeckung der NSU-Terrorzelle Anschläge von Rechts für möglich.| 11.06.2013 12:45 Uhr

Istanbul: Polizei räumt Taksim-Platz

Istanbul: In der Türkei geht die Polizei weiter gewaltsam gegen Demonstranten vor. Die Beamten räumten den Taksim-Platz im Zentrum Istanbuls. Sie vertrieben Demonstranten, entfernten Spruchbänder und Barrikaden, die die Gegner von Ministerpräsident Erdogan errichtet hatten. Dabei setzten die Sicherheitskräfte auch Tränengas ein. Der Regierungschef verteidigte das Vorgehen der Polizei und warf den Protestierenden Vandalismus vor.| 11.06.2013 12:45 Uhr

Wieder Bombenexplosion in Damaskus

Damaskus: In der syrischen Hauptstadt hat sich erneut eine Bombenexplosion ereignet. Nach Angaben des staatlichen Fernsehens sprengten sich zwei Selbstmord-Attentäter vor der Passbehörde in die Luft. Dabei habe es zahlreiche Opfer gegeben. Wieviele Menschen getötet oder verletzt wurden, ist aber noch unklar. In Syrien dauert der Bürgerkrieg bereits mehr als zwei Jahre an. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind in dem Konflikt zwischen den Truppen von Präsident Assad und den Aufständischen mindestens 90.000 Menschen ums Leben gekommen.| 11.06.2013 12:45 Uhr

Fluglotsenstreik in Frankreich

Paris: Flugreisende von und nach Frankreich müssen wegen eines Lotsenstreiks mit erheblichen Behinderungen rechnen. Wie die französischen Behörden mitteilten, wurden etwa 1.800 Verbindungen gestrichen. Bei der Deutschen Lufthansa fallen 174 Flüge aus. Neben den Flughäfen in Paris sind auch kleinere Airports wie Nizza, Lyon oder Marseille betroffen. Die Fluglotsen wehren sich gegen eine europaweite Umstrukturierung der Luftraumüberwachung, weil sie schlechtere Arbeitsbedingungen und Stellenstreichungen befürchten. Der Streik wird voraussichtlich bis Donnerstag dauern.| 11.06.2013 12:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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