NDR Info Nachrichten vom 11.06.2013:

Höchststand im Norden erreicht?

Dömitz: In den Hochwassergebieten in Norddeutschland gibt es vorsichtige positive Signale. Nach Angaben des Katastrophenschutzstabes Lüneburg stagniert der Pegelstand in Dömitz in Mecklenburg-Vorpommern bei 7 Meter 19. Auch im niedersächsischen Hitzacker könnte mit 8 Meter 17 der Höchststand schon erreicht sein. Die Deiche hielten bislang und es gebe keine Schadstellen. Auch in Lauenburg in Schleswig-Holstein hat sich der Anstieg der Elbe inzwischen verlangsamt. Der örtliche Krisenstab gibt den aktuellen Pegelstand mit 9 Meter 56 an.| 11.06.2013 08:45 Uhr

Dramatische Hochwasserlage im Osten

Stendal: In den Hochwassergebieten in Sachsen-Anhalt und Brandenburg bleibt die Lage angespannt. Tausende Helfer sind weiter im Einsatz, um die aufgeweichten Deiche zu sichern. Im Havelland wurde inzwischen ein Wehr geschlossen, durch das seit Sonntag Elbewasser auf Flutungsflächen an der Havel fließen konnte. Damit soll verhindert werden, dass das Wasser hier zu hoch steigt. Der gebrochene Deich in der Nähe von Fischbeck bei Stendal konnte bislang noch nicht wieder repariert werden. Deshalb bleibt die Eisenbahnbrücke über die Elbe in diesem Bereich vorerst weiter gesperrt. Zahlreiche ICE-Züge müssen umgeleitet werden. Wie lange dies dauern wird, ist nach Angaben der Deutschen Bahn noch nicht absehbar.| 11.06.2013 08:45 Uhr

Wieder Gewalt am Taksim-Platz in Istanbul

Istanbul: In der Türkei droht eine Eskalation der Proteste gegen Ministerpräsident Erdogan. Die Polizei begann heute früh damit, gegen die Demonstranten auf dem symbolträchtigen Taksim-Platz in Istanbul vorzugehen. Dabei setzten die Beamten Tränengas ein. Ob es Verletzte gibt, ist unklar. Auch aus Ankara wurden wieder gewaltsame Zusammenstöße zwischen der Polizei und Demonstranten gemeldet. Gestern hatte Ministerpräsident Erdogan angekündigt, er werde sich morgen mit Vertretern der Protestbewegung treffen. Die Regierungsgegner kritisieren vor allem Erdogans autoritären Politik-Stil. In der Türkei gibt es deshalb seit fast zwei Wochen Proteste.| 11.06.2013 08:45 Uhr

Böhmer: Vielfalt in Betrieben eine Chance

Berlin: Mit einem bundesweiten Aktionstag treten heute mehr als 200 Firmen und Institutionen für soziale Vielfalt ein. Die Integrations-Beauftragte der Bundesregierung Böhmer sagte heute früh auf NDR Info, es dürfe keine Diskriminierungen mehr am Arbeitsplatz geben. Vielfalt sollte als Bereicherung für die Gesellschaft begriffen werden. Geplant sind heute deutschlandweit mehr als 250 Aktionen. Initiatoren sind 19 Großunternehmen, die sich für mehr Vielfalt in den Betrieben einsetzen.| 11.06.2013 08:45 Uhr

Euro-Rettung erneut vorm BVerfG

Karlsruhe: Die Rettung des Euros ist von heute an erneut Thema beim Bundesverfassungsgericht. Die Richter wollen klären, ob die Europäische Zentralbank ihre Befugnisse überschritten hat. Die EZB hatte im vergangenen Jahr beschlossen, notfalls unbegrenzt Anleihen von Krisenstaaten aufzukaufen. Nach Ansicht der Kläger bürdet die Zentralbank Deutschland und den anderen Euro-Staaten unabsehbare Verlustrisiken auf. Damit werde die in der Verfassung verankerte Haushaltshoheit des Bundestags verletzt. Die mündliche Verhandlung vor dem höchsten deutschen Gericht in Karlsruhe dauert zwei Tage. Ein Urteil wird erst in einigen Monaten erwartet.| 11.06.2013 08:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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