NDR Info Nachrichten vom 11.06.2013:

Hochwasserlage im Norden kritisch

Lauenburg: Die Hochwasserlage entlang der Elbe in Norddeutschland bleibt kritisch. Vor allem in Lauenburg in Schleswig-Holstein steigt das Wasser noch leicht an. Hier wird der Höchststand der Elbe nach Angaben des Katastrophenschutzstabes heute oder morgen erwartet. Aktuell steht der Elbpegel in Lauenburg bei 9 Meter 43. Experten rechnen damit, dass es mit mehr als 10 Metern noch einen historischen Höchststand geben wird. Einen Erfolg im Kampf gegen das Hochwasser haben Feuerwehr und Technisches Hilfswerk zu vermelden. Sie nahmen gestern abend in Lauenburg wieder Pumpen in Betrieb, die zuvor wegen der Wassermassen abgestellt werden mussten. Mit den Geräten wird Wasser aus der Kanalisation zurück in die Elbe gepumpt, um den Druck zu entlasten. In Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern könnte der Höchststand der Elbe zwischen Schnackenburg und Hitzacker dagegen schon erreicht sein. Nach Angaben der Behörden stagniert der Pegelstand zum Beispiel in Dömitz bei 7 Meter 20.| 11.06.2013 04:00 Uhr

Dramatische Lage im Osten

Stendal: Auch in Sachsen-Anhalt und im Norden Brandenburgs sind tausende Helfer an den Deichen im Einsatz. Sorge bereitet vor allem der seit Tagen andauernde Druck der Wassermassen. Viele Deiche sind aufgeweicht und müssen laufend repariert werden. Die Behörden bereiten weitere Evakuierungen vor, nachdem bereits gestern nacht ein Deich bei Fischbeck im Kreis Stendal gebrochen war. Aus Sicherheitsgründen bleibt eine Eisenbahnbrücke über der Elbe in Sachsen-Anhalt gesperrt. ICE-Züge zwischen Hannover und Berlin werden deshalb umgeleitet. Es kommt zu Verspätungen von bis zu zwei Stunden.| 11.06.2013 04:00 Uhr

Verfassungsgericht prüft Klagen gegen Euro-Rettung

Karlsruhe: Das Bundesverfassungsgericht verhandelt von heute an erneut über die Euro-Rettung. Es geht unter anderem um die Frage, ob die Europäische Zentralbank ihre Befugnisse überschritten hat. Die EZB hatte im vergangenen Jahr beschlossen, notfalls unbegrenzt Anleihen von Krisenstaaten aufzukaufen. Nach Ansicht der Kläger bürdet die Zentralbank Deutschland und den anderen Euro-Staaten unabsehbare Verlustrisiken auf. Damit werde die in der Verfassung verankerte Haushaltshoheit des Bundestags verletzt. Die mündliche Verhandlung vor dem höchsten deutschen Gericht in Karlsruhe dauert zwei Tage. Ein Urteil wird erst in einigen Monaten erwartet.| 11.06.2013 04:00 Uhr

Bundeswehrverband für de Maizière

Berlin: Der Bundeswehrverband hat sich für einen Verbleib von Verteidigungsminister de Maizière im Amt ausgesprochen. Verbandschef Kirsch sagte der "Bild-Zeitung", de Maizière müsse die Reform der Streitkräfte weiter führen. Er sei der dritte Minister in fünf Jahren, irgendwann müsse Schluss sein mit dem ewigen Neubeginn. De Maizière steht wegen des gescheiterten Drohnenprojekts "Euro Hawk" in der Kritik. Er war gestern noch einmal zu dem Projekt befragt worden. Einen Rücktrittsgrund in der Affäre sieht der CDU Politiker weiterhin nicht. De Maizière räumte bei der Befragung im Verteidigungsausschuss zwar eigene Fehler ein. Die Entscheidung, das Projekt zu stoppen, nannte er jedoch richtig. SPD und Grüne wollen in der Affäre noch in dieser Woche einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss beantragen.| 11.06.2013 04:00 Uhr

Erdogan trifft Demonstranten

Ankara: In der Türkei will sich Ministerpräsident Erdogan erstmals mit Vertretern der Protestbewegung treffen. Für morgen ist nach Angaben seines Stellvertreters ein Gespräch geplant. In Ankara demonstrierten erneut Menschen gegen Erdogan. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Menge auseinanderzutreiben. Der Protest richtet sich vor allem gegen den autoritären Führungsstil des Ministerpräsidenten.| 11.06.2013 04:00 Uhr

Kanada räumt eigenes Spähprogramm ein

Ottawa: Der kanadische Geheimdienst fängt Internet- und Telefonverkehr im Ausland ab. Verteidigungsminister MacKay erklärte vor dem Parlament, die Behörde gehe seit Jahren so vor. Er bestätigte damit einen Zeitungsbericht. Ob Kanada sich an dem jüngst aufgedeckten US-Überwachungsprogramm Prism beteiligt, sagte der Minister nicht.| 11.06.2013 04:00 Uhr

Mursi ist gegen äthiopisches Staudammprojekt

Kairo: Ägyptens Präsident Mursi hat das Staudammprojekt Äthiopiens am Oberlauf des Nils kritisiert. Mursi sagte, er wolle keinen Krieg, behalte sich alle Optionen vor, um die Wasserversorgung des Landes sicherzustellen. Äthiopien hat bereits erste Schritte zum Bau des Staudamms eingeleitet. Ein Nil-Quellfluss wurde umgeleitet, um ein Wasserkraftwerk zu bauen. Auch der benachbarte Sudan ist mit dem Projekt nicht einverstanden.| 11.06.2013 04:00 Uhr

Nord-West-Wetter

Das Wetter: Es ist gering bewölkt. Zur Nordsee hin dichtere Wolkenfelder oder Nebel. Im südlichen Nordrhein Westfalen Schauer möglich. Örtlich Nebelfelder. Von 12 Grad auf Fehmarn bis 6 Grad an der Ems. Am Tage anfangs gebietsweise Nebel- oder Hochnebelfelder, später sonnig, an der Nordsee sowie im Südosten vereinzelt Schauer möglich. Von 14 Grad auf Sylt bis 23 Grad am Niederrhein. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch viel Sonne, im Westen vereinzelt Schauer, 20 bis 25 Grad.| 11.06.2013 04:00 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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