NDR Info Nachrichtenarchiv
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Lauenburg: Die Lage in der vom Hochwasser bedrohten Stadt in Schleswig-Holstein hat sich am späten Abend sich ein wenig entspannt. Das Wasser der Elbe ist geringer gestiegen als erwartet. Die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk konnten deshalb wieder Pumpen in Betrieb nehmen, die sie am Mittag wegen der Wassermassen abstellen mussten. Für die Bevölkerung bleibt die Lauenburger Altstadt aber weiter gesperrt. Unklar ist, wie stark das Wasser noch steigt. Laut der neuesten Prognose der Hochwasser-Vorhersagezentrale in Magdeburg könnten die Höchststände der Elbe in Schnackenburg, Dömitz und Hitzacker bereits erreicht sein. In Mecklenburg-Vorpommern haben Ortsfremde seit dem Abend keinen Zutritt mehr zur Elbregion. Der Landrat von Ludwigslust-Parchim, Christiansen, sagte, die Einsatzkräfte müssten bei Deich-Brüchen ungestört und schnell agieren können.| 10.06.2013 23:00 Uhr
Berlin: In der Euro-Hawk-Affäre wollen SPD und Grüne noch in dieser Woche einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss beantragen. Beide Parteien gemeinsam haben die dafür erforderliche Mehrheit. Verteidigungsminister de Maizière war heute noch einmal über das gescheiterte Drohnen-Projekt befragt worden. Einen Rücktrittsgrund in der Affäre sieht der CDU Politiker weiterhin nicht. De Maizière räumte bei der Befragung im Verteidigungsausschuss zwar eigene Fehler ein. Die Entscheidung, das Projekt zu stoppen, nannte er jedoch richtig. Die Diskussion um die Verantwortung des Ministers konzentriert sich darauf, wann er von welchem Ausmaß der Probleme mit der Aufklärungsdrohne wusste. SPD-Fraktionschef Steinmeier bezeichnete de Maizières bisherige Darstellung zum Scheitern des Projekts als unglaubwürdig.| 10.06.2013 23:00 Uhr
Istanbul: In der Türkei will sich Ministerpräsident Erdogan erstmals mit Vertretern der Protestbewegung treffen. Für Mittwoch ist nach Angaben von Vize-Regierungschef Arinc ein Gespräch geplant. Gegenwärtig lässt sich kein Abflauen der Proteste absehen. Ein Vertreter des Demonstrations-Bündnisses sagte, so lange Erdogan an seiner Rhetorik der Gewalt festhalte, werde auch die Bewegung weiter bestehen. Der Grünen-Vorsitzende Özdemir sieht nach einer Reise in die Türkei immer mehr Unzufriedene selbst im eigenen Lager des Ministerpräsidenten. Der Protest hatte ursprünglich einem Immobilienprojekt in einem Park von Istanbul gegolten, weitete sich dann aber in eine Aktion gegen Erdogans Führungsstil und seine islamisch-konservative Partei aus.| 10.06.2013 23:00 Uhr
Hamburg: Die beiden großen Kirchen in Norddeutschland und der Deutsche Gewerkschaftsbund haben ein Umdenken in der Europa-Politik gefordert. Die auf striktes Sparen ausgerichtete Anti-Krisenpolitik habe die Probleme bisher nicht lösen können, urteilen die Evangelisch-Lutherische Nordkirche, das katholische Erzbistum Hamburg und der DGB Nord. Insbesondere die hohe Jugendarbeitslosigkeit in einigen Ländern sei skandalös. Notwendig sei ein wirtschaftlich starkes Europa, das zudem solidarisch und sozial ist. In ihrer gemeinsamen Erklärung fordern Kirchen und Gewerkschaft die Politik unter anderem auf, einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn einzuführen.| 10.06.2013 23:00 Uhr
Berlin: Die Bundesregierung will von den USA wissen, wie stark Deutschland von der weltweiten Internet-Ausspähung betroffen ist. Regierungssprecher Seibert kündigte an, dass Kanzlerin Merkel das Thema beim Besuch von US-Präsident Obama in der kommenden Woche ansprechen werde. Welche Erkenntnisse die Bundesregierung schon hat, wollte er nicht sagen. Die Prüfung dauere noch an. Die britische Zeitung "Guardian" veröffentlichte eine Weltkarte, die zeigt, wie stark Daten im März aus den einzelnen Ländern ausgespäht wurden. Demnach wurden in Europa nur in Deutschland so stark Daten abgegriffen wie in den USA.| 10.06.2013 23:00 Uhr
Tübingen: Die Trauerfeier für den Publizisten und Philologen Walter Jens soll am kommenden Montag stattfinden. Nach dem Gottesdienst in der Tübinger Stiftskirche wird Jens auf dem Stadtfriedhof beerdigt, wie die evangelische Kirchengemeinde mitteilte. Bundespräsident Gauck schrieb an die Witwe Inge Jens: Deutschland habe mit ihrem Mann einen herausragenden akademischen Lehrer verloren. Walter Jens, so der Bundespräsident weiter, habe es in der Nachkriegszeit vermocht, der Redekunst wieder einen Platz zu verschaffen, die vorher von Propaganda, Lüge und Verführung verdorben worden sei. Der gebürtige Hamburger ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Jens war 25 Jahre lang Rhetorik-Professor in Tübingen und galt als einer der großen Intellektuellen in Deutschland.| 10.06.2013 23:00 Uhr
Das Wetter: Es ist meist locker oder gering bewölkt und trocken. Tiefstwerte 12 bis 6 Grad. Schwacher Nordwest- bis Westwind. Morgen oftmals sonnig, anfangs besonders zur Nordsee noch Hochnebelfelder, weitgehend trocken, maximal 15 bis 22 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch viel Sonne, im Westen später wolkiger und vereinzelt Schauer, 20 bis 25 Grad. Am Donnerstag von Westen her Regen bei maximal 17 bis 25 Grad.| 10.06.2013 23:00 Uhr