NDR Info Nachrichten vom 10.06.2013:

Elbe im Norden steigt weiter

Lauenburg: Das Elbe-Hochwasser trifft die schleswig-holsteinische Stadt härter als erwartet. Der aktuelle Pegelstand liegt schon höher als beim Rekord-Hochwasser im Jahr 2011. Die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk sind aus der bedrohten Altstadt abgerückt, weil Lebensgefahr besteht. Rund 400 Bewohner Lauenburgs hatten bereits in der Nacht ihre Häuser verlassen müssen. Wann genau der Scheitelpunkt der Elb-Flut in Norddeutschland eintrifft, ist schwer zu prognostizieren. Die Hochwasser-Vorhersagezentrale in Magdeburg geht inzwischen davon aus, dass die Höchststände auf niedersächsischem Gebiet in Schnackenburg und Hitzacker bereits erreicht worden sind. In Mecklenburg-Vorpommern haben Ortsfremde seit dem Abend keinen Zutritt mehr zur Elbregion. Der Landrat von Ludwigslust-Parchim, Christiansen, sagte, die Einsatzkräfte müssten bei Deich-Brüchen ungestört und schnell agieren können.| 10.06.2013 21:00 Uhr

De Maiziere steht U-Ausschuss bevor

Berlin: Auf Verteidigungsminister de Maiziere kommt wegen der Affäre um die Aufklärungsdrohne "Euro Hawk" ein Untersuchungsausschuss des Bundestages zu. SPD und Grünen wollen noch in dieser Woche ein solches parlamentarische Gremium beantragen. Beide Parteien gemeinsam haben die erforderliche Mehrheit dafür. Der Verteidigungsminister sei nicht freiwillig bereit, umfassend zur weiteren Aufklärung beizutragen, begründete SPD-Fraktionschef Steinmeier den Schritt. De Maizière war heute erneut im Verteidigungsausschuss zur "Euro-Hawk"-Affäre befragt worden. Der CDU-Politiker hielt an seiner Aussage fest, dass er erst am 13. Mai im vollen Umfang von den Zulassungsproblemen der Drohne erfahren hat.| 10.06.2013 21:00 Uhr

CDU will flexible Mietpreis-Brermse

Berlin: Die CDU befürwortet eine Mietpreise-Bremse nur in besonders betroffenen Städten. Der Bundesvorstand der Christdemokraten sprach sich gegen eine gesetzliche Regelung aus, die überall in Deutschland gilt. Stattdessen solle jedes Land für sich entscheiden, in welchen Städten es die Miet-Erhöhungen wegen einer besonders angespannten Wohnlage begrenzt. Die Deckelung solle nur bei Neuvermietungen gelten, nicht aber für Neubauten, teilte die CDU mit. Die FDP erneuerte ihre Kritik an den Plänen des Koalitionspartners. Wohnungsnot in Ballungsräumen bekämpfe man durch Investitionen und nicht durch Mietpreis-Bremsen, sagte FDP-Generalsekretär Döring.| 10.06.2013 21:00 Uhr

Kirchen und DGB sorgen sich um Europa

Hamburg: Die beiden großen Kirchen in Norddeutschland und der Deutsche Gewerkschaftsbund haben ein Umdenken in der Europa-Politik gefordert. Die auf striktes Sparen ausgerichtete Anti-Krisenpolitik habe die Probleme bisher nicht lösen können, urteilen die Evangelisch-Lutherische Nordkirche, das katholische Erzbistum Hamburg und der DGB Nord. Insbesondere die hohe Jugendarbeitslosigkeit in einigen Ländern sei skandalös. Notwendig sei ein wirtschaftlich starkes Europa, das zudem solidarisch und sozial ist. In ihrer gemeinsamen Erklärung fordern Kirchen und Gewerkschaft die Politik unter anderem auf, einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn einzuführen.| 10.06.2013 21:00 Uhr

Türkei - Mittwoch Treffen mit Demonstranten

Istanbul: In der Türkei will sich Ministerpräsident Erdogan erstmals mit Vertretern der Protestbewegung treffen. Für Mittwoch ist nach Angaben von Vize-Regierungschef Arinc ein Gespräch geplant. Gegenwärtig ist kein Abflauen der Proteste absehbar. Ein Vertreter des Demonstrations-Bündnisses sagte, so lange Erdogan an seiner Rhetorik der Gewalt festhalte, werde auch die Bewegung weiter bestehen. Der Grünen-Vorsitzende Özdemir sieht nach einer Reise in die Türkei immer mehr Unzufriedene selbst im eigenen Lager des Ministerpräsidenten. Der Protest hatte ursprünglich einem Immobilienprojekt in einem Park von Istanbul gegolten, weitete sich dann aber in eine Aktion gegen Erdogans Führungsstil und seine islamisch-konservative Partei aus.| 10.06.2013 21:00 Uhr

Gauck würdigt Walter Jens

Berlin: Bundespräsident Gauck hat die Verdienste des verstorbenen Gelehrten Walter Jens gewürdigt. Gauck schrieb an die Witwe Inge Jens, Deutschland habe mit ihrem Mann einen herausragenden akademischen Lehrer verloren. Walter Jens habe es in der Nachkriegszeit vermocht, der Redekunst wieder einen Platz zu verschaffen, die vorher von Propaganda, Lüge und Verführung verdorben worden sei. Bundeskanzlerin Merkel nannte die Stimme von Walter Jens über Jahrzehnte richtungsweisend in den großen politischen Debatten des Landes. Jens ist gestern im Alter von 90 Jahren gestorben. Der gebürtige Hamburger war 25 Jahre lang Rhetorik-Professor in Tübingen und galt als einer der großen Intellektuellen in Deutschland.| 10.06.2013 21:00 Uhr

Börse Kompakt

Zur Börse: Der Dax schließt bei 8.308 Punkten. Das ist ein Plusvon 0,6 Prozent. Der Dow Jones aktuell: 15.258 Punkte. Plus 0,1 Prozent. Der Euro wird mit einem Dollar 32 57 gehandelt.| 10.06.2013 21:00 Uhr

Wettervorhersage

Das Wetter: In der Nacht meist locker oder gering bewölkt und trocken. Tiefstwerte 12 bis 6 Grad. Schwacher Nordwest- bis Westwind. Morgen oftmals sonnig, anfangs besonders zur Nordsee noch Hochnebelfelder, weitgehend trocken, maximal 15 bis 22 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch viel Sonne, im Westen später wolkiger und vereinzelt Schauer, 20 bis 25 Grad. Am Donnerstag von Westen her Regen bei maximal 17 bis 25 Grad.| 10.06.2013 21:00 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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