NDR Info Nachrichtenarchiv
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Wittenberge: Bundeskanzlerin Merkel hat den Menschen in den Hochwasserregionen weitere Hilfe in Aussicht gestellt. Die Betroffenen würden nicht im Stich gelassen, versicherte Merkel ohne konkrete Zusagen zu machen. Die Kanzlerin besuchte heute gemeinsam mit dem brandenburgischen Ministerpräsidenten Platzeck das Hochwassergebiet in der Prignitz. Die Altstadt von Wittenberge an der Elbe ist besonders stark bedroht. In Sachsen-Anhalt ließ die Wucht der Elbflut einen Damm brechen. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein hoffen Helfer, den Strom mit Massen von Sandsäcken bändigen zu können. Gleichzeitig laufen Evakuierungen. In Mecklenburg-Vorpommern keimt Hoffnung auf, dass der Scheitel der Flut schon erreicht sein könnte, weil der Pegelstand in Dömitz am Nachmittag stagnierte. Hilfsorganisationen beklagen unterdessen, dass Spenden für die Hochwasser-Opfer eher verhalten eingehen.| 10.06.2013 19:15 Uhr
Berlin: In der Euro-Hawk-Affäre wollen SPD und Grüne noch in dieser Woche einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss beantragen. Beide Parteien gemeinsam haben die dafür erforderliche Mehrheit. Verteidigungsminister de Maizière war heute noch einmal über das gescheiterte Drohnen-Projekt befragt worden. Einen Rücktrittsgrund in der Affäre sieht der CDU Politiker weiterhin nicht. De Maizière räumte bei der Befragung im Verteidigungsausschuss zwar eigene Fehler ein. Die Entscheidung, das Projekt zu stoppen, nannte er jedoch richtig. Die Diskussion um die Verantwortung des Ministers konzentriert sich darauf, wann er von welchem Ausmaß der Probleme mit der Aufklärungsdrohne wusste. SPD-Fraktionschef Steinmeier bezeichnete de Maizières bisherige Darstellung zum Scheitern des Projekts als nicht glaubwürdig.| 10.06.2013 19:15 Uhr
Berlin: Bundespräsident Gauck hat die Verdienste des verstorbenen Gelehrten Walter Jens gewürdigt. Gauck schrieb an die Witwe Inge Jens, Deutschland habe mit ihrem Mann einen herausragenden akademischen Lehrer verloren. Walter Jens habe es in der Nachkriegszeit vermocht, der Redekunst wieder einen Platz zu verschaffen, die vorher von Propaganda, Lüge und Verführung verdorben worden sei. Bundeskanzlerin Merkel nannte die Stimme von Walter Jens über Jahrzehnte richtungsweisend in den großen politischen Debatten des Landes. Jens ist gestern im Alter von 90 Jahren gestorben. Der gebürtige Hamburger war 25 Jahre lang Rhetorik-Professor in Tübingen und galt als einer der großen Intelektuellen in Deutschland.| 10.06.2013 19:15 Uhr
Berlin: SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück hat sich von seinem Sprecher Michael Donnermeyer getrennt. Steinbrück zog damit offenbar die Konsequenzen aus der anhaltenden Kritik an der Arbeit seines Mitarbeiters. Donnermeyer waren partei-intern vor allem Pannen in der Kampagne des Kanzlerkandidaten angelastet worden. Nachfolger wird der langjährige Journalist Rolf Kleine. Steinbrück komplettierte heute zudem sein Wahlkampfteam. Die frühere saarländische Wirtschaftsministerin Krajewski übernimmt demnach den Bereich Wirtschaft. Für die Entwicklungshilfe ist die Präsidentin der Hilfsorganisation Brot für die Welt, Füllkrug-Weitzel, vorgesehen. Der Essener Kultur-Manager Scheytt soll für Kunst und Kultur verantwortlich sein.| 10.06.2013 19:15 Uhr
Offenbach: Ein Fernsehteam des Südwestrundfunks ist bei Dreharbeiten vor einer Moschee angegriffen worden. Nach Angaben des Senders wurden ein Reporter, ein Kameramann und ein Assistent des Politikmagazins "Report Mainz" durch Faustschläge und Fußtritte leicht verletzt. Bei den Tätern soll es sich um radikale Islamisten handeln. Laut SWR wollte das Fernsehteam über eine Gruppe junger Muslime berichten, die vorhat, in Syrien gegen das Assad-Regime zu kämpfen. Bei dem Angriff auf das SWR-Team wurde auch die Kameraausrüstung zerstört. Die Polizei in Offenbach ermittelt wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung.| 10.06.2013 19:15 Uhr