NDR Info Nachrichtenarchiv
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Lauenburg: In der schleswig-holsteinischen Stadt steigt das Hochwasser der Elbe immer weiter an. Nach Angaben der Behörden überschritt der Pegelstand heute früh die Marke von neun Metern. Helfer versuchen, das Wasser mit Pumpen aus der Altstadt fernzuhalten. Die gefährdeten Gebiete waren bereits in der Nacht evakuiert worden. Auch in Hitzacker in Niedersachsen mussten die Bewohner der Altstadt vorsorglich ihre Häuser verlassen. Betroffen vom Hochwasser ist auch der Bahnverkehr im Norden. Nach einem Deichbruch in Sachsen-Anhalt musste auf der ICE-Strecke zwischen Hannover und Berlin eine Eisenbahnbrücke gesperrt werden. Weil die Züge umgeleitet werden müssen, kommt es auf zahlreichen anderen Strecken zu Verspätungen.| 10.06.2013 09:45 Uhr
Berlin: In der Affäre um das gescheiterte Rüstungsprojekt "Euro-Hawk" sind neue Vorwürfe laut geworden. Nach einem Bericht von "Spiegel-Online" soll das Verteidigungsministerium dem Bundestag über mehrere Monate Informationen zu dem Thema vorenthalten haben. So habe das Minsterium noch im Juni 2012 auf eine Anfrage der Linken erklärt, die Höhe möglicher Mehrkosten beim "Euro-Hawk" Projekt sei nicht abschätzbar. Tatsächlich habe der Leitungsebene aber bereits Anfang Februar 2012 eine Kostenschätzung vorgelegen. Der Bericht dürfte heute auch Thema im Verteidigungsausschuss des Bundestages sein. Das Gremium setzt am Vormittag die Befragung von Minister de Maiziere in der Affäre fort.| 10.06.2013 09:45 Uhr
Seoul: Süd- und Nordkorea wollen noch in dieser Woche Gespräche auf Regierungsebene führen. Das vereinbarten Unterhändler beider Seiten am Wochenende. Nach Angaben des südkoreanischen Vereinigungsministerium sind die Gespräche am Mittwoch und am Donnerstag geplant. Im Mittelpunkt soll die Zukunft der Sonderwirtschaftszone Kaesong stehen, die vom Norden im April geschlossen wurde. Auch über neue Treffen zwischen getrennt lebenden Angehörigen koreanischer Familien wollen die beiden Staaten sprechen. Es wären die ersten Beratungen zwischen Regierungsvertretern seit 2007.| 10.06.2013 09:45 Uhr
London: Nach der Aufdeckung der Internetüberwachung durch US-Behörden hat die britische Zeitung "Guardian" ihre Quelle offengelegt. Ein Mitarbeiter eines Subunternehmens des amerikanischen Geheimdienstes NSA gab sich in einem Interview in Hongkong als Informant zu erkennen. Er warf der NSA vor, eine umfassende Infrastruktur aufgebaut zu haben, um Passwörter, Gesprächsdaten und Kreditkarteninformationen zu erhalten. Zuvor hatte der Koordinator der US-Geheimdienste, Clapper, von unverantwortlichen Enthüllungen gesprochen und strafrechtliche Ermittlungen angekündigt. Nach Angaben des "Guardian" und der "Washington Post" können NSA und FBI direkt auf die Server großer Firmen wie Google oder Facebook zugreifen und so die Internetaktivitäten von Nutzern kontrollieren.| 10.06.2013 09:45 Uhr
Sanford: In der Kleinstadt in Florida beginnt heute der Prozess um den Tod des afroamerikanischen Jugendlichen Trayvon Martin. Vor dem Gericht in Sanford findet zunächst die Auswahl der Geschworenen statt. Der damals 17-Jährige war im Februar vergangenen Jahres von einem Mitglied einer Bürgerwehr erschossen worden. Der Schütze gab an, den unbewaffneten Jugendlichen für einen Einbrecher gehalten zu haben. Er muss sich wegen schweren Totschlags verantworten. Die Verteidigung plädiert dagegen auf Notwehr. Der Tod von Martin hatte in den USA erneut eine Debatte über Rassimus entfacht.| 10.06.2013 09:45 Uhr