NDR Info Nachrichten vom 09.06.2013:

Magdeburg weitet Räumungen aus

Magdeburg: Wegen des stark steigenden Elbehochwassers weitet die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt die Evakuierungen aus. Mehr als 23.000 Menschen in den östlichen Stadtteilen sollen umgehend ihre Häuser verlassen. Die Stadt hat Notquartiere eingerichtet .Der Katastrophenstab begründete seine Entscheidung damit, dass der Hochwasserscheitel der Elbe eine Länge von 40 Kilometern hat. Die teils aufgeweichten Deiche würden dadurch mehrere Tage belastet. Auch in Norddeutschland gibt es erste Evakuierungen. Die etwa 280 Bewohner aus der Altstadt von Hitzacker haben heute Abend ihre Häuser verlassen. In Lauenburg in Schleswig-Holstein wird die Unterstadt geräumt. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus schließt Evakuierungen ebenfalls nicht aus. Auf NDR Info warnte der SPD-Politiker vor Deichbrüchen auf dem 21 Kilometer langen Elbe-Abschnitt in seinem Bundesland. Brandenburg hat am Nachmittag damit begonnen, Flächen entlang der Havel zu fluten. So sollen die Hochwassergebiete an der Elbe entlastet werden.| 09.06.2013 22:00 Uhr

Erdogan will nicht einlenken

Ankara: In der Türkei ist Ministerpräsident Erdogan trotz der Massenproteste bislang nicht zum Einlenken bereit. Während eines Besuchs in der südlichen Stadt Adana bezeichnete der Regierungschef die Demonstranten als "Vandalen" und "Anarchisten". Er erklärte, die Geduld seiner Regierung habe eine Grenze. Auch heute protestierten mehrere tausend Menschen in Istanbul und Ankara. Sie werfen Erdogan einen autoritären Regierungsstil vor. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton rief Demonstranten und Polizei zur Zurückhaltung auf. Gleichzeitig erinnerte die Europäische Union die türkische Regierung daran, dass zwischen dem Umgang mit Oppositionellen und dem Wunsch auf einen Beitritt zur EU ein Zusammenhang besteht.| 09.06.2013 22:00 Uhr

Syrien-Konferenz nach afghanischem Vorbild

Damaskus: Die geplante Syrien-Friedenskonferenz soll sich nach den Vorstellungen des internationalen Sondergesandten Brahimi an den Afghanistan-Verhandlungen orientieren. Demnach sollen die Gespräche auf Ministerebene beginnen und anschließend mit allen Beteiligten geführt werden, teilte Luxemburgs Außenminister Asselborn nach einem Gespräch mit Brahimi mit. Dieser werde Ende Juni erneut mit Vertretern der USA und Russlands zusammenkommen, um die Konferenz vorzubereiten. Der Sondergesandte habe zudem betont, es sei nicht davon auszugehen, dass das syrische System zusammenbreche, erklärte Asselborn. Regierungstruppen hatten am Wochenende im Grenzgebiet zum Libanon einen Stützpunkt der Aufständischen zurückerobert.| 09.06.2013 22:00 Uhr

Ermittlungen nach Spionage-Enthüllungen

Washington: Nach dem Bekanntwerden des Skandals um Spähprogramme hat die US-Regierung Konsequenzen angekündigt. Geheimdienstkoordinator Clapper sagte in einem Fernsehinterview, es werde strafrechtliche Ermittlungen gegen die Urheber der Enthüllungen geben. Die Veröffentlichungen hätten der Geheimdienstarbeit enorm geschadet. Zugleich versicherte er, die Regierung könne nicht willkürlich Menschen überwachen, sondern nur, wenn ein geheimdienstlich wichtiger Grund vorliege. Medienberichten zufolge haben der US-Geheimdienst NSA und das FBI die Möglichkeit, direkt auf Server großer Internetfirmen wie Google, Facebook und Microsoft zuzugreifen. Sie könnten so die Internetaktivitäten von Nutzern weltweit überwachen. Mehrere Unternehmen bestreiten, davon gewusst zu haben.| 09.06.2013 22:00 Uhr

Verschärftes Asylverfahren in der Schweiz

Bern: Bei einer Volksabstimmung in der Schweiz hat eine klare Mehrheit für das beschleunigte Asylverfahren gestimmt. Das Verfahren sieht auch weniger Antragsmöglichkeiten für Asylsuchende vor. In einem Referendum stimmten heute nach amtlichem Ergebnis 78,5 Prozent der Teilnehmer für das neue Gesetz. Eine Initiative der Schweizerischen Volkspartei fand dagegen keine Mehrheit. Die national-konservative Partei hatte sich dafür ausgesprochen, die Regierung künftig direkt vom Volk und nicht mehr vom Parlament wählen zu lassen.| 09.06.2013 22:00 Uhr

Weiter Zugbehinderungen um Hamburg

Hamburg: Der Bahnverkehr im Großraum der Hansestadt kommt langsam wieder in Bewegung. Es gibt aber weiter massive Verzögerungen in Fern-und Nahverkehr. Wegen mehrerer Böschungsbrände waren die Bahnstrecken zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und Bergedorf sowie zwischen dem Hauptbahnhof und Harburg gesperrt. Die Feuer waren nach Angaben der Bahn vom Funkenflug einer kaputten Güterzugbremse ausgelöst worden.| 09.06.2013 22:00 Uhr

Vettel gewinnt in Montreal

Zum Sport: Formel 1-Weltmeister Sebastian Vettel hat das Rennen um den Großen Preis von Kanada gewonnen. Platz 2 und 3 belegten Fernando Alonso und Lewis Hamilton. Nico Rosberg wurde Fünfter.| 09.06.2013 22:00 Uhr

Wettervorhersage

Das Wetter: Nachts gering bewölkt,sternenklar und trocken, zum Morgen hin örtlich Nebelneigung. Tiefstwerte 12 bis 6 Grad. Morgen unter Hochdruckeinfluss weiterhin freundlich mit viel Sonnenschein, phasenweise etwas wolkiger und trocken, maximal 15 bis 23 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag neben Sonne auch einige Wolken und ganz vereinzelt schwache Schauer möglich, maximal 15 bis 23 Grad. Am Mittwoch viel Sonne, im Westen später wolkiger, meist noch trocken,18 bis 26 Grad.| 09.06.2013 22:00 Uhr

Wasserstandsvorhersage

Wasserstandsvorhersage: Am Montag werden das Nacht-Hochwasser an der Deutschen Nordseeküste und in Emden sowie das Morgen-Hochwasser in Bremen und Hamburg null bis zwei Dezimeter niedriger als das mittlere Hochwasser eintreten.| 09.06.2013 22:00 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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