NDR Info Nachrichten vom 09.06.2013:

Magdeburg weitet Räumungen aus

Magdeburg: Wegen des stark steigenden Elbehochwassers weitet die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt die Evakuierungen aus. Mehr als 23.000 Menschen in den östlichen Stadtteilen sollen umgehend ihre Häuser verlassen. Die Stadt hat Notquartiere eingerichtet .Der Katastrophenstab begründete seine Entscheidung damit, dass der Hochwasserscheitel der Elbe eine Länge von 40 Kilometern hat. Die teils aufgeweichten Deiche würden dadurch mehrere Tage belastet. Auch in Norddeutschland gibt es erste Evakuierungen. Bis heute Abend sollen die etwa 280 Bewohner aus der Altstadt von Hitzacker ihre Häuser verlassen haben. In Lauenburg in Schleswig-Holstein wird die Unterstadt geräumt. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus schließt Evakuierungen ebenfalls nicht aus. Auf NDR Info warnte der SPD-Politiker vor Deichbrüchen auf dem 21 Kilometer langen Elbe-Abschnitt in seinem Bundesland. Brandenburg hat am Nachmittag damit begonnen, Flächen entlang der Havel zu fluten. So sollen die Hochwassergebiete an der Elbe entlastet werden.| 09.06.2013 20:00 Uhr

Westerwelle gedenkt getöteter Soldaten

Masar-i-Scharif: Außenminister Westerwelle hat bei seinem Besuch des deutschen Feldlagers in Afghanistan der getöteten Soldaten gedacht. Seit Beginn des Einsatzes vor 12 Jahren sind in Afghanistan insgesamt 54 Bundeswehr-Angehörige ums Leben gekommen, die meisten von ihnen bei Angriffen oder Anschlägen. Der Minister warnte zugleich vor weiteren Rückschlägen beim Wiederaufbau des Landes. Das Feldlager bei Masar-i-Scharif ist das größte der Bundeswehr in Afghanistan. Es liegt im Norden des Landes. Bei seinem Besuch will sich der Außenminister auch über die Umsetzung des geplanten Truppenabzugs informieren. Bis Ende 2014 sollen alle deutschen Kampftruppen Afghanistan verlassen.| 09.06.2013 20:00 Uhr

SPD fordert Rücktritt de Maizières

Hamburg: Die SPD hat Verteidigungsminister de Maizière aufgefordert, wegen seines Verhaltens in der Drohnen-Affäre zurückzutreten. Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Arnold, sagte auf NDR Info, der Minister habe sich heillos in Widersprüche verwickelt und sei nicht mehr haltbar. Jetzt sei es an der Zeit, der Bundeswehr den Gefallen zu tun und sein Amt zur Verfügung zu stellen. Vor dem Verteidigungsausschuss des Bundestages hatte de Maizière erklärt, er sei erst am 13. Mai über das ganze Ausmaß der Probleme beim Euro-Hawk in Kenntnis gesetzt worden. Später räumte er ein, er habe bereits zu einem früheren Zeitpunkt von Schwierigkeiten mit dem Drohnen-Projekt gehört. Allerdings habe es sich dabei nicht um offizielle Informationen gehandelt, sondern lediglich Gespräche auf den Fluren seines Ministeriums.| 09.06.2013 20:00 Uhr

Gewerkschaft kritisiert Polizeieinsatz in Istanbul

Istanbul: Die türkische Polizeigewerkschaft hat wegen der seit Tagen andauernden Massenproteste im Land vor einer Überlastung der Einsatzkräfte gewarnt. Sechs Polizisten hätten bereits Selbstmord begangen, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft, Sezer, in einem Zeitungsinterview. Das türkische Innenministerium habe die Beamten zu 120 Stunden langen Dauereinsätzen gezwungen. In Ankara und Istanbul waren gestern Abend erneut tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Regierung von Ministerpräsident Erdogan zu protestieren. Auch heute werden wieder Demonstrationen erwartet. Die regierende AKP-Partei schloss unterdessen aus, dass es wegen der Proteste Neuwahlen geben wird.| 09.06.2013 20:00 Uhr

Schweizer für beschleunigtes Asylverfahren

Bern: Die Schweizer haben mit klarer Mehrheit ein neues Asylgesetz gebilligt. Es sieht beschleunigte Verfahren und weniger Antragsmöglichkeiten für Asylsuchende vor. In einem Referendum stimmten heute laut amtlichem Ergebnis 78,5 Prozent der Teilnehmer für das neue Gesetz. Eine Initiative der Schweizerischen Volkspartei fand dagegen keine Mehrheit. Die national-konservative Partei hatte sich dafür ausgesprochen, die Regierung künftig direkt vom Volk und nicht mehr vom Parlament wählen zu lassen.| 09.06.2013 20:00 Uhr

Zugbehinderungen durch Böschungsbrände

Hamburg: Mehrere Böschungsbrände im Bereich Büchen sorgen für Behinderungen im Bahnverkehr im Großraum Hamburg. Die Brände seien durch den Funkenflug der defekten Bremse eines Güterzugs ausgelöst worden, teilte eine Sprecherin der Deutschen Bahn mit. Dadurch bedingt mussten die Bahnstrecken zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und Bergedorf sowie zwischen dem Hauptbahnhof und Harburg gesperrt werden. Es gibt auch Zugbehinderungen im Fern- und Nahverkehr. Wann die Strecke in Richtung Hamburg wieder frei ist, ist unklar. Die Züge müssen warten, bis die Feuerwehr die Brände gelöscht hat.| 09.06.2013 20:00 Uhr

Wettervorhersage

Das Wetter: Nachts gering bewölkt,sternenklar und trocken, zum Morgen hin örtlich Nebelneigung. Tiefstwerte 12 bis 6 Grad. Morgen unter Hochdruckeinfluss weiterhin freundlich mit viel Sonnenschein, phasenweise etwas wolkiger und trocken, maximal 15 bis 23 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag neben Sonne auch einige Wolken und ganz vereinzelt schwache Schauer möglich, maximal 15 bis 23 Grad. Am Mittwoch viel Sonne, im Westen später wolkiger, meist noch trocken,18 bis 26 Grad.| 09.06.2013 20:00 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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