NDR Info Nachrichten vom 08.06.2013:

Hochwasser Magdeburg

Magdeburg: Die Hochwasserlage in Sachsen-Anhalt wird immer dramatischer. Südlich von Magdeburg, kurz bevor die Saale in Elbe fließt, werden nach Angaben unseres Korrespondenten derzeit 14.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Die Krisenstäbe zweier Landkreise rechnen damit, dass ein Deich auf einer Länge von 150 Metern bricht. Dadurch könnten Dutzende Kleinstädte und Dörfer überflutet werden. In der Landeshauptstadt Magdeburg hat der Pegelstand die Marke von 7 Meter 30 überschritten. Damit steht der Fluss rund einen halben Meter höher als beim Hochwasser 2002. Gestern abend sind 650 Bundeswehrsoldaten eingetroffen, um Magdeburg im Kampf gegen das Hochwasser zu helfen. Auch in Niedersachsen ist das Hochwasser deutlich gestiegen. Hier bereiten sich die Menschen auf die erwartete Flutwelle vor.| 08.06.2013 12:45 Uhr

Neue Demonstrationen in Istanbul

Istanbul: In der Türkei gehen die Proteste gegen die Regierung Erdogan weiter In Istanbul versammelten sich erneut tausende Demonstranten. Auch in der Hauptstadt Ankara sind neue Kundgebungen geplant. Die Demonstrationen hatten am Freitag vergangener Woche nach einer gewaltsamen Polizeiaktion gegen Demonstranten begonnen, die ein Bauprojekt in Istanbul verhindern wollten. Die Proteste weiteten sich auf das ganze Land aus und wandten sich zunehmend gegen Erdogan, dem die Demonstranten einen autoritären Regierungsstil vorwerfen.| 08.06.2013 12:45 Uhr

Kritik an US-Überwachungsprogramm

Washington: Die US-Regierung steht wegen der Praxis ihrer Geheimdienste, die Aktivitäten von Internetnutzern auszuspionieren, weiter in der Kritik. Der Bundesdatenschutzbeauftragte, Schaar, sagte dem WDR, man müsse inzwischen fast von einer Totalüberwachung sprechen. Er forderte die Bundesregierung auf, sich für einen Stopp derartiger Überwachungsprogramme einzusetzen. Presseberichten zufolge hat der US-Geheimdienst NSA seit Jahren Zugang zu den Rechnern von Internetfirmen wie Apple, Google oder Facebook. Die Agenten könnten auf diesem Weg Millionen von Fotos, Chat-Protokollen und Kontaktdaten auswerten. US-Präsident Obama verteidigte das Vorgehen der Sicherheitsbehörden. Angesichts der Terrorgefahr müsse die Gesellschaft Kompromisse eingehen, sagte Obama. Die Bespitzelung sei der Preis für mehr Sicherheit.| 08.06.2013 12:45 Uhr

Drohnen-Probleme schon früher bekannt

Berlin: Bundesverteidigungsminister de Maizière hat eingeräumt, möglicherweise schon vor dem 13. Mai von den Problemen beim "Euro Hawk" gehört zu haben. Das Drohnenprojekt sei im Ministerium besprochen worden, sagte der CDU-Politiker dem Magazin "Focus". Allerdings könnten Gespräche auf den Fluren keine offizielle Information ersetzen. Hintergrund der Äußerung ist ein Bericht des "Donaukuriers". Danach hatte de Maizière bereits am 7. Mai bei einem Redaktionsbesuch deutlich gemacht, dass er erhebliche Zweifel an den Beschaffungsplänen für den "Euro Hawk" hat. Im Bundestag erklärte der Minister dagegen, er sei von seinen Staatssekretären erst am 13. Mai über das ganze Ausmaß der Probleme in Kenntnis gesetzt worden.| 08.06.2013 12:45 Uhr

Trauer um Maler Willi Sitte

Halle: Der Maler und Grafiker Willi Sitte ist tot. Er starb heute im Alter von 92 Jahren nach langer Krankheit in seinem Haus in Halle an der Saale, wie die Willi-Sitte-Stiftung mitteilte. Sitte gehört zu den bekanntesten und wichtigsten Künstlern der DDR. Er war lange Zeit Präsident des Verbandes Bildender Künstler. Wegen seines Bekenntnisses zum Kommunismus und seiner Parteikarriere in der SED lösten seine Werke und Ausstellungen nach der Wiedervereinigung bisweilen öffentliche Diskussionen aus.| 08.06.2013 12:45 Uhr

Meldungsarchiv
Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

NDR Info Nachrichtenarchiv

Alle NDR Info Nachrichten zum Nachlesen. mehr