NDR Info Nachrichten vom 08.06.2013:

Hochwasser in Ostdeutschland

Magdeburg. Der Scheitelpunkt des Elbhochwassers bewegt sich auf Sachsen-Anhalt zu. In Magdeburg wurde am Abend ein Wasserstand von 7 Metern 20 registriert. Damit steht der Fluss schon jetzt etwa einen halben Meter höher als beim Hochwasser im Jahr 2002. Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld riefen die Behörden etwa 10.000 Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Auch in Brandenburg wurden bereits Evakuierungen angeordnet. An einigen Dämmen gibt es Sickerstellen. In Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen werden die höchsten Pegelstände am Dienstag und Mittwoch erwartet. Im Kampf gegen das Hochwasser sind bundesweit etwa 70.000 Feuerwehrleute und mehr als 11.000 Bundeswehrsoldaten im Einsatz.| 08.06.2013 02:00 Uhr

Friedrich besorgt über Syrien-Kämpfer

Berlin. Im syrischen Bürgerkrieg kämpfen nach Erkenntnissen der Bundesregierung mindestens 50 Männer aus Deutschland. Innenminister Friedrich sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", auch aus anderen EU-Staaten seien zahlreiche junge Menschen in den Kampf nach Syrien gezogen. Von ihnen gehe eine große Gefahr für Europa aus. Die Islamisten lernten in Syrien ein tödliches Handwerk. Wenn sie zurückkämen, handele es sich um tickende Zeitbomben. Gestern hatten die Innenminister der Europäischen Union über die Gefahr rückkehrender Syrien-Kämpfer beraten. Die Minister vereinbarten unter anderem eine engere Zusammenarbeit der Geheimdienste.| 08.06.2013 02:00 Uhr

Obama verteidigt Internet-Spionage

Washington. US-Präsident Obama hat das Ausspionieren von Internetdiensten durch amerikanische Sicherheitsbehörden verteidigt. Obama sprach von einer legalen und notwendigen Maßnahme zur Terrorbekämpfung. Kongress und Bundesgerichte hätten die Programme seit 2006 immer wieder gebilligt und kontrollierten dabei die Einhaltung der Bürgerrechte. So würden beispielsweise keine Namen und Inhalte von Telefonaten oder Internet-Gesprächen gespeichert, betonte Obama. Die Gesellschaft müsse angesichts der Bedrohung durch Terroristen Kompromisse eingehen. Hundert Prozent Sicherheit und Hundert Prozent Privatsphäre seien nicht gleichzeitig zu haben. Obama bestätigte, dass von der Datensammlung keine US-Bürger betroffen seien. Die Bundesregierung prüft derzeit, ob deutsche Nutzer von der Überwachung betroffen sind.| 08.06.2013 02:00 Uhr

UNO lehnt russische Blauhelme auf Golan ab

New York. Die Vereinten Nationen lehnen es ab, russische Blauhelme auf den Golanhöhen zu stationieren. Ein Sprecher erklärte, die UNO sei für das russische Angebot sehr dankbar. Allerdings sehe das Abkommen zu der Mission vor, dass sich keines der fünf ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat beteiligt. Präsident Putin hatte zuvor angeboten, russische Soldaten auf die Golanhöhen an der Grenze zwischen Israel und Syrien zu entsenden. Sie sollten das österreichische Kontingent ersetzen, das die Regierung in Wien wegen des eskalierenden Bürgerkriegs in Syrien abziehen will. Russland ist der wichtigste Verbündete des syrischen Machthabers Assad.| 08.06.2013 02:00 Uhr

Panne in französischem AKW Cattenom

Paris. Im französischen Atomkraftwerk Cattenom nahe der deutschen Grenze ist es erneut zu einer Panne gekommen. Wie der Betreiber EDF mitteilte, geriet ein Transformator außerhalb der nuklearen Anlage in Brand. Der Reaktorblock 1 schaltete sich daraufhin automatisch ab. Das Feuer wurde den Angaben zufolge schnell gelöscht, für die Bevölkerung bestand demnach keine Gefahr. Im Atomkraftwerk Cattenom ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Problemen gekommen. Die Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland forderten eine lückenlose Aufklärung des jüngsten Vorfalls. Sie bekräftigten zudem ihre Forderung, das grenznahe AKW abzuschalten.| 08.06.2013 02:00 Uhr

Frauenhändlerring in Spanien ausgehoben

Madrid. In Spanien hat die Polizei einen internationalen Ring von Frauenhändlern ausgehoben. Bei der Aktion auf der Kanareninsel Lanzarote wurden 16 Menschen festgenommen, es handelt sich um zwei Spanier und 14 Rumänen. Außerdem beschlagnahmten die Beamten Bargeld, Rauschgift und Waffen. Der aus Rumänien stammende Chef der Bande ist auf der Flucht. Er soll über das Internet seine zahlreichen Bordelle in Spanien, Deutschland und der Schweiz kontrolliert haben. Der Gruppe wird vorgeworfen, Frauen aus Osteuropa mit falschen Versprechungen ins Ausland gelockt zu haben. Die Frauen wurden dann zur Prostitution gezwungen, zum Teil mit Gewalt.| 08.06.2013 02:00 Uhr

Nord-West-Wetter

Das Wetter: Locker oder gering bewölkt, gebietsweise auch längere Zeit klar, in Nordfriesland später dichtere Wolkenfelder, trocken, 14 bis 6 Grad. Tagsüber viel Sonnenschein. An der Nordsee zeitweise dichtere Wolkenfelder, auch im südlichen Binnenland wolkiger, dort vereinzelt Schauer nicht ausgeschlossen, bei 13 Grad auf Borkum bis 25 Grad in Dortmund. Schwacher, im Küstenumfeld mäßiger Wind aus nördlichen Richtungen. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag und Montag meist heiter und trocken, nach Süden hin schwache Schauer möglich, 13 bis 22 Grad.| 08.06.2013 02:00 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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