NDR Info Nachrichten vom 07.06.2013:

Keine Entspannung in Hochwassergebieten

Magdeburg: In den Hochwassergebieten in Ostdeutschland ist weiter keine Entspannung in Sicht. An der Elbe, der Saale und der Mulde sind zahlreiche Landstriche überflutet. In Bitterfeld in Sachsen-Anhalt sind 10.000 Menschen aufgerufen, ihre Wohnungen zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Wasser aus einem Tagebau-See droht in die Stadt zu laufen, die Einsatzkräfte arbeiten mit Hochdruck an den Deichen. In Magdeburg haben die Pegelstände die Rekordwerte des Hochwassers von 2002 bereits überschritten. Die brandenburgische Kleinstadt Mühlberg musste aus Sicherheitsgründen komplett geräumt werden. Hier sind die Deiche trotz rückläufiger Pegelstände aufgeweicht. Derweil bereiten sich die Menschen in Norddeutschland auf das Hochwasser der Elbe vor. Obwohl hier mittlerweile geringere Pegelstände erwartet werden als bisher befürchtet, geben die betroffenen Landkreise keine Entwarnung.| 07.06.2013 19:15 Uhr

Bundesregierung prüft US-Internetspionage

Berlin: Die Bundesregierung prüft, ob die angebliche Überwachung von Internet-Firmen durch den US-Geheimdienst auch deutsche Nutzer betrifft. Regierungssprecher Seibert wollte nicht ausschließen, dass die Vorgänge Thema beim Treffen von Bundeskanzlerin Merkel mit US-Präsident Obama in der übernächsten Woche sein könnten. Derzeit werde noch untersucht, ob es einen "deutschen Bezug" gebe. Berichten der Zeitungen "Washington Post" und "Guardian" zufolge hat der US-Geheimdienst NSA praktisch uneingeschränkten Zugriff auf Nutzerdaten bei großen Internet-Konzernen wie Google, Facebook, Microsoft, Apple oder Yahoo. Die Unternehmen selbst bestreiten, Behörden direkten Zugang zu ihren Systemen zu gewähren. Der US-Geheimdienstkoordinator Clapper betonte inzwischen, dass es bei der Daten-Sammlung nur um Daten von Nicht-Amerikanern ging.| 07.06.2013 19:15 Uhr

Homo-Paare werden steuerlich gleichgestellt

Berlin: Die Union hat ihren Widerstand gegen eine steuerliche Gleichbehandlung von homosexuellen Lebenspartnerschaften mit der Ehe aufgegeben. Die Abgeordneten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sprachen sich heute dafür aus, das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Ehegattensplitting noch vor der Sommerpause umzusetzen. Das Bundesverfassungsgericht hatte gestern entschieden, dass auch gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften Anspruch auf die Steuervorteile des Ehegattensplittings haben. Die FDP hatte sich schon lange für eine Gesetzesänderung ausgesprochen, war aber am Widerstand der Union gescheitert.| 07.06.2013 19:15 Uhr

Ramsauer: Mehr Wohnraum für Studenten

Berlin: Immobilienwirtschaft, Investoren und Studentenwerke sollen mehr Wohnraum für Studenten schaffen. Das ist das Ergebnis eines so genannten Runden Tisches bei Bundesbauminister Ramsauer. Alle Seiten sind aufgefordert worden, Initiativen für zusätzliche Studenten-Zimmer ins Leben zu rufen. Wie diese Initiativen konkret aussehen sollen, ist noch unklar. Das Deutsche Studentenwerk kritisierte die Ergebnisse des Runden Tisches. Eine Politik der kleinen Schritte helfe nicht weiter, hieß es. Experten gehen davon aus, dass derzeit 70.000 Wohneinheiten für Studenten in Deutschland fehlen.| 07.06.2013 19:15 Uhr

UNO verlangt Zugang zu Kusseir

New York: Der UN-Sicherheitsrat hat die syrische Regierung aufgefordert, Hilfsorganisationen den Zugang zu der Stadt Kusseir zu ermöglichen. Die medizinische Versorgung von Zivilisten müsse gewährleistet werden, verlangte das Gremium. Auch Russland unterstützte die Forderung. Die syrische Armee hatte das strategisch bedeutsame Kusseir am Mittwoch nach wochenlangen Kämpfen unter ihre Kontrolle gebracht. Beobachtern zufolge soll die Stadt dabei weitgehend zerstört worden sein. Angesichts der dramatischen Lage der syrischen Zivilbevölkerung bat die UNO die internationale Gemeinschaft um weitere Spenden. UN-Organisationen gehen davon aus, dass bis Jahresende etwa zehn Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen sein werden.| 07.06.2013 19:15 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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