NDR Info Nachrichten vom 07.06.2013:

Hochwasser weicht ostdeutsche Dämme auf

Magdeburg: Das Hochwasser von Elbe, Saale und Mulde bedroht weiter viele Orte in Ostdeutschland. Vor allem in Sachsen-Anhalt spitzt sich die Lage zu: In der Landeshauptstadt Magdeburg hat das Elbehochwasser die Sieben-Meter-Marke überschritten und erreicht damit einen historischen Höchststand. Seit dem Mittag wird ein Krankenhaus im Osten der Stadt evakuiert. In Bitterfeld soll eine riskante Deichreparatur einen Wassereinbruch in das Stadtzentrum verhindern. Unterdessen musste die brandenburgische Kleinstadt Mühlberg komplett geräumt werden. Hier sind die Deiche trotz rückläufiger Pegelstände aufgeweicht. Taucher versuchen, einen unterspülten Deich zu sichern. Für die Zeit nach der Flut fordern Regierungschefs der betroffenen Bundesländer mehr Geld von Bund und Europäischer Union. Sachsens Ministerpräsident Tillich sagte, für den Wiederaufbau reichten die bislang zugesagten 100 Millionen Euro nicht aus.| 07.06.2013 18:15 Uhr

Bundesregierung prüft US-Internetspionage

Berlin: Die Bundesregierung prüft, ob die angebliche Überwachung von Internet-Firmen durch den US-Geheimdienst auch deutsche Nutzer betrifft. Regierungssprecher Seibert wollte nicht ausschließen, dass die Vorgänge Thema beim Treffen von Bundeskanzlerin Merkel mit US-Präsident Obama in der übernächsten Woche sein könnten. Derzeit werde noch untersucht, ob es einen "deutschen Bezug" gebe. Berichten der Zeitungen "Washington Post" und "Guardian" zufolge hat der US-Geheimdienst NSA praktisch uneingeschränkten Zugriff auf Nutzerdaten bei großen Internet-Konzernen wie Google, Facebook, Microsoft, Apple oder Yahoo. Die Unternehmen selbst bestreiten, Behörden direkten Zugang zu ihren Systemen zu gewähren. Der US-Geheimdienstkoordinator Clapper betonte inzwischen, dass es bei der Daten-Sammlung nur um Daten von Nicht-Amerikanern ging.| 07.06.2013 18:15 Uhr

Sanktionen gegen Armutseinwanderer

Luxemburg: Bundesinnenminister Friedrich will entschiedener gegen sogenannte Armutseinwanderer aus anderen Ländern der Europäischen Union vorgehen. Bei einem Treffen der EU-Innenminister sagte Friedrich, Deutschland werde seine nationale Gesetzgebung so ausrichten, dass Menschen ausgewiesen würden, die in der Bundesrepublik illegal tätig seien. Nötig seien auch zeitlich begrenzte Wiedereinreisesperren, damit diese Menschen nicht schon am nächsten Tag wiederkommen könnten. Deutschland habe zu diesem Zweck unter anderem Kontakt mit Rumänien und Bulgarien aufgenommen, erklärte der CSU-Politiker. Aus diesen Ländern kämen viele Zuwanderer um in Deutschland von sozialen Leistungen wie etwa Kindergeld zu profitieren.| 07.06.2013 18:15 Uhr

UNO verlangt Zugang zu Kusseir

New York: Der UN-Sicherheitsrat hat die syrische Regierung aufgefordert, Hilfsorganisationen den Zugang zu der Stadt Kusseir zu ermöglichen. Die medizinische Versorgung von Zivilisten müsse gewährleistet werden, verlangte das Gremium. Auch Russland unterstützte die Forderung. Die syrische Armee hatte das strategisch bedeutsame Kusseir am Mittwoch nach wochenlangen Kämpfen unter ihre Kontrolle gebracht. Beobachtern zufolge soll die Stadt dabei weitgehend zerstört worden sein. Angesichts der dramatischen Lage der syrischen Zivilbevölkerung bat die UNO die internationale Gemeinschaft um weitere Spenden. UN-Organisationen gehen davon aus, dass bis Jahresende etwa zehn Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen sein wird.| 07.06.2013 18:15 Uhr

Börse Kompakt

Zur Börse: Der Dax schließt bei 8.255 Punkten. Das ist ein Plus von 1,9 Prozent. Der Dow Jones aktuell: 15.200 Punkte. Plus 1,1 Prozent. Der Euro wird mit einem Dollar 32 28 gehandelt.| 07.06.2013 18:15 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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