NDR Info Nachrichtenarchiv
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Bitterfeld-Wolfen: Wegen der zunehmend dramatischen Hochwasserlage haben die Behörden in der Stadt in Sachsen-Anhalt damit begonnen, die Menschen in Sicherheit zu bringen. Seit heute früh stehen für die Bewohner von Bitterfeld-Wolfen und einer benachbarten Gemeinde Busse bereit. Hintergrund sind Sicherungsmaßnahmen am Goitzschesee. Sollten diese scheitern, droht der Tagebausee überzulaufen und Teile von Bitterfeld zu überfluten. Kritisch ist auch die Lage in der Landeshauptstadt Magdeburg. Dort steigt der Pegelstand der Elbe schneller als erwartet. In Sachsen drücken die Wassermassen ebenfalls gegen die Deiche. An vielen Stellen sinkt der Wasserspiegel langsamer als bei dem Hochwasser vor elf Jahren. In Norddeutschland wird die Scheitelwelle der Elbe Anfang kommender Woche erwartet.| 07.06.2013 11:45 Uhr
Berlin: Die Union hat ihren Widerstand gegen eine steuerliche Gleichbehandlung sogenannter Homo-Ehen aufgegeben. Die Abgeordneten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sprachen sich heute früh dafür aus, das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Ehegattensplitting noch vor der Sommerpause umzusetzen. Die entsprechende Gesetzesänderung soll am 14. Juni in den Bundestag eingebracht werden. Zwei Wochen später könnte dann über den Entwurf abgestimmt werden. Das Bundesverfassungsgericht hatte gestern entschieden, dass auch gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften Anspruch auf die Steuervorteile des Ehegattensplittings haben. Die FDP hatte sich schon lange für eine Gesetzesänderung ausgesprochen, war aber am Widerstand der Union gescheitert.| 07.06.2013 11:45 Uhr
Berlin: Der Weg für den Beitritt Kroatiens zur Europäischen Union ist frei. Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat der Aufnahme des Landes zugestimmt. Deutschland war das letzte EU-Mitglied, dessen Ratifizierung noch fehlte. Kroatien kann nun wie geplant zum 1. Juli der Europäischen Union beitreten. Das Aufnahmeverfahren hatte sich zehn Jahre hingezogen. Weitere Themen im Bundesrat sind heute die Suche nach einem Endlager für Atommüll, die von der SPD geforderte Mietpreisbremse und die geplante Reform des Punktesystems für Verkehrssünder.| 07.06.2013 11:45 Uhr
Washington: Gegen die US-Regierung sind neue Überwachungsvorwürfe laut geworden. Wie die "Washington Post" und der "Guardian" berichten, zapfen der amerikanische Geheimdienst NSA und die Bundespolizei FBI die Rechner von Internet-Firmen an - angeblich mit deren Zustimmung. Die Rede ist unter anderem von Apple, Google, Facebook und Microsoft . In den Berichten heißt es, die Behörden hätten direkten Zugang zu Fotos, Chats und E-Mails. Analysten seien dadurch in der Lage, Bewegungsprofile zu erstellen und die Kontakte von Personen zu verfolgen. Die Unternehmen selbst bestreiten, den US-Behörden einen direkten Zugang zu ihren Systemen zu gewähren. Der Koordinator der US-Geheimdienste, Clapper, konnte sich dagegen nicht zu einem Dementi durchringen. Er sprach lediglich von "Ungenauigkeiten" in den Presseberichten.| 07.06.2013 11:45 Uhr
Schleswig: In der schleswig-holsteinischen Stadt sollen heute mehr als 1.000 Männer eine Speichelprobe abgeben. Hintergrund ist ein ungelöster Mord-Fall aus dem Jahr 1982. Damals war eine 73 Jahre alte Rentnerin in ihrer Wohnung sexuell misshandelt und erstickt worden. Zu dem Massen-Gentest sind jetzt alle Männer geladen, die mindestens 47 Jahre alt sind und damals in Tatortnähe wohnten.| 07.06.2013 11:45 Uhr