NDR Info Nachrichtenarchiv
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Berlin: Bundesverteidigungsminister de Maizière hat sein Vorgehen in der Diskussion um das Drohnen-Projekt Euro-Hawk verteidigt. Eine fundierte Einschätzung des komplexen Vorgangs habe Zeit gebraucht, sagte de Maizière. Er betonte, dass die Entscheidung gegen den Euro-Hawk richtig gewesen sei. Das gelte auch für den Zeitpunkt des Beschlusses. De Maizière kündigte einen regelmäßigen Statusbericht zu größeren Rüstungsvorhaben an. Er räumte Mängel in der internen Kommunikation in seinem Ministerium ein. Am Vormittag hatte de Maizière dem Verteidigungsausschuss des Bundestages einen Bericht vorgelegt. Nach eigenen Angaben hat der CDU-Politiker erst im Mai dieses Jahres von den Zulassungsproblemen für den Euro-Hawk erfahren. Mehrere Staatssekretäre im Ministerium hatten aber bereits früher Kenntnis gehabt.| 05.06.2013 15:45 Uhr
Lüneburg: In Norddeutschland bereiten sich Elb-Anwohner auf die erwartete Flutwelle vor. Die Landkreise Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Ludwigslust-Parchim riefen Katastrophenalarm aus. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk arbeiten am Hochwasserschutz: Hunderttausende Sandsäcke werden gefüllt, um Deiche zu verstärken und Häuser zu schützen. Die stärksten Überflutungen gibt es derzeit in Sachsen und Sachsen-Anhalt. In Halle an der Saale sind 30.000 Einwohner aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. Der Pegelstand des Flusses erreichte mit acht Metern den höchsten Wert seit mehreren hundert Jahren.| 05.06.2013 15:45 Uhr
Berlin: Bundesinnenminister Friedrich hat angesichts der Überschwemmungen im Süden und Osten Deutschlands Mängel beim Hochwasserschutz eingeräumt. Mancherorts seien Konzepte nicht umgesetzt worden oder im Planfeststellungsverfahren stecken geblieben, sagte Friedrich. Die Situation sei regional sehr unterschiedlich. Dort, wo der Hochwasserschutz nach der Flutkatastrophe vor elf Jahren umgesetzt worden sei, zeige er Wirkung, und die Schäden seien geringer.| 05.06.2013 15:45 Uhr
Paris: Nach dem Vorwurf des Giftgas-Einsatzes durch die syrische Führung hat Frankreich einen militärischen Alleingang in dem Konflikt ausgeschlossen. Eine Regierungssprecherin sagte, es werde keine einseitige Entscheidung ihres Landes geben. Von jetzt an sei die internationale Gemeinschaft am Zug. Frankreichs Außenminister Fabius hatte gestern gesagt, es gebe keinen Zweifel mehr daran, dass das Giftgas Sarin in Syrien mindestens ein Mal durch das Regime eingesetzt worden sei. Fabius berief sich dabei auf Untersuchungsergebnisse französischer Experten. Die Arabische Liga will heute in einer Dringlichkeitssitzung über das künftige Vorgehen in Syrien beraten. Auch Regierungsvertreter der USA und Russlands nahmen in Genf Beratungen zur Vorbereitung einer Syrien-Konferenz auf.| 05.06.2013 15:45 Uhr
Brüssel: Die Verteidigungsminister der 28 Nato-Staaten haben sich auf ein vorläufiges Einsatzkonzept für die internationale Militärpräsenz in Afghanistan nach 2014 geeinigt. Die Zahl der künftig eingesetzten Berater und Ausbilder stehe noch nicht fest, sie werde aber bedeutend kleiner als bei der Afghanistan-Schutztruppe Isaf sein, sagte NATO-Generalsekretär Rasmussen. Deutschland wird weiterhin im Norden des Landes für Ausbildung zuständig sein. Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums wird mit 600 bis 800 deutschen Soldaten geplant.| 05.06.2013 15:45 Uhr
Tokio: In der zerstörten japanischen Atomanlage Fukushima ist erneut radioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten. Wie die Betreiberfirma Tepco mitteilte, habe man ein Leck an einem Behälter entdeckt. Derzeit werde versucht, das Loch abzudichten. Tepco hatte wiederholt ähnliche Vorfälle einräumen müssen. Zahlreiche provisorische technische Hilfsmittel in der Anlage, mit denen die Sicherheit garantiert werden soll, gelten als störanfällig.| 05.06.2013 15:45 Uhr