NDR Info Nachrichten vom 05.06.2013:

Elbehochwasser bleibt dramatisch

Dresden: In Sachsen sorgt das Elbe-Hochwasser weiter für Alarmstimmung. Die Stadt Dresden kündigte weitere Evakuierungen für heute an. In einigen Straßenzügen wurde der Strom abgestellt. Auch in der sächsischen Schweiz kämpfen die Menschen gegen die verheerenden Überschwemmungen. In Pirna, Bad Schandau und Wehlen wurden mehrere tausend Einwohner in Sicherheit gebracht. In Halle erreichte die Saale heute früh den höchsten Wasserstand seit mehr als 400 Jahren. Teile der Altstadt drohen im Laufe des Tages in den Fluten zu versinken. Auch in Norddeutschland bereiten sich die Menschen auf das herannahende Elbe-Hochwasser vor. Nach Schätzungen der Behörden könnten die Pegelstände dort am Wochenende höher steigen als beim Jahrhunderthochwasser vor elf Jahren. In den bayerischen Überschwemmungs-Gebieten an der Donau entspannte sich die Lage dagegen etwas. In Passau haben die Aufräumarbeiten begonnen.| 05.06.2013 09:45 Uhr

De Maizière legt Euro Hawk-Bericht vor

Berlin: Verteidigungsminister de Maizière legt heute einen Untersuchungsbericht zu dem gescheiterten Drohnen-Projekt „Euro Hawk“ vor. Er will dem Haushalts- und dem Verteidigungsausschuss des Bundestages erläutern, wie es dazu gekommen ist, dass das Rüstungsvorhaben gestoppt wurde. De Maizière hatte die Pläne für die Beschaffung der Aufklärungsdrohne im vergangenen Monat wegen massiver Probleme bei der Zulassung für den europäischen Luftraum fallen gelassen. Die Opposition wirft ihm vor, zu lange gezögert und damit hunderte Millionen Euro Steuergelder verschwendet zu haben. Medienberichten zufolge ist das Verteidigungsministerium bereits seit Anfang 2012 über die Schwierigkeiten bei der Zulassung informiert.| 05.06.2013 09:45 Uhr

Proteste in der Türkei gehen weiter

Ankara: In der Türkei ist die Polizei in der Nacht erneut gewaltsam gegen regierungskritische Demonstranten vorgegangen. Die Einsatzkräfte versuchten in Ankara und Istanbul, Kundgebungen mit Tränengas und Wasserwerfern aufzulösen. In beiden Städten demonstrierten hunderte Menschen vor den Büros von Ministerpräsident Erdogan. In Istanbul versammelten sich außerdem wieder zehntausende Regierungskritiker auf dem zentralen Taksim-Platz. In Izmir hat die Polizei einem Fernsehbericht zufolge mehr als 20 Menschen festgenommen, die über Twitter zum Protest aufgerufen hatten. Die Proteste gegen den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan und seine islamisch-konservative Regierung hatten vor sechs Tagen begonnen. Auslöser war ein Bauvorhaben in einem Park in Istanbul.| 05.06.2013 09:45 Uhr

Assad-Truppen melden Erfolg in Kusseir

Damaskus: Die Truppen von Syriens Präsident Assad haben im Kampf um die Stadt Kusseir nach eigenen Angaben weitere Erfolge erzielt. Wie die Armee mitteilte, wurde die Region vollständig unter Kontrolle gebracht. Bei der Einnahme seien zahlreiche Rebellen getötet oder festgenommen worden. Eine unabhängige Bestätigung für die Darstellung der Regierungs-Truppen gibt es nicht. Die Stadt Kusseir liegt nahe der Grenze zum Libanon und war in den vergangenen Wochen hart umkämpft. Die Assad-Streitkräfte wurden dabei von der libanesischen Hisbollah-Miliz unterstützt.| 05.06.2013 09:45 Uhr

40 Verletzte bei Feuer in Moskauer Metro

Moskau: Bei einem Feuer in der U-Bahn der russischen Hauptstadt sind mindestens 40 Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Behörden war eine Hochspannungsleitung in Brand geraten. Etwa 4.500 Fahrgäste mussten in Sicherheit gebracht werden. Mehrere Metro-Stationen unweit des Kreml waren betroffen und mussten vorübergehend gesperrt werden. Die U-Bahn in Moskau transportiert täglich neun Millionen Passagiere und gilt als Verkehrs-Hauptschlagader der russischen Hauptstadt.| 05.06.2013 09:45 Uhr

Meldungsarchiv
Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

NDR Info Nachrichtenarchiv

Alle NDR Info Nachrichten zum Nachlesen. mehr