NDR Info Nachrichten vom 05.06.2013:

Dresden und Halle drohen zu versinken

Halle: In den ostdeutschen Überschwemmungs-Gebieten spitzt sich die Lage weiter zu. Nach Angaben der Stadt Halle stieg die Saale auf den höchsten Stand seit mehr als 400 Jahren. Teile der Altstadt drohten in den Fluten zu versinken. Ebenfalls dramatisch ist die Situation in Bitterfeld. Dort ließen die Behörden vorsorglich einen Deich sprengen. Auch an der Elbe kann noch keine Entwarnung gegeben werden. In Dresden wurde in der Nacht ein Wasser-Stand von mehr als acht Metern gemessen. Normal sind zwei Meter. In einem Dresdner Stadtteil soll es im Laufe des Tages weitere Evakuierungen geben.| 05.06.2013 09:15 Uhr

Euro-Hawk: Grüne verlangen Aufklärung

Hamburg: Der Grünen-Politiker Nouripour hat Verteidigungsminister de Maizière in der Euro-Hawk-Affäre zu einer rückhaltlosen Aufklärung aufgefordert. Der Untersuchungsbericht zeige, dass die Verhältnisse im Ministerium nicht geordnet seien, sagte Nouripour auf NDR Info. Wichtige Teile der Bundeswehr-Reform wie das Beschaffungswesen seien gescheitert. Dafür trage de Maizière die Verantwortung. Einen Rücktritt des Ministers forderte der Grünen-Politiker jedoch nicht. Man wolle ihm heute im Verteidigungsausschuss die Chance geben, alle Fragen zu beantworten. De Maizière hatte die Pläne für die Beschaffung der Aufklärungsdrohne im vergangenen Monat wegen massiver Probleme bei der Zulassung für den europäischen Luftraum fallen gelassen.| 05.06.2013 09:15 Uhr

Kabinett berät über Libanon-Einsatz

Berlin: Das Bundeskabinett berät heute über die Zukunft des Bundeswehr-Einsatzes vor der libanesischen Küste. Geplant ist, die Mission um ein weiteres Jahr zu verlängern. Die Truppenstärke soll maximal 300 Soldaten betragen. Derzeit ist die Marine mit 180 Mann auf einer Korvette und einem Schnellboot im Mittelmeer im Einsatz. Sie sollen Waffenschmuggel durch die libanesische Hisbollah-Miliz unterbinden. Der Bundestag soll noch in diesem Monat über die Mandats-Verlängerung abstimmen.| 05.06.2013 09:15 Uhr

Frankreich: Assad setzt Sarin ein

Paris: Frankreich hat der syrischen Regierung vorgeworfen, gegen Aufständische das Nervengift Sarin eingesetzt zu haben. Der französische Außenminister Fabius sagte in einem Fernsehinterview, bei den untersuchten Proben handele es sich zweifelsfrei um Sarin. Damit lägen alle Optionen auf dem Tisch, einschließlich der militärischen. Großbritannien forderte eine umgehende Untersuchung der Vereinten Nationen in Syrien. Die USA verlangten dagegen weitere Beweise für die neuen Vorwürfe aus Frankreich. Präsident Obama hatte den Einsatz von Chemiewaffen durch die syrische Regierung als "rote Linie" für ein Eingreifen in den Bürgerkrieg bezeichnet.| 05.06.2013 09:15 Uhr

Obama erleidet Rückschlag bei Guantanamo

Washington: US-Präsident Obama hat einen Rückschlag in seinen Bemühungen erlitten, das Gefangenenlager Guantanamo zu schließen. Das Repräsentantenhaus stimmte dafür, das Lager auf Kuba weiter zu betreiben. Die Kongress-Kammer bestätigte ein Gesetz, das es verbietet, in den USA Gefängnisse zu bauen oder zu renovieren, in denen Gefangene aus Guantanamo untergebracht werden könnten. Damit können Häftlinge, die auf ein Gerichtsverfahren auf amerikanischem Boden hoffen, weiterhin nicht in die USA gebracht werden. Obama hatte erst im vergangenen Monat das Versprechen aus seiner ersten Amtszeit bekräftigt, Guantanamo zu schließen.| 05.06.2013 09:15 Uhr

Börse Kompakt

Zur Börse: Der Dax fällt um 0,8 Prozent auf 8.231. In Tokio schloss der Nikkei-Index um 3,8 Prozent niedriger bei 13.015. Der Euro wird mit einem Dollar 30 71 gehandelt.| 05.06.2013 09:15 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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