NDR Info Nachrichten vom 05.06.2013:

Lage in Hochwassergebieten dramatisch

Halle: In Ostdeutschland nimmt das Hochwasser immer größere Ausmaße an. In Halle stieg die Saale auf den höchsten Stand seit mehr als 400 Jahren, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte. Teile der Altstadt stünden bis zu einem Meter unter Wasser. Dramatisch ist die Lage auch im nahegelegenen Bitterfeld. Dort wurde vorsorglich ein Deich gesprengt. In Dresden steigt das Hochwasser der Elbe ebenfalls weiter an. In der vergangenen Nacht wurde ein Stand von mehr als acht Metern gemessen. Normal sind zwei. Nach Angaben der Stadt soll es im Laufe des Tages weitere Evakuierungen geben. Unterdessen bereiten sich die Menschen in Norddeutschland auf das Elbe-Hochwasser vor. Dort rechnen die Behörden am Wochenende mit der Scheitelwelle.| 05.06.2013 06:45 Uhr

Proteste in der Türkei gehen weiter

Ankara: In der Türkei ist die Polizei in der Nacht erneut gewaltsam gegen regierungskritische Demonstranten vorgegangen. Die Einsatzkräfte versuchten in Ankara und Istanbul, Kundgebungen mit Tränengas und Wasserwerfern aufzulösen. In beiden Städten demonstrierten hunderte Menschen vor den Büros von Ministerpräsident Erdogan. In Istanbul versammelten sich außerdem wieder zehntausende Regierungskritiker auf dem zentralen Taksim-Platz. In Izmir hat die Polizei einem Fernsehbericht zufolge mehr als 20 Menschen wegen der Verbreitung von Twitter-Nachrichten festgenommen. Die Proteste gegen den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan und seine islamisch-konservative Regierung hatten vor sechs Tagen begonnen. Auslöser war ein Bauvorhaben in einem Park in Istanbul.| 05.06.2013 06:45 Uhr

Empörung nach Hafturteilen in Kairo

Kairo: Die Gefängnis-Strafen gegen Mitarbeiter mehrerer Nicht-Regierungsorganisationen in Ägypten haben international Empörung ausgelöst. Bundesaußenminister Westerwelle sagte, er sei beunruhigt über die harten Urteile. Sein amerikanischer Kollege Kerry bezeichnete das gesamte Verfahren als politisch motiviert. Ein ägyptisches Gericht hatte 43 Mitglieder ausländischer Nicht-Regierungsorganisationen zu Haftstrafen verurteilt, darunter auch zwei Mitarbeiter der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung. Den Angeklagten werden illegale Geldtransfers und Arbeiten ohne Lizenz vorgeworfen.| 05.06.2013 06:45 Uhr

Obama erleidet Rückschlag bei Guantanamo

Washington: US-Präsident Obama hat einen Rückschlag in seinen Bemühungen erlitten, das Gefangenenlager Guantanamo zu schließen. Das Repräsentantenhaus stimmte dafür, das Lager auf Kuba weiter zu betreiben. Die Kongress-Kammer bestätigte ein Gesetz, das es verbietet, in den USA Gefängnisse zu bauen oder zu renovieren, in denen Gefangene aus Guantanamo untergebracht werden könnten. Damit können Häftlinge, die auf ein Gerichtsverfahren auf amerikanischen Boden hoffen, weiterhin nicht in die USA gebracht werden. Obama hatte erst im vergangenen Monat das Versprechen aus seiner ersten Amtszeit bekräftigt, Guantanamo zu schließen.| 05.06.2013 06:45 Uhr

Prozess gegen Femen-Aktivistinnen beginnt

Tunis: In Tunesien müssen sich von heute an drei Aktivistinnen der Frauenrechts-Bewegung "Femen" vor Gericht verantworten. Die Deutsche und zwei Französinnen sind wegen einer Protestaktion angeklagt. Dabei hatten die drei Frauen mit freiem Oberkörper für die Freilassung einer 18-jährigen "Femen-Aktivistin" demonstriert. Die junge Frau sitzt seit zwei Wochen im Gefängnis, weil sie gegen eine Salafisten-Versammlung protestiert hatte. Kurz vor Beginn des heutigen Prozesses wurde ein weiteres "Femen-Mitglied" des Landes verwiesen. Dabei handelt es sich um eine Frau aus der Ukraine.| 05.06.2013 06:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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