NDR Info Nachrichtenarchiv
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Hannover: Während sich die extreme Hochwasserlage in Süddeutschland langsam entspannt, rollt nun eine Flutwelle die Elbe hinab. In vielen ostdeutschen Orten steht das Wasser teilweise meterhoch. Auch in Norddeutschland schwillt die Elbe weiter an. Die niedersächsischen Behörden befürchten, dass die Pegelstände bis zum Wochenende höher steigen könnten als während des sogenannten Jahrhunderthochwassers vor elf Jahren. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg rief gestern Abend vorsorglich den Katastrophenalarm aus. Hunderttausende Sandsäcke sollen heute verlegt werden. In Schleswig-Holstein wird die Innenstadt von Lauenburg nach Informationen von NDR Info ab Mittag für den Autoverkehr gesperrt, um Hochleistungspumpen zu installieren. Ein Sprecher der Stadt bestätigte, dass möglicherweise die Altstadt geräumt werden muss. Kanzlerin Merkel hatte gestern Hochwassergebiete besucht und den Betroffenen schnelle und unbürokratische Hilfe zugesagt. Außerdem dankte die Regierungschefin den Rettungskräften für ihren Einsatz.| 05.06.2013 05:00 Uhr
Paris: Frankreich hat der syrischen Regierung vorgeworfen, gegen Aufständische das Nervengift Sarin eingesetzt zu haben. Der französische Außenminister Fabius sagte gestern Abend in einem Fernsehinterview, bei den untersuchten Proben handele es sich zweifelsfrei um Sarin. Damit lägen alle Optionen auf dem Tisch, einschließlich der militärischen. Großbritannien forderte eine umgehende Untersuchung der Vereinten Nationen in Syrien. Eine UN-Kommission soll bereits frühere Berichte über Giftgaseinsätze überprüfen, konnte aber bislang nicht in das arabische Land einreisen. Die USA verlangten dagegen weitere Beweise für die neuen Vorwürfe aus Frankreich. Präsident Obama hatte den Einsatz von Chemiewaffen durch die syrische Regierung als "rote Linie" für ein Eingreifen in den Bürgerkrieg bezeichnet.| 05.06.2013 05:00 Uhr
Ankara: In der Türkei ist die Polizei in der Nacht erneut gewaltsam gegen regierungskritische Demonstranten vorgegangen. Mit Tränengas und Wasserwerfern versuchten die Einsatzkräfte in Ankara und Istanbul, Kundgebungen aufzulösen. In beiden Städten demonstrierten hunderte Menschen vor den Büros von Ministerpräsident Erdogan. In Istanbul versammelten sich außerdem wieder zehntausende Regierungskritiker auf dem zentralen Taksim-Platz. Auch in anderen Städten sollen sich Einsatzkräfte und Regierungskritiker Straßenschlachten geliefert haben. Einem Fernsehbericht zufolge hat die Polizei in Izmir 16 Menschen wegen der Verbreitung von Twitter-Nachrichten festgenommen. Die Proteste gegen den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan und seine islamisch-konservative Regierung hatten vor sechs Tagen begonnen. Auslöser war ein Bauvorhaben in einem Park in Istanbul. Zwei Menschen kamen bislang bei den Ausschreitungen ums Leben.| 05.06.2013 05:00 Uhr
Berlin: Verteidigungsminister de Maizière legt heute einen Untersuchungsbericht zu dem gescheiterten Drohnen-Projekt „Euro Hawk“ vor. Im Haushalts- und im Verteidigungsausschuss des Bundestags will der CDU-Politiker erklären, wie es zum Stopp des Rüstungsvorhabens gekommen ist. Am späten Nachmittag gibt es noch eine Aktuelle Stunde im Parlament zu dem Thema. De Maizière hatte die Beschaffung der Aufklärungsdrohne Mitte Mai wegen massiver Probleme bei der Zulassung für den europäischen Luftraum gestoppt. Die Opposition wirft ihm vor, zu lange gezögert und damit hunderte Millionen Euro Steuergelder verschwendet zu haben. Medienberichten zufolge war das Verteidigungsministerium Anfang 2012 über die Schwierigkeiten bei der Zulassung informiert worden. Doch erst vergangenen Monat stoppte de Maizière das Projekt.| 05.06.2013 05:00 Uhr
Washington: US-Präsident Obama hat bei seinen Bemühungen, das Gefangenenlager Guantanamo zu schließen, einen Rückschlag erlitten. Das Repräsentantenhaus hat dafür gestimmt, das Gefangenenlager auf Kuba weiter zu betreiben. Die Kammer des Kongresses bestätigte ein Gesetz, das es verbietet, Steuergelder dafür auszugeben, in den USA Gefängnisse zu bauen oder zu renovieren, in denen Gefangene aus Guantanamo untergebracht werden könnten. Das bedeutet, dass Häftlinge, die auf ein Gerichtsverfahren auf amerikanischen Boden hoffen, auch in Zukunft nicht in die USA gebracht werden können. Obama hatte im Mai das Versprechen aus seiner ersten Amtszeit bekräftigt, Guantanamo zu schließen.| 05.06.2013 05:00 Uhr
Das Wetter: Es ist leicht bewölkt oft auch sternenklar. In Mecklenburg sowie in Ostfriesland gibt es stellenweise Nebelfelder. Die Temperaturen liegen zwischen 11 Grad am Niederrhein und 4 Grad in Lauenburg. Am Tage vielerorts weitgehend trocken und sonnig. Von der Eifel bis ins südliche Niedersachsen insgesamt etwas wolkiger und vereinzelt kurze Schauer möglich. Bei Temperaturen von 14 Grad auf Norderney bis 23 Grad in Essen. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag und Freitag sonnig, im Verlauf nur ein paar Quellwolken, durchweg trocken, Höchstwerte 15 bis 24 Grad.| 05.06.2013 05:00 Uhr