NDR Info Nachrichtenarchiv
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Dresden: An der Elbe spitzt sich die Hochwasserlage langsam zu. In der sächsischen Landeshauptstadt Dresden bereiten sich die Einsatzkräfte darauf vor, hunderte Menschen in Sicherheit zu bringen. In einigen Straßenzügen wurde der Strom abgeschaltet. Der Pegelstand der Elbe ist auf mehr als acht Meter gestiegen. Normal sind etwa zwei Meter. Experten gehen davon aus, dass der Scheitelpunkt morgen erreicht wird. Auch die niedersächsischen Behörden befürchten, dass die Pegelstände der Elbe bis zum Wochenende höher steigen könnten als während des sogenannten Jahrhunderthochwassers vor elf Jahren. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg rief gestern Abend vorsorglich den Katastrophenalarm aus. In Schleswig-Holstein wird die Innenstadt von Lauenburg nach Informationen von NDR Info ab Mittag für den Autoverkehr gesperrt, um Hochleistungspumpen zu installieren. Ein Sprecher der Stadt bestätigte, dass möglicherweise die Altstadt geräumt werden muss.| 05.06.2013 04:00 Uhr
Ankara: In der Türkei ist die Polizei in der Nacht erneut gewaltsam gegen regierungskritische Demonstranten vorgegangen. Mit Tränengas und Wasserwerfern versuchten die Einsatzkräfte in Ankara und Istanbul, Kundgebungen aufzulösen. In beiden Städten demonstrierten hunderte Menschen vor den Büros von Ministerpräsident Erdogan. In Istanbul versammelten sich außerdem wieder zehntausende Regierungskritiker auf dem zentralen Taksim-Platz. Auch in anderen Städten sollen sich Einsatzkräfte und Regierungskritiker Straßenschlachten geliefert haben. Einem Fernsehbericht zufolge hat die Polizei in Izmir 16 Menschen wegen der Verbreitung von Twitter-Nachrichten festgenommen. Die Proteste gegen den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan und seine islamisch-konservative Regierung hatten vor sechs Tagen begonnen. Zwei Menschen kamen bislang bei den Ausschreitungen ums Leben.| 05.06.2013 04:00 Uhr
Paris: Frankreich hat der syrischen Regierung vorgeworfen, gegen Aufständische das Nervengift Sarin eingesetzt zu haben. Der französische Außenminister Fabius sagte gestern Abend in einem Fernsehinterview, bei den untersuchten Proben handele es sich zweifelsfrei um Sarin. Damit lägen alle Optionen auf dem Tisch, einschließlich der militärischen. Großbritannien forderte eine umgehende Untersuchung der Vereinten Nationen in Syrien. Eine UN-Kommission soll bereits frühere Berichte über Giftgaseinsätze überprüfen, konnte aber bislang nicht in das arabische Land einreisen. Die USA verlangen dagegen weitere Beweise für die neuen Vorwürfe aus Frankreich.| 05.06.2013 04:00 Uhr
Berlin: Verteidigungsminister de Maizière legt heute einen Untersuchungsbericht zu dem gescheiterten Drohnen-Projekt „Euro Hawk“ vor. Im Haushalts- und im Verteidigungsausschuss des Bundestags will der CDU-Politiker erklären, wie es zum Stopp des Rüstungsvorhabens gekommen ist. Am späten Nachmittag gibt es noch eine Aktuelle Stunde im Parlament zu dem Thema. De Maizière hatte die Beschaffung der Aufklärungsdrohne Mitte Mai wegen massiver Probleme bei der Zulassung für den europäischen Luftraum gestoppt. Die Opposition wirft ihm vor, zu lange gezögert und damit hunderte Millionen Euro Steuergelder verschwendet zu haben. Medienberichten zufolge war das Verteidigungsministerium Anfang 2012 über die Schwierigkeiten bei der Zulassung informiert worden. Doch erst vergangenen Monat stoppte de Maizière das Projekt.| 05.06.2013 04:00 Uhr
München: Im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht wird am Vormittag voraussichtlich die Vernehmung des Angeklagten Carsten S. fortgesetzt. Der 33-Jährige hat zugegeben, dass er eine Pistole für die mutmaßlichen Rechtsterroristen besorgt hatte. Dabei handelt es sich nach Ansicht der Staatsanwaltschaft um die Waffe, mit der die Mitglieder des "Nationalsozialistischen Untergrunds" neun Geschäftsleute ausländischer Herkunft erschossen haben. Heute werden vermutlich vor allem die Verteidiger des Angeklagten Ralf W. Fragen stellen. Laut Carsten S. war Ralf W. an der Beschaffung der Waffe maßgeblich beteiligt.| 05.06.2013 04:00 Uhr
Abuja: Nigeria hat die islamistischen Gruppen Boko Haram und Ansaru offiziell verboten. Die Regierung stufte beide Organisationen als terroristisch ein. Boko Haram kämpft seit Jahren im muslimisch geprägten Norden des westafrikanischen Landes mit Gewalt für einen islamischen Staat. Die Gruppe verübte zahlreiche Anschläge auf Einsatzkräfte, Regierungsvertreter und Kirchen. Ansaru wird unter anderem für die Entführung und Ermordung von sieben Ausländern zu Beginn des Jahres verantwortlich gemacht.| 05.06.2013 04:00 Uhr
Das Wetter: Es ist leicht bewölkt oft auch sternenklar. In Mecklenburg sowie in Ostfriesland gibt es stellenweise Nebelfelder. Die Temperaturen liegen zwischen 11 Grad am Niederrhein und 4 Grad in Lauenburg. Am Tage vielerorts weitgehend trocken und sonnig. Von der Eifel bis ins südliche Niedersachsen insgesamt etwas wolkiger und vereinzelt kurze Schauer möglich. Bei Temperaturen von 14 Grad auf Norderney bis 23 Grad in Essen.| 05.06.2013 04:00 Uhr