NDR Info Nachrichtenarchiv
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Berlin: Bundeskanzlerin Merkel hat den Opfern des Hochwassers schnelle Hilfe zugesichert. Bei einem Besuch der überfluteten Innenstädte von Passau und Pirna versprach Merkel 100 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt. Außerdem dankte die Regierungschefin den Rettungskräften für ihren Einsatz. Während sich die extreme Hochwasserlage in Bayern langsam entspannt, rollt nun eine Flutwelle die Elbe hinab. In vielen ostdeutschen Orten steht das Wasser teilweise meterhoch. Auch in Norddeutschland schwillt die Elbe weiter an. Im niedersächsischen Kreis Lüchow-Dannenberg gilt vorsorglicher Katastrophenalarm. Hunderttausende Sandsäcke sollen heute verlegt werden. In Schleswig-Holstein wird die Innenstadt von Lauenburg nach Informationen von NDR Info ab Mittag für den Autoverkehr gesperrt, um Hochleistungspumpen zu installieren. Ein Sprecher der Stadt bestätigte, dass möglicherweise die Altstadt geräumt werden muss. Unwetterexperten gehen davon aus, dass die höchsten Pegelstände der Elbe am Wochenende erreicht werden.| 05.06.2013 01:00 Uhr
Ankara: In der Türkei ist die Polizei erneut gewaltsam gegen regierungskritische Demonstranten vorgegangen. Mit Tränengas und Wasserwerfern versuchten die Einsatzkräfte in Ankara und Istanbul, Kundgebungen aufzulösen. In beiden Städten demonstrierten hunderte Menschen vor den Büros von Ministerpräsident Erdogan. In Istanbul sollen sich außerdem wieder zehntausende Regierungskritiker auf dem zentralen Taksim-Platz versammelt haben. Gestern hatte sich Vize-Regierungschef Arinc für die Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten entschuldigt. Gleichzeitig warnte er diese, sich nicht mit - so wörtlich - illegalen Gruppen einzulassen. Die Proteste gegen den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan und seine islamisch-konservative Regierung hatten vor sechs Tagen begonnen. Auslöser war ein Bauvorhaben in einem Park in Istanbul. Zwei Menschen kamen bislang bei den Ausschreitungen ums Leben.| 05.06.2013 01:00 Uhr
Paris: Nach französischen Erkenntnissen ist im syrischen Bürgerkrieg das Giftgas Sarin eingesetzt worden. Außenminister Fabius sagte am Abend in einem Fernsehinterview, bei den untersuchten Proben handele es sich zweifelsfrei um Sarin. Außerdem sei es eindeutig, dass die Regierungstruppen von Präsident Assad das Nervengift verwendet hätten. Der französische Außenminister betonte, nun lägen alle Optionen auf dem Tisch, einschließlich der militärischen. Fabius bezeichnete es als inakzeptabel, wenn die Verantwortlichen für diese Verbrechen nicht bestraft würden. Ein Sprecher des Weißen Hauses forderte dagegen weitere Beweise. US-Präsident Obama hatte zuvor den Einsatz von Chemiewaffen durch die syrische Regierung als "rote Linie" für ein Eingreifen in den Bürgerkrieg bezeichnet.| 05.06.2013 01:00 Uhr
Brüssel: Nato-Generalsekretär Rasmussen hat das deutsche Bekenntnis zum Global-Hawk-Projekt begrüßt. Die von der Nato bestellten Drohnen seien ein anderes System als die von Deutschland aufgegebene Euro-Hawk, so Rasmussen. Zuvor hatte Bundesverteidigungsminister de Maizière betont, Deutschland sei vertragstreu. Ein Ausstieg aus dem Milliarden-schweren NATO-Projekt Global-Hawk sei bislang nicht geplant. De Maizière will sich am Vormittag im Bundestag zu dem gescheiterten deutschen Vorhaben Euro-Hawk äußern.| 05.06.2013 01:00 Uhr
Rom: Experten der Vereinten Nationen haben vor den Auswirkungen von Fehlernährung und Übergewicht auf die Weltwirtschaft gewarnt. Die zuständige UN-Ernährungsorganisation bezifferte den jährlichen Schaden auf mehr als eine Billion Euro. Zur Begründung verwiesen die Fachleute auf Arbeitsausfälle und die Behandlungskosten wegen einseitiger Ernährung. Den Angaben zufolge sind etwa 1,4 der insgesamt 7,1 Milliarden Menschen auf der Welt übergewichtig. Ursachen seien die zunehmende Verstädterung, mangelnde Bewegung und der Konsum von Fertignahrung.| 05.06.2013 01:00 Uhr
Tunis: In Tunesien ist kurz vor Beginn des Prozesses gegen die Frauenrechtsorganisation "Femen" ein Mitglied des Landes verwiesen worden. Nach Angaben von Femen handelt es sich um eine Ukrainerin, die ihre Kolleginnen vor Gericht unterstützen wollte. Der Prozess gegen eine deutsche und zwei französische Frauenrechtlerinnen beginnt heute. Sie hatten in der vergangenen Woche mit freiem Oberkörper vor dem Justizpalast in Tunis für die Freilassung einer 18-jährigen Aktivistin demonstriert. Die Tunesierin ist seit zwei Wochen in Haft, weil sie gegen eine Versammlung von radikal-islamischen Salafisten protestiert hatte.| 05.06.2013 01:00 Uhr
Das Wetter: Es ist leicht bewölkt oft auch sternenklar. In Mecklenburg sowie in Ostfriesland gibt es stellenweise Nebelfelder. Die Temperaturen liegen zwischen 11 Grad am Niederrhein und 4 Grad in Lauenburg. Am Tage vielerorts weitgehend trocken und sonnig. Von der Eifel bis ins südliche Niedersachsen insgesamt etwas wolkiger und vereinzelt kurze Schauer möglich. Bei Temperaturen von 14 Grad auf Norderney bis 23 Grad in Essen.| 05.06.2013 01:00 Uhr