NDR Info Nachrichten vom 05.06.2013:

Merkel verspricht Hilfe

Berlin: Bundeskanzlerin Merkel hat den Opfern des Hochwassers schnelle Hilfe zugesichert. Bei einem Besuch der überfluteten Innenstädte von Passau und Pirna versprach Merkel 100 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt. Außerdem dankte die Regierungschefin den Rettungskräften für ihren Einsatz. Während sich die extreme Hochwasserlage in Bayern langsam entspannt, rollt nun eine Flutwelle die Elbe hinab. In vielen ostdeutschen Orten steht das Wasser teilweise meterhoch. Auch in Norddeutschland schwillt die Elbe weiter an. Im niedersächsischen Kreis Lüchow-Dannenberg gilt vorsorglicher Katastrophenalarm. Hunderttausende Sandsäcke sollen heute verlegt werden. In Schleswig-Holstein wird die Innenstadt von Lauenburg nach Informationen von NDR Info ab Mittag für den Autoverkehr gesperrt, um Hochleistungspumpen zu installieren. Ein Sprecher der Stadt bestätigte, dass möglicherweise die Altstadt geräumt werden muss. Unwetterexperten gehen davon aus, dass die höchsten Pegelstände der Elbe am Wochenende erreicht werden.| 05.06.2013 00:00 Uhr

Französische Regierung: Assad setzt Sarin ein

Paris: Nach französischen Erkenntnissen ist im syrischen Bürgerkrieg das Giftgas Sarin eingesetzt worden. Außenminister Fabius sagte am Abend in einem Fernsehinterview, bei den untersuchten Proben handele es sich zweifelsfrei um Sarin. Außerdem sei es eindeutig, dass die Regierungstruppen von Präsident Assad das Nervengift verwendet hätten. Der französische Außenminister betonte, nun lägen alle Optionen auf dem Tisch, einschließlich der militärischen. Fabius bezeichnete es als inakzeptabel, wenn die Verantwortlichen für diese Verbrechen nicht bestraft würden. Ein Sprecher des Weißen Hauses forderte dagegen weitere Beweise. US-Präsident Obama hatte den Einsatz von Chemiewaffen durch die syrische Regierung als "rote Linie" bezeichnet.| 05.06.2013 00:00 Uhr

NSU-Prozess: Angeklagter gesteht Waffenkauf

München: Im NSU-Prozess hat ein Angeklagter den Kauf einer Waffe für die mutmaßlichen Rechtsterroristen gestanden. Der 33-Jährige gab zu, die Pistole mit Schalldämpfer besorgt und weitergegeben zu haben. Mit der Waffe waren neun Geschäftsleute ausländischer Herkunft erschossen worden. Der Beschuldigte betonte, er habe nie geglaubt, dass die Waffe für Morde benutzt werden könne. Der Sozialpädagoge hatte zuletzt in der Aidshilfe in Düsseldorf gearbeitet und bezeichnet sich als Aussteiger aus der Neonazi-Szene. Angesichts seiner umfangreichen Aussagen bereits während des Ermittlungsverfahrens befindet sich der Angeklagte in einem Zeugenschutzprogramm. Die Hauptangeklagte Zschäpe verweigert weiter jede Aussage.| 05.06.2013 00:00 Uhr

Gesetzenwurf zu Fracking gestoppt

Berlin: Der Bundestag wird vor der Wahl im Herbst keine Entscheidung mehr zu der umstrittenen Fördermethode Fracking treffen. Die Unionsfraktion stoppte einen geplanten Gesetzentwurf. Bundesumweltminister Altmaier sprach von Schwierigkeiten mit dem Koalitionspartner FDP. Die Liberalen seien nicht zu einem Moratorium bereitgewesen, mit dem Fracking für einen bestimmten Zeitraum verboten worden wäre. Der FDP-Umweltpolitiker Kauch entgegnete, die Union habe niemals ein Moratorium in die Verhandlungen eingebracht. Beim Fracking wird ein Gemisch aus Chemikalien, Wasser und Sand in tiefe Gesteinsschichten gepresst, um Gas oder Öl freizusetzen und so besser fördern zu können. Der jetzt gestoppte Gesetzentwurf von Schwarz-Gelb sah vor, Fracking nur unter Auflagen zu erlauben.| 05.06.2013 00:00 Uhr

Ägyptischer Geschäftsträger einbestellt

Berlin: Das Urteil eines ägyptischen Gerichts gegen die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in Deutschland auf Kritik gestoßen. Außenminister Westerwelle bemängelte, die Entwicklung schwäche die Zivilgesellschaft und damit eine wichtige Säule in einem neuen demokratischen Ägypten. Das Auswärtige Amt bestellte den Geschäftsträger Kairos ein. Zuvor waren in der ägyptischen Hauptstadt mehr als 40 Mitarbeiter ausländischer Organisationen zu Haftstrafen verurteilt worden. Der frühere Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung erhielt in Abwesenheit fünf Jahre Gefängnis. Ihm wurde unter anderem illegale Geldtransfers vorgeworfen.| 05.06.2013 00:00 Uhr

Haftstrafen im Fischbrötchen-Krieg

Stralsund: Im Prozess um den sogenannten Fischbrötchen-Krieg hat das Landgericht die drei Angeklagten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der 34-jährige Hauptangeklagte muss für mehr als drei Jahre ins Gefängnis. Ihm waren unter anderem Anstiftung zu einem Angriff auf den Stralsunder Vize-Oberbürgermeister zur Last gelegt worden. Außerdem soll er eine Bombenattrappe im städtischen Bauamt deponiert haben. Die Auseinandersetzungen um den lukrativen Verkauf von Fischbrötchen in Stralsund ziehen möglicherweise noch weitere Verfahren nach sich.| 05.06.2013 00:00 Uhr

Wettervorhersage

Das Wetter: Es ist meist klar oder gering bewölkt, im südlichen Niedersachsen einige Wolkenfelder, weitgehend trocken. Tiefstwerte 10 bis 3 Grad. Am Tage meist sonnig, im Verlauf einige Quellwolken, weitgehend trocken, in Niedersachsen auch etwas wolkiger mit vereinzelten Schauern, Höchstwerte 14 bis 22 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag und Freitag sonnig, im Verlauf nur harmlose Quellwolken, durchweg trocken, Höchstwerte 15 bis 23 Grad.| 05.06.2013 00:00 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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