NDR Info Nachrichten vom 04.06.2013:

Flut rollt auf Niedersachsen zu

Hannover: Auch in Niedersachsen bereiten sich Bewohner und Katastrophenstäbe entlang der Elbe auf ein Rekordhochwasser vor. Umweltminister Wenzel warnte vor einer "sehr ernsten Lage". Die Wasserstände vergangener Flutwellen könnten noch übertroffen werden. Im Landkreis Lüchow-Dannenberg gilt bereits Katastrophenalarm. Evakuierungen seien jedoch noch nicht geplant, so eine Behördensprecherin. Zur Stunde werden mehr als 200 000 Sandsäcke verlegt. Morgen sollen die Tore des Sperrwerks in Hitzacker geschlossen werden, um Anrainer der Jetzel vor den Wassermassen zu schützen. Höchststände der Elbe werden zwischen Donnerstag und Sonntag erwartet. Aktuell liegt der Pegel an einigen Orten Niedersachsens bereits einen Meter über Normal. Unterdessen sagte Bundeskanzlerin Merkel den Opfern des Hochwassers unbürokratische Hilfe zu. Bei Besuchen in den überfluteten Innenstädten Passaus und Pirnas versprach sie mindestens 100 Millionen Euro an Bundesmitteln.| 04.06.2013 21:00 Uhr

Angeklagter gesteht Waffenkauf

München: Im NSU-Prozess hat ein Angeklagter den Kauf einer Waffe für das mutmaßliche Neonazi-Trio gestanden. Der 33-Jährige gab zu, die Pistole mit Schalldämpfer besorgt und weitergegeben zu haben. Mit der Ceska waren neun Geschäftsleute ausländischer Herkunft erschossen worden. Der Beschuldigte betonte, er habe nie geglaubt, dass die Waffe für Morde benutzt werden könne. Der Sozialpädagoge hatte zuletzt in der Aidshilfe in Düsseldorf gearbeitet und bezeichnet sich als Aussteiger aus der Neonazi-Szene. Angesichts seiner umfangreichen Aussagen bereits im Vorfeld des Prozesses befindet sich der Angeklagte in einem Zeugenschutzprogramm. Die Hauptangeklagte Zschäpe verweigert weiter jede Aussage.| 04.06.2013 21:00 Uhr

Kein Fracking-Gesetz vor Bundestagswahl

Berlin: Der Bundestag wird vor der Wahl im Herbst keine Entscheidung mehr zum sogenannten Fracking treffen. Die Unionsfraktion stoppte einen geplanten Gesetzentwurf. Bundesumweltminister Altmaier sprach von Schwierigkeiten mit dem Koalitionspartner FDP. Die Liberalen seien nicht zu einem Moratorium bereitgewesen, mit dem Fracking für einen bestimmten Zeitraum verboten worden wäre. Der FDP-Umweltpolitiker Kauch entgegnete, die Union habe niemals ein Moratorium in die Verhandlungen eingebracht. Bei dem umstrittenen Fracking geht es um eine neue Methode, Erdgas zu fördern. Dabei werden Chemikalien in tiefe Gesteinsschichten gepresst, um Gas oder Öl freizusetzen. Schwarz-Gelb hatte sich zuletzt auf einen Gesetzentwurf geeinigt, der Fracking zwar grundsätzlich erlauben, aber sehr strenge Auflagen für die Förderung machen sollte.| 04.06.2013 21:00 Uhr

Sarin-Vorwürfe aus Paris

Paris: Nach französischen Erkenntnissen ist im syrischen Bürgerkrieg das Giftgas Sarin eingesetzt worden. Außenminister Fabius ließ jedoch offen, ob Regierungstruppen oder die Rebellen das Nervengas verwandt haben. Fabius erklärte lediglich, das Sarin sei bei Tests von Proben in französischen Labors nachgewiesen worden. Nach Erkenntnissen von UN-Ermittlern wurden vermutlich mindestens viermal chemische Waffen in Syrien eingesetzt. US-Präsident Obama hatte Präsident Assad bereits vor Monaten gewarnt, dass mit einem solchen Schritt eine rote Linie überschritten sei.| 04.06.2013 21:00 Uhr

Rasmussen zu Global Hawk

Brüssel: Nato-Generalsekretär Rasmussen hat ein deutsches Festhalten am Global-Hawk-Projekt begrüßt. Die von der Nato bestellten Global Hawk seien ein anderes System als das von Deutschland aufgegebene Drohnen-Projekt Euro-Hawk, so Rasmussen. Zuvor hatte de Maizière betont, Deutschland sei vertragstreu. Ein Ausstieg aus dem Milliarden-Projekt Global-Hawk sei bislang nicht geplant. Der Minister will sich morgen im Bundestag zu dem gescheiterten deutschen Vorhaben Euro-Hawk äußern.| 04.06.2013 21:00 Uhr

Erinnerung an Tiananmen

Hongkong: In der chinesischen Sonderverwaltungsregion haben mehrere zehntausend Menschen an die Niederschlagung der Studentenbewegung vor 24 Jahren erinnert. Die Teilnehmer forderten, die Ereignisse in der Nacht zum 4. Juni 1989 aufzuklären. Offizielle Opferzahlen nennt Peking bis heute nicht. Schätzungen schwanken zwischen hunderten und tausenden Toten auf dem Tiananmen-Platz. Zudem gab es zahlreiche Verletzte und Verhaftungen. Offene Proteste gegen die Ereignisse auf dem Platz des Himmlischen Friedens sind auf chinesischen Festland derzeit kaum möglich.| 04.06.2013 21:00 Uhr

Börse Kompakt

Zur Börse: Der Dax schließt bei 8.296 Punkten. Das ist ein Plus von 0,1 Prozent. Der Dow Jones aktuell: 15.164 Punkte. Minus 0,6 Prozent. Der Euro wird mit einem Dollar 30 83 gehandelt.| 04.06.2013 21:00 Uhr

Wettervorhersage

Das Wetter: Nacht meist klar oder gering bewölkt, im südlichen Niedersachsen einige Wolkenfelder, weitgehend trocken. Tiefstwerte 10 bis 3 Grad. Morgen meist sonnig, im Verlauf einige Quellwolken, weitgehend trocken, in Niedersachsen etwas wolkiger mit vereinzelten Schauern, Höchstwerte 15 bis 22 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag und Freitag sonnig, im Verlauf nur harmlose Quellwolken, durchweg trocken, Höchstwerte 15 bis 23 Grad.| 04.06.2013 21:00 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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