NDR Info Nachrichten vom 04.06.2013:

Hilfe für Hochwasser-Opfer

Pirna: Bundeskanzlerin Merkel hat auch den vom Hochwasser in Sachsen Betroffenen Unterstützung zugesagt. Bei einem Besuch in Pirna an der Elbe sagte Merkel, der Bund werde den Menschen zur Seite stehen. Die Kanzlerin bekräftigte die Zusage, den vom Hochwasser betroffenen Ländern in einer ersten Rate 100 Millionen Euro Soforthilfe zu gewähren. Der Bund steuere für jeden Euro, den das Land zur Verfügung stelle, einen weiteren Euro bei. Durch die Hilfe hätten die Menschen, die in akute Bedrängnis geraten seien, die Sicherheit, dass sie Entschädigung und Hilfe bekommen. Heute Vormittag hatte die Kanzlerin Passau in Niederbayern besucht. Auf ihrem Programm steht noch Greiz in Thüringen.| 04.06.2013 14:45 Uhr

NSU-Prozesss wieder unterbrochen

München: Auch der fünfte Verhandlungstag des NSU-Prozesses ist von Anträgen der Verteidiger geprägt. Die Anwältin der Hauptangeklagten Beate Zschäpe beantragte, dass das Verfahren eingestellt wird. Zur Begründung erklärte sie, das Bundeskriminalamt, der Generalbundesanwalt und die Untersuchungsausschüsse hätten ihre Mandantin vorverurteilt. Ihrer Ansicht nach steht für die Ermittler schon fest, dass es eine terroristische Vereinigung namens NSU gab, die eine Serie von Morden begangen hat und die von Zschäpe und anderen gegründet wurde. Deswegen sei ein rechtsstaatlicher, fairer Prozess nicht mehr durchführbar. Mit Spannung wird heute die Aussage eines 33-jährigen Mitangeklagten erwartet. Er hat angekündigt, sich umfassend zu äußern.| 04.06.2013 14:45 Uhr

Urteil gegen NGO"s in Ägypten

Kario: Ein Strafgericht in Ägypten hat Mitarbeiter ausländischer Nichtregierungsorganisationen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Betroffen ist auch die CDU-nahe Konrad-Adenauer Stiftung. Gegen zwei Mitarbeiter des Kairoer Büros verhängte das Gericht Haftstrafen von zwei und fünf Jahren. Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Pöttering, bezeichnete das Urteil als schweren Schlag gegen die Zivilgesellschaft und den Rechtsstaat in Ägypten. Die meisten der 43 Verurteilten halten sich nicht mehr im Land auf. Ihnen war illegaler Geldtransfer sowie Arbeiten ohne Lizenz vorgeworfen worden.| 04.06.2013 14:45 Uhr

Friedensforscher und Steinbrück contra Drohnen

Berlin: Führende Friedens- und Konfliktforscher haben die Bundesregierung aufgefordert, auf den Einsatz bewaffneter Drohnen zu verzichten. Die Wissenschaftler stellten heute ihr Friedensgutachtens 2013 vor. Darin bezeichnen sie Drohnen als Sinnbild für einen ferngesteuerten Krieg. Die Hemmschwelle zum Einsatz von Gewalt sinke, wenn dabei keine eigenen Soldaten gefährdet würden. In einer Grundsatzrede zur Außenpolitik wandte sich am Vormittag SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück klar dagegen, dass Deutschland Drohnen anschafft. Ebenso wie die Friedensforscher in ihrem Gutachten bezeichnete er die Tötung von Menschen mit Drohnen als völkerrechtlich höchst fragwürdig. Steinbrück äußerte sich vor Studenten an der Freien Universität Berlin.| 04.06.2013 14:45 Uhr

Heynckes lässt Karriereende offen

Zum Sport: Fußball-Trainer Jupp Heynckes hat sich nach eigenen Worten noch nicht festgelegt, ob er seine Karriere beendet. Auf einer Pressekonferenz sagte der 68-jährige, er werde nach dem Gewinn des Triples mit dem FC Bayern München in den Urlaub gehen und Überlegungen anstellen. Zuletzt war Heynckes mit Real Madrid in Verbindung gebracht worden. Nachfolger von Heynckes bei den Bayern ist der frühere Trainer des FC Barcelona, Pep Guardiola.| 04.06.2013 14:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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