NDR Info Nachrichten vom 04.06.2013:

Lage in Passau bleibt dramatisch

Passau: Die Hochwasserlage in der Dreiflüssestadt bleibt dramatisch. Gestern Abend stieg der Pegelstand der Donau auf mehr als 12 Meter 80. Das ist das schlimmste Hochwasser seit 500 Jahren. Die 50.000 Einwohner von Passau werden vorerst aus Tankwagen mit Trinkwasser versorgt, weil die Behörden befürchten, dass die Brunnen verunreinigt sein könnten. Der Strom wurde vorsorglich abgeschaltet. Auch das Telefonnetz funktioniert nicht mehr. Kanzlerin Merkel wird heute in Passau erwartet. Außerdem reist sie in die Überschwemmungsgebiete in Sachsen und Thüringen. Die Behörden in Sachsen-Anhalt bereiten sich ebenfalls auf extremes Hochwasser vor. Ministerpräsident Haseloff sagte, von allen Seiten strömten jetzt in kurzer Zeit große Wassermassen ins Land. Hunderte Helfer sind in Sachsen-Anhalt im Einsatz, um Deiche zu sichern. Und auch am Mittelrhein zwischen Rüdesheim und Bonn steigen die Pegelstände.| 04.06.2013 03:00 Uhr

Notstand in Tschechien und Österreich

Prag: Auch in anderen europäischen Staaten überschwemmt das Hochwasser ganze Landstriche. In Tschechien kamen sechs Menschen in den Fluten ums Leben. Tausende mussten ihre Häuser verlassen, um sich vor den Wassermassen in Sicherheit zu bringen. In Prag versuchen die Einsatzkräfte, mit mobilen Barrieren die Altstadt zu schützen. Aus den österreichischen Überschwemmungs-Gebieten wurden zwei Todesfälle gemeldet. Zwei Menschen werden vermisst. Für heute erwarten die Behörden in Ober- und Niederösterreich teilweise höhere Pegelstände als bei dem letzten großen Hochwasser vor elf Jahren. Auch die slowakische Hauptstadt Bratislava bereitet sich auf die nahende Donau-Flutwelle vor. Der Wetterdienst rief die höchste Warnstufe aus. Der Schiffsverkehr auf der Donau wurde eingestellt.| 04.06.2013 03:00 Uhr

Deutschland unterzeichnet Waffenabkommen

New York: Deutschland hat als einer der ersten Staaten einen internationalen Vertrag zur Regulierung des Waffenhandels unterzeichnet. Insgesamt setzten mehr als 60 UN-Mitgliedsländer ihre Unterschrift unter das Abkommen und nahmen so die erste Hürde im Ratifizierungsprozess. Bundesaußenminister Westerwelle sprach von einem Meilenstein. Dem internationalen Vertrag zufolge sollen alle Waffen-Exporte verboten werden, die zu Völkermord, Kriegsverbrechen oder schweren Menschenrechtsverletzungen beitragen können. Das Abkommen tritt aber erst in Kraft, wenn der Text von 50 UN-Staaten ratifiziert wurde. Die Abstimmung im Bundestag soll noch vor der Wahl im September stattfinden. Deutschland gilt als der weltweit drittgrößte Waffenexporteur.| 04.06.2013 03:00 Uhr

Kerry besorgt über Türkei

Washington: US-Außenminister Kerry hat das Vorgehen der türkischen Polizei gegen Demonstranten kritisiert. Auf einer Pressekonferenz sagte Kerry, er sei besorgt, weil von einer übermäßigen Härte der Einsatzkräfte berichtet werde. Die US-Regierung hoffe, dass die Vorfälle umfassend untersucht werden. Der amerikanische Außenminister erinnerte daran, welche große Bedeutung die Meinungs- und Versammlungsfreiheit für die Vereinigten Staaten habe. In Istanbul ging die Polizei auch gestern Abend mit Tränengas gegen Demonstranten vor, die gegen den Regierungsstil von Ministerpräsident Erdogan protestierten. Nach Angaben von Ärzten hat es seit Beginn der Massenproteste vor vier Tagen einen Toten und mehr als 2.300 Verletzte gegeben.| 04.06.2013 03:00 Uhr

USA verlegen Patriot-System nach Jordanien

Washington: Die USA entsenden Kampfjets und ein Patriot-Raketenabwehrsystem für ein Militärmanöver nach Jordanien. Hintergrund ist offenbar der Bürgerkrieg in Syrien. Ein Armeesprecher sagte, um die Verteidigungsfähigkeit Jordaniens zu erhöhen, könnte ein Teil des Materials über das Manöver hinaus dort bleiben. Voraussetzung sei jedoch eine Anfrage der Regierung in Amman. Zum Schutz vor Angriffen aus Syrien sind bereits in der Türkei mehrere Raketenabwehrsysteme stationiert.| 04.06.2013 03:00 Uhr

WDR: Büskens neuer Düsseldorf-Trainer

Düsseldorf: Mike Büskens wird nach Informationen des WDR neuer Trainer bei Fortuna Düsseldorf. Der 45-Jährige tritt die Nachfolge von Norbert Meier an, unter dessen Führung die Fortuna nach dem Aufstieg in die Bundesliga direkt wieder in die Zweite Liga abgestiegen ist. Wie der Hörfunksender WDR 2 weiter berichtet, erhält Büskens einen Zwei-Jahres-Vertrag.| 04.06.2013 03:00 Uhr

Nord-West-Wetter

Das Wetter Es ist meist gering bewölkt oder klar, südlich des Mittellandkanals sowie zur Oder hin wolkiger, überall trocken, Tiefstwerte von 12 Grad am Stettiner Haff bis 3 Grad im Siegerland. Am Tage häufig längere Zeit sonnig, im Tagesverlauf besonders südlich des Mittellandkanals und nach Vorpommern hin dichtere Wolkenfelder und dort vereinzelt Schauer, Höchstwerte zwischen 15 Grad auf den Ostfriesischen Inseln und 22 Grad im Münsterland. Die weiteren Aussichten: Morgen zunächst sonnig, später gebietsweise wolkiger und einzelne kurze Schauer möglich, 13 bis 22 Grad. Am Donnerstag längere Zeit sonnig und örtlich Niederschlag, 15 bis 24 Grad.| 04.06.2013 03:00 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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