NDR Info Nachrichten vom 03.06.2013:

Passauer Gefängnis evakuiert

Berlin: Bundeskanzlerin Merkel will sich morgen in den Hochwassergebieten ein Bild von der Lage machen. Dabei wird sie auch nach Bayern kommen, wo sie mit Ministerpräsident Seehofer in Passau erwartet wird. Dort hat der Pegelstand der Donau mittlerweile die Marke von 12 Meter 60 überschritten und ist damit höher als jemals zuvor. Wegen des Hochwassers haben die Behörden jetzt das Gefängnis der Drei-Flüsse-Stadt evakuiert. Rund 60 Häftlinge wurden in andere Justizvollzugsanstalten verlegt. Neben Bayern zählen auch Sachsen und Thüringen als besonders betroffene Gebiete zum Reiseprogramm der Kanzlerin. Merkel hat bereits Hilfe des Bundes in Aussicht gestellt. Sie würdigte den Einsatz der vielen tausend Helfer in den Katastrophenregionen. Allein die Bundeswehr hat mehr als 1.700 Soldaten im Einsatz.| 03.06.2013 21:00 Uhr

Erneut Tränengas-Einsatz in Istanbul

Istanbul: In der Türkei dauern die Proteste gegen Ministerpräsident Erdogan an. Tausende Menschen zogen zum zentral gelegenen Taksim-Platz in Istanbul, wo sie den Rücktritt des Regierungschefs forderten. Die Polizei setzte Tränengas gegen Demonstranten ein, die sich in der Nähe des Büros von Erdogan versammelt hatten. Auch in Ankara drängte die Polizei Protestierer mit Tränengas zurück. Erdogan wiederholte seinen Vorwurf, die Welle von Demonstrationen gegen ihn und seine Regierung sei von Extremisten organisiert. Der türkische Ministerpräsident ist inzwischen zu einer Nordafrika-Reise aufgebrochen.| 03.06.2013 21:00 Uhr

Waffenhandels-Abkommen unterzeichnet

New York: Für das milliardenschwere Geschäft mit Kriegswaffen soll es künftig weltweit einheitliche moralische Mindeststandards geben. Nach jahrelangen Verhandlungen unterzeichneten heute die ersten UN-Mitgliedsländer einen entsprechenden Waffenhandelsvertrag. Für Deutschland ist Außenminister Westerwelle in New York, um seine Unterschrift unter das Dokument zu setzen. Er sprach von einem historischen Meilenstein. Künftig sollen alle Waffen-Exporte verboten sein, die zu Völkermord, Kriegsverbrechen oder schweren Menschenrechtsverletzungen beitragen können. Amnesty International lobt das Abkommen. Es tritt aber erst in Kraft, wenn der Text von 50 UN-Staaten ratifiziert wurde. Erfahrungsgemäß wird dieser Prozess bis zu drei Jahre dauern. Russland und China haben bislang offen gelassen, ob sie das Abkommen mittragen.| 03.06.2013 21:00 Uhr

Düstere Rolle der Finanzbeamten in NS-Zeit

Berlin: Die Finanzbeamten zur Zeit des Nationalsozialismus haben offenbar eine zentrale Rolle bei der Judenverfolgung inne gehabt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Historiker-Kommission, die das Bundesfinanzministerium eingesetzt hat: Die Finanzbehörden im Dritten Reich seien maßgebliche Akteure bei der Ausplünderung der deutschen Juden gewesen. Den Forschern zufolge veranlassten die Beamten, dass jüdische Emigranten große Teile ihres Vermögens zurücklassen mussten. Zudem hätten sie die verlassenen Wohnungen der deportierten Juden leer geräumt. Die Historikerin Kuller von der Freien Universität Berlin sagte, größter Profiteur der fiskalischen Judenverfolgung sei der Staat gewesen.| 03.06.2013 21:00 Uhr

Deutscher Schulpreis 2013 vergeben

Berlin: Bundeskanzlerin Merkel hat am Nachmittag den Deutschen Schulpreis verliehen. Die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung ging an die Anne-Frank-Schule in Bargteheide - eine Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe. Dort lernen alle Schüler bis zur zehnten Jahrgangsstufe gemeinsam - unabhängig von ihrer Grundschulempfehlung. Ein weiterer mit 25.000 Euro dotierter Preis ging an die Grundschule Comeniusstraße in Braunschweig. Gelobt wurde das alters- und jahrgangsübergreifende Lernkonzept. Der Deutsche Schulpreis wird seit 2006 vergeben. Ausgezeichnet werden Einrichtungen mit neuen Konzepten und erfolgreicher Praxis.| 03.06.2013 21:00 Uhr

Gedenken an Zugunglück in Eschede

Eschede: 15 Jahre nach der ICE-Katastrophe in Niedersachsen hat die Deutsche Bahn sich für das Unglück entschuldigt. Bahn-Chef Grube sagte in einer Ansprache, sein Unternehmen bedauere die Geschehnisse zutiefst. Die Bahn entschuldige sich aus tiefstem Herzen für das entstandene Leid. Das Zugunglück in der Lüneburger Heide ist das schwerste in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der ICE "Wilhelm Conrad Röntgen" war wegen eines defekten Radreifens entgleist und gegen eine Straßenbrücke geprallt. Einhundert und ein Mensch starben.| 03.06.2013 21:00 Uhr

Börse Kompakt

Der Dax schließt bei 8.286 Punkten. Das ist ein Minus von 0,8 Prozent. Der Dow Jones aktuell: 15.202 Punkte. Plus 0,6 Prozent. Der Euro wird mit einem Dollar 30 84 gehandelt.| 03.06.2013 21:00 Uhr

Wettervorhersage

In der Nacht meist gering bewölkt, im Süden und Osten etwas wolkiger, überall trocken, Tiefstwerte 12 Grad am Stettiner Haff bis 5 Grad im südwestlichen Niedersachsen. Morgen viel Sonnenschein, in Südniedersachsen und Vorpommern teilweise dichtere Wolkenfelder und nur dort vereinzelt Schauer möglich, Höchstwerte 15 Grad auf den Ostfriesischen Inseln bis 20 Grad im Wendland. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch und Donnerstag längere Zeit sonnig, gebietsweise wolkiger, örtlich kurze Schauer möglich, 13 bis 23 Grad.| 03.06.2013 21:00 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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