NDR Info Nachrichtenarchiv
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Berlin: Bundeskanzlerin Merkel will sich morgen in den Hochwassergebieten ein Bild von der Lage machen. Dabei wird sie auch nach Bayern kommen, wo sie mit Ministerpräsident Seehofer in Passau erwartet wird. Dort hat der Pegelstand der Donau mittlerweile die Marke von 12 Meter 60 überschritten und ist damit höher als jemals zuvor. Wegen des Hochwassers haben die Behörden jetzt das Gefängnis der Drei-Flüsse-Stadt evakuiert. Rund 60 Häftlinge wurden in andere Justizvollzugsanstalten verlegt. Neben Bayern zählen auch Sachsen und Thüringen als besonders betroffene Gebiete zum Reiseprogramm der Kanzlerin. Merkel hat bereits Hilfe des Bundes in Aussicht gestellt. Sie würdigte den Einsatz der vielen tausend Helfern in den Katastrophenregionen. Allein die Bundeswehr hat mehr als 1.700 Soldaten im Einsatz.| 03.06.2013 19:15 Uhr
Istanbul: In der Türkei gehen die Proteste gegen Ministerpräsident Erdogan weiter. Hunderte Demonstranten haben sich in Istanbul versammelt, um am Abend gegen den von ihnen als autoritär empfundenen Führungsstil des Regierungschefs zu protestieren. Bereits am Mittag waren Demonstranten vor den Eingang des türkischen Nachrichtensenders NTV gezogen. Sie werfen den türkischen Medien vor, zu wenig über die Proteste zu berichten. In Ankara setzte die Polizei erneut Tränengas gegen Demonstranten ein. Erdogan wiederholte seinen Vorwurf, die Protestwelle gegen ihn und seine Regierung sei von Extremisten organisiert. Vergleiche mit den Volksaufständen des Arabischen Frühlings wies er zurück. Bundeskanzlerin Merkel rief die türkische Regierung zur Besonnenheit auf.| 03.06.2013 19:15 Uhr
Berlin: Die Finanzbeamten zur Zeit des Nationalsozialismus haben offenbar eine zentrale Rolle bei der Judenverfolgung inne gehabt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Historiker-Kommission, die das Bundesfinanzministerium eingesetzt hat: Die Finanzbehörden im Dritten Reich seien maßgebliche Akteure bei der Ausplünderung der deutschen Juden gewesen. Den Forschern zufolge veranlassten die Beamten, dass jüdische Emigranten große Teile ihres Vermögens zurücklassen mussten. Zudem hätten sie die verlassenen Wohnungen der deportierten Juden leer geräumt. Die Historikerin Kuller von der Freien Universität Berlin sagte, größter Profiteur der fiskalischen Judenverfolgung sei der Staat gewesen.| 03.06.2013 19:15 Uhr
Berlin: Frauen und Männer über 50 Jahre haben einer Studie zufolge wenig Chancen, auf dem deutschen Arbeitsmarkt langfristig eine neue Beschäftigung zu finden. Das ist nach übereinstimmenden Medienberichten das Ergebnis des Programms "Perspektive 50 plus" des Bundesarbeitsministeriums. Demnach hatte sich nur jeder Sechste der über 50-Jährigen länger als ein halbes Jahr in dem neuen Arbeitsverhältnis halten können. Dabei verfügten rund 60 Prozent der Teilnehmer des Programms über eine abgeschlossene Ausbildung, einen Meisterbrief oder ein Hochschuldiplom.| 03.06.2013 19:15 Uhr
Berlin: Der Prozess um die tödliche Prügelattacke auf dem Alexanderplatz muss neu aufgerollt werden. Das Verfahren platzte, weil ein Schöffe nach Angaben des Landgerichts als befangen gilt. Für ihn wird Ersatz gesucht. Angeklagt sind sechs junge Männer. Sie sollen auf dem Alexanderplatz im Oktober vergangenen Jahres einen 20-Jährigen so zusammengetreten haben, dass er wenige Tage später seinen Verletzungen erlag.| 03.06.2013 19:15 Uhr