NDR Info Nachrichten vom 03.06.2013:

Neuer Rekordpegelstand in Passau erreicht

Passau: In den Hochwassergebieten im Süden und Osten Deutschlands wird die Lage immer dramatischer. In Passau meldeten die Behörden einen neuen Rekord-Pegelstand von zwölf Meter 20. Die Innenstadt ist von Donau und Inn überflutet. Vielerorts in Bayern gilt Katastrophenalarm. Ministerpräsident Seehofer berief einen Krisenstab der Landesregierung ein. Auch in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden sowie in anderen Regionen des Landes gilt wegen der steigenden Wasserstände seit heute Katastrophenalarm. Die Menschen wurden aufgefordert, auf unnötige Autofahrten zu verzichten und die Wege für Einsatzfahrzeuge freizuhalten.| 03.06.2013 12:45 Uhr

Gedenken an Zugunglück in Eschede

Eschede: In der niedersächsischen Stadt haben Überlebende und Angehörige der Opfer des ICE-Unglücks vor 15 Jahren gedacht. Viele Teilnehmer legten an der neu gestalteten Gedenkstätte Blumen nieder. Bahn-Chef Grube sagte in einer Ansprache, sein Unternehmen bedauere die Geschehnisse von vor 15 Jahren zutiefst. Die Bahn entschuldige sich aus tiefstem Herzen für das entstandene Leid. Das Zugunglück in der Lüneburger Heide war das schwerste in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der ICE "Wilhelm Conrad Röntgen" war wegen eines defekten Radreifens entgleist und gegen eine Straßenbrücke geprallt. Einhundert und ein Mensch starben.| 03.06.2013 12:45 Uhr

Erdogan ruft zur Ruhe auf

Istanbul: Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat angesichts anhaltender Proteste zur Ruhe aufgerufen. Die Menschen dürften sich nicht von extremistischen Elementen provozieren lassen, sagte Erdogan. Die Polizei hatte erneut bis in die frühen Morgenstunden Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt, um die Menge auseinanderzutreiben. Auch in der Hauptstadt Ankara sowie in anderen Städten des Landes fanden wieder Protestkundgebungen statt. Dabei sollen mehrere hundert Menschen festgenommen worden sein. Die Proteste hatten sich ursprünglich an einem Bauvorhaben in Istanbul entzündet. Die Demonstranten wenden sich inzwischen aber auch gegen die Politik Erdogans, dem ein immer autoritärer werdender Führungsstil vorgeworfen wird.| 03.06.2013 12:45 Uhr

Mehr Atomwaffen in Asien

Stockholm: Nach Erkenntnissen des Friedensforschungs-Instituts Sipri haben die Länder China, Indien und Pakistan ihr Atomwaffen-Arsenal weiter aufgestockt. Im Jahresbericht des renomierten Instituts heißt es, China verfüge über etwa 250, Pakistan über schätzungsweise 120 und Indien über cirka 110 Sprengköpfe. Das waren jeweils etwa zehn mehr als 2012. Angesichts der Spannungen in Asien sei dies eine beunruhigende Entwicklung. Die USA und Russland haben die Zahl ihrer Atomwaffen reduziert, verfügen aber insgesamt über die weitaus meisten Sprengköpfe.| 03.06.2013 12:45 Uhr

Streik bei Versandhändler Amazon

Bad Hersfeld: Beim Internet-Versandhändler Amazon sind mehrere hundert Mitarbeiter in den Streik getreten. Sie folgten einem Aufruf der Gewerkschaft ver.di. Betroffen sind die Versandlager im hessischen Bad Hersfeld und in Leipzig. Ver.di fordert, dass die Beschäftigten nach dem Tarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel bezahlt werden, Amazon orientiert sich nach eigenen Angaben an der Bezahlung in der Logistikbranche.| 03.06.2013 12:45 Uhr

Ältere Arbeitslose kaum Chancen auf neuen Job

Berlin: Frauen und Männer über 50 Jahre haben einer Studie zufolge wenig Chancen, auf dem deutschen Arbeitsmarkt langfristig eine neue Beschäftigung zu finden. Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtet über Ergebnisse des Programms "Perspektive 50 plus" des Bundesarbeitsministeriums. Demnach hatte sich nur jeder Sechste der über 50-Jährigen länger als ein halbes Jahr in dem neuen Arbeitsverhältnis halten können. Dabei verfügten rund 60 Prozent der Teilnehmer des Programms über eine abgeschlossene Ausbildung, einen Meisterbrief oder ein Hochschuldiplom.| 03.06.2013 12:45 Uhr

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Radio Nachrichtensprecher im Studio © NDR Fotograf: Christine Raczka
 

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